Liebes Tagebuch,
es ist nach 0.00 h.
Vor genau 3 Monaten war am 21.02. mein erster rauchfreier Tag.
Und morgen am 22.05. kann ich auf 90 rauchfreie Tage zurückblicken.
Ich kann jeden, der ans Aufhören denkt oder aufgehört hat, in seinem Beschluss nur bestärken.
Es ist ein befreiendes Gefühl, nicht mehr rauchen zu müssen.
Natürlich kommt immer mal wieder die Suchtstimme aus ihrem Verlies gekrochen und versucht, mich zum Rauchen zu verführen. Aber sie schafft es nicht, Suchtdruck bei mir zu erzeugen. Sie erinnert mich lediglich immer wieder daran, in welchen Situationen ich früher geraucht habe mit "Ich muss meine Zigaretten noch einpacken.", "Jetzt eine rauchen.", Normalerweise hätte ich jetzt geraucht.".
Und ich kann sie relativ schnell wieder in ihre Ecke zurück schicken.
Ich wünsche jedem, dass er/sie möglichst schnell dahin kommt, dass das Rauchen nicht mehr fehlt.
Mir hat da geholfen, den Rauchstopp von Anfang an nicht als Verzicht auf, sondern als Befreiung von Zigaretten zu sehen. Und wenn es mir an einem Tag schlecht gegangen wäre, dann hätte es viele Ursachen haben können. Es hätte gar nichts mit dem Rauchstopp zu tun haben können.
Also wollte ich mir keine Sätze sagen wie "Ich bin müde ..., ich habe Kopfschmerzen ..., ich bin deprimiert ..., ich habe miese Laune ..., weil ich nicht mehr rauche."
Dann eher "Ja, ich bin ..., und mein Suchthirn versucht, das nun auszunutzen. Es versucht mir einzureden, dass eine Zigarette mein Problem sofort behebt."
Zumindest habe ich es mit Hilfe dieser (ja ziemlich rigoros angewandten) Methode geschafft, bisher relativ leicht rauchfrei geblieben zu sein.
Nun werde ich versuchen, noch ein bisschen zu schlafen. Ich habe am Tag eine größere OP beim Zahnarzt vor mir und hoffe, dass ich vor lauter Bammel ein Auge zutun werde.
Zumindest hindert das Rauchen nicht die Wundheilung 😊.
Liebe rauchfreie Grüße Kyra