Guten Morgen Anika, bist du noch da?
Dein Zähler funktioniert noch, aber ist es nur die Maschine, die noch nicht abgestellt ist, oder ist es die Wirklichkeit. Dein letzter Satz hallt wie in einem hohen Gewölbe, in meinem Gedächtnis nach: „Ich sehe mich schon als Verlierer“ ...Verlierer....Verlier...Verl...Ve …..
Wer sagt denn so etwas? Du rennst, stolperst, strauchelst, fällst, robbst am Boden weiter, findest wieder Halt, stehst auf, rennst weiter, aber diesmal nicht stupide geradeaus, sondern mit ein paar Luftsprüngen dazwischen, ein Ausfallschritt da, ein kurzes Innehalten dort. Bau ein paar Tanzschritte mit ein.
Und auch wenn dir nicht zum Lächeln ist, lächle! Dafür hast du eine Gesichtsmuskulatur, die funktioniert auch, wenn der Kopf sagt mir ist elend. Zieh die Mundwinkel nach oben, und schon geben deine Nervenzellen das Kommando: Dopamin austeilen! Mach mal, es funktioniert. Stell dich vor den Spiegel und lächle dir 5 Minuten zu.
Oder nimm ein kleines fröhliches Lied mit auf die Reise, ein Text der dich zum schmunzeln bringt.
So wie mir der Text von Gerhard Schöne immer einfällt, wenn ich gestolpert bin:
„Ich bin glücklich, glücklich, glücklich,
mein Radieschen war vorzüglich,
prächtig wärmte mich die Sonne,
bin lebendig lebenslang.
Und es zuckt mir in den Füßen,
möchte tanzen mit der (dem) Süßen
und mit ihr (ihm) phantastisch schmusen
Gott im Himmel vielen Dank.“
Oder pfeife deine eigene kleine Melodie. Nimm einen Rhythmus in dich auf, und swinge dich durch den Tag.
Es gibt so viel schönes, auch ohne Substanzen. Lass bei den Substanzen einfach das Subs weg, dann bleibt dir das tanzen.
Ich wünsche dir einen fröhlichen Tag
Durchhalteparolen aus der Zelle 7
Anton