Heute vor genau 4 Monaten war mein erster Nichtrauchertag. Für mich ein Grund zur Freude und stolz auf mich zu sein :lol:. Und das bin ich, trotz meiner – hoffentlich – derzeitigen Einschränkungen.
Ich habe mich gar nicht so sehr vorbereitet, wie beim letzten Versuch ab November 2024 (Hypnose, 6wöchiger Kurs, Buch Allen Carr), der letztendlich nach 3 Monaten gescheitert ist. Damals haben die Psychopharmaka ihre Wirkung verloren, und mir ging es extrem schlecht und litt an sehr starkem inneren Druck. Außerdem gab’s dreimal einen Ausrutscher.
Diesmal hielt die Wirkung der neuen Antidepressiva an, auch wenn diese ein wenig nachgelassen hat. Und daher schaffte ich es bis hierher.
Ich bewundere jede/n, die/der es trotz bestehender Depression und Angsterkrankung schafft. Ich empfinde Antidepressiva weit nicht so gefährlich wie das Rauchen.
Diesmal fiel mir der Stopp daher gar nicht so schwer. Das liegt sicher auch an unserem tollen Jänner:locotoy: mit dem regen Austausch. Auch wenn es schon um einiges ruhiger wurde, aber das ist wohl nach vier Monaten ganz normal. In der ganz heiklen Zeit halfen mir die Beiträge der verschiedenen lieben Forist*Innen :balloonsheart: und natürlich die unseres tollen Lotsen Klaus :balloonsheart: sehr gut.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich je wieder anfange.
Obwohl es schon noch so ist, dass dann und wann das Gefühl auftaucht, es fehlt mir was :-?.
Ebenso darf ich noch nicht daran denken, NIE mehr zu rauchen. Also bleibe ich bei unserem Jännerzug-Motto: Heute rauche ich nicht, heute rauchen wir nicht.
Und natürlich ist es klar, dass ich nikotinabhängig bleibe. Eine einzige Zigarette, nein, schon ein einziger Zug lässt die Sucht wieder aufleben und Nika:evil: klopft wieder an.
Gestern war ich nochmals beim Kardiologen. Beim ersten Mal war ich ja aufgrund der Diagnose so durcheinander, dass ich gar nicht richtig zuhören konnte. Gestern sprachen wir den bisherigen Befund durch. Abschließend könne man aber erst nach der CT-Untersuchung mit Kontrastmittel genaueres sagen.
Die kleine Wanderung, die ich heute mit einer Frauengruppe machen wollte, habe ich auf sein Anraten schweren Herzens abgesagt. Auch ins Fitnessstudio soll ich erst mal nicht gehen und darauf achten, dass mein Pulsschlag 110 nicht übersteigt.:cry:
Es ist zum Haare raufen, aber momentan muss ich mich halt mit Spaziergängen in der Ebene oder leichten Steigungen begnügen. Schwimmen geht aber vielleicht auch.
Vor einer Woche kam mir der Gedanke, dass, wenn ich nicht aufgehört hätte, mich vielleicht ein Herzinfarkt oder Schlaganfall niedergestreckt hätte.
Und noch etwas vielleicht Positives sehe ich in der ganzen Situation, und zwar, etwas langsamer zu leben und zu gehen, etwas mehr in der Umgebung herumschauen, sich mehr Zeit zu nehmen, mit Menschen zu plaudern.
Ich fühle mich heute zufrieden, und dafür bin ich dankbar.