Liebes Tagebuch,
heute beginnt der 5. Monat meiner Rauchfreiheit.
Und ich bin sehr optimistisch, dass mich diese Freiheit den Rest meines Lebens begleiten wird.
Nein, ich habe keine Angst bei dem Gedanken, nie wieder zu rauchen, es kommt eher eine innere wohltuende Wärme auf.
Warum sind mir die Versuche in der Vergangenheit nicht gelungen?
Ich habe mit 25 Jahren einfach nur so aufgehört.
Während der Schwangerschaften habe ich aufgehört in dem Wissen, dass ich wieder anfangen kann.
Oder ich hörte auf, weil mein Mann aufgehört hat.
All diesen Versuchen ist gemein, dass ich mich vorher nicht mit der Sucht befasst hatte.
Ich habe mir nicht bewusst gemacht, was das Gift in meinem Gehirn verursacht. Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, wie ich zur Stabilisierung des Nichtrauchens neue Verknüpfungen im Gehirn herstellen kann.
Ich empfand Verzicht, ich war auf Rauchende neidisch.
Ich habe mir die Endgültigkeit der Entscheidung nicht bewusst gemacht. (Nur 1 Zigarette und ich bin wieder dran! Die Sucht ist nicht heilbar, sie wird mich bis ans Ende meines Lebens begleiten, ich kann sie aber stoppen.)
Ich hatte keine Selbsthilfegruppe, die mich in meinem Entschluss bekräftigt.
Ich habe nur nicht geraucht.
Und einfach Nichtrauchen reicht nicht.
Mein jetziger Rauchstopp fühlt sich für mich anders an, irgendwie richtiger.
Aber ich werde immer achtsam bleiben dürfen, denn such ich bin natürlich nicht vor der Versuchung, einem Rückfall gefeit.
Liebe möglichst für immer rauchfreie Grüße Kyra