03.10.2016
10:32 Uhrbearbeitet:
03.10.2016
10:46 Uhr
Hallo und guten Morgen,
es ist schön, euch alle hier begrüßen zu dürfen. Da ihr offensichtlich an der Berliner Mundart solchen Gefallen findet, zerlege ich das Wort Mundart mal in Mund und Art .... Art wie Art und Weise oder auch Art wir Kunst (englisch). Mit schlichten Worten gesagt, jetzt kommt mal was aus der Berliner Küche, allerdings von mir dem Thema leicht und für Leute mit Abnehmtendenz angepasst. Leute mit Untergewicht sollten eine der 100te im Netz kursierenden Originalrezepturen nutzen, das macht mehr Sinn.
[b]Berliner Apflerschnee[/b] kennt ihn jemand? Hat ihn schon mal wer gegessen? Es ist eine Nachspeise, ein Dessert, das leider ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Ursprünglich, laut Originalrezepturen fertigt man dazu aus frischen Tafeläpfeln ein Mus. Das Kochwasser, in dem die entkernten und geviertelten Tafeläpfel tot oder wenigstens bis zur Bewegungsunfähigkeit gekocht werden, kann bei luxuriösen Varianten auch noch Weißwein, Apfelkraut und andere Zutaten neben den klassischen Zutaten wie Zimt, Vanilleschotenmark und Zucker enthalten.
Das Kochwasser wird, wenn die Äpfel mürbe sind, weggeschüttet, aus den Äpfeln ein Mus gemacht und mit der gleichen bis erhöhten Menge gesüßter und steif geschlagener Sahne vermischt. Dazu werden in Berlin gewöhnlich kleine Pfannkuchen serviert.
Die heißen wirklich Pfannkuchen, wer die Berliner nennt, dem ko :|:|:| ick vor de Füße und zeije ihm damit, det Pfannkuchen und [b]NUR[/b] die mit Pflaumenmus jefüllt sind, Berliner sind mit weit unappetitlichere Sachen jefüllt. Berliner ... fsss .... wie seid ihr denn druff??? Menschenhandel is verboten. En Pfannkuchen könnta inne Bäckerei nebenan koofen, Berliner gibts nich mehr zu koofen. Nich mal anne Fluchhafnbaustelle, denn da ham noch nie Berliner gearbeitet. Wat da an käuflichem Personal kam, kam aus ... achchch, lassen wa det. :P
Schon Walter Ulbricht sachte: Niemand hat die Absicht, einen Fluchhafen zu errichten. Oder nicht? Hatter det nich so jesacht?
Und nu wieder zurück zur oben anjekündichten Mund Art. Euch isset klar wie Kloßbrühe, ein Dessert mit der Beteilijung von reichlich jesüßter Sahne und Pfannkuchen und Diät halten, da stimmt wat nich, kontraproduktiv is da noch ne zarte Untatreibung. Dazu hab ick mir heute für mich mal Jedanken jemacht. Jawollja, auch Kerle können denken! Nudelschubser schon drei Mal. Mein Rezept für
[b]Berliner Appelschnee[/b] für euch, gedacht für alle, die Abnehmen wollen,
[b][size=2]AAABEEER!!!!!![/size][/b] auch für Leute geeichnet, die unter kleineren Suchtattacken leiden, mit eenmal z.B. inne Küche stehn, wo früher die Zijaretten lagen, und denen da erst einfällt, Quatsch, roochst ja nich mehr, Dummbatz. Wer da nu kurz nich weiß, wat weiter machen und wie weiter machen, nascht einfach nen kleenen Teelöffel von meim Berliner Appelschnee, der lässt solche Sünden zu.
[b][color=red][size=2]Zutaten:[/size][/color][/b]
[*] 500 gramm Milch (Fettgehalt letztlich egal, ich habe nur 1,5% im Haus)
[*] ein mittelgroßer Tafelapfel (um ca. 125 Gramm) Menge relativ unwichtig
[*] 40 Gramm Apfelkraut, alternativ gleiche Menge Ahornsirup oder Wald- oder anderer Honig
[*] 1 Tütchen Vanillezucker
[*] 1 Tütchen Vanillepuddingpulver
[*] 500 Gramm Quark [b]MAGERSTUFE !!!!![/b]
Wer nun keines der Süßungsmittel im Haus hat, greift auf handelsübliche weiße Raffinade, also unsern juten alten weißen Streuzucker zurück, an der unten angegebenen Kalorienzahl ändert das nichts. Diese wurde berechnet auf der Grundlage der herkömmlichen Zubereitung von Vanillepudding mit Puddingpulver, bei der 40 Gramm Zucker verwendet werden.
[b][color=red][size=2]Zubereitung:[/size][/color][/b]
450 Gramm der Milch zusammen mit dem Apfelkraut und dem Vanillezucker in eine Kasserolle geben und mit dem Schneebesen kurz durchmischen, also Apfelkraut und Vanillezucker lösen, dann zum Kochen bringen.
In der Zwischenzeit zum einen den Apfel achteln, entkernen, die Apfelspalten dann in feine Scheibchen schneiden. In der restlichen Milch das Puddingpulver lösen.
Wenn die Milch kocht, einen [b]kleinen[/b] Teil des in Milch gelösten Puddingpulvers hinzugeben [b](WICHTIG: nicht alles, nur einen kleinen Teil)[/b], [b]dann erst !!!![/b] die Apfelscheibchen zugeben und unter Rühren langsam wieder bis zum Aufkochen erhitzen. Auf keinen Fall die Apfelscheiben ohne Puddingzusatz in die kochende Milch geben, je nach Fruchtsäuregehalt eurer Äpfel könnte die Milch gerinnen und ihr steht vor unappetitlichem Rührei.
Erst wenn die Masse erneut kocht das restliche in Milch gelöste Pulver zugeben und zu einem Pudding kochen. Keine Angst, wenn euch der Pudding von seiner Konsistenz eher an eine Vanille Soße erinnert als an Vanille Pudding. Das liegt kurz erklärt daran, dass die Apfelscheiben zusätzliche Flüssigkeit abgeben und mit dieser Inhaltsstoffe, die wie eine Art Gegengift auf das Puddingpulver wirken.
Sowie ihr das soweit habt, gebt ihr die fertige Apfel- Puddingmasse bitte in eine größere Rührschüssel und lasst dort die Masse langsam und sanft auskühlen [b](WICHTIG: nicht im Kühlschrank auskühlen)[/b], da die Restwärme der Masse die Apfelscheibchen noch etwas mürber machen soll.
Wenn die Masse dann ausgekühlt ist, hebt den Magerquark unter, und ihr habt etwa um die 1,2 Kilogramm Berliner Apfelschnee, der einen Nährwert von nicht mal 84 kcal pro 100 Gramm enthält und euch darüber hinaus mit Vitaminen, Proteinen und für den Körper durchaus wichtigen Mineralstoffen beliefert. Da darf man ... und Frau auch ... schon mal ab und zu einen Teelöffel von Naschen, ohne deswegen nun schlimmste Befürchtungen haben zu müssen.
Wers noch etwas luxuriöser haben will, kann der zu kochenden Milch zum Beispiel noch Mandelstifte oder Mandelhobel zugeben. Sofern nicht ganze Tüten von 250 Gramm dabei verwendet werden, ändert es an der Kalorienzahl wenig.
Leichte Grüße aus dem Plänterwald sendet Daniel, der durchgeknallte Nudelschubser ... nee ...
keine Nudeln, zu viele Kohlehydranten oder so, lieber Apfelschubser