Ich ging heute mit einem Bekannten eine kleine Wanderung rauf auf einen Berg (290 hm). Wieder unten saßen wir auf einer Bank und plötzlich merkte ich, dass mein Handy weg war. Mein Bekannter fuhr mich wieder hoch soweit es möglich war, den Rest musste ich gehen, nochmals ca. 50 hm steil rauf auf den „Gipfel“, wo ich wusste, dass ich es noch dabei hatte.
Beim Abstieg hielt ich Ausschau. Ich traf auf ein älteres Paar und fragte sie, ob sie ein Handy gefunden hätten. Die Frau meinte, nein, aber sie rufe immer um Hilfe den hl. Antonius an, wenn sie was sucht. Ich bin nicht katholisch gläubig, bat ihn aber trotzdem um Hilfe bei der Suche (Hilft’s nichts, dann schadt’s nichts, ist hier ein Sprichwort). Es war ja kaum jemand unterwegs, aber nach ein paar Minuten traf ich auf eine Frau, die ich darum bat, meine Nummer anzurufen. Und ganz leise hörten wir was. Sie rief nochmals an und dann fand ich es im Gebüsch. Sie freute sich seeehr mit mir und ich erst.
Hmmm, dieses Erlebnis zusammen mit dem hl. Antonius war schon sehr speziell heute.
Gefreut hat mich außerdem folgendes: Ich spürte während der ganzen großen Aufregung, gepaart mit Nervosität (ein Wahnsinn, wie abhängig man inzwischen von diesem blöden Smartphone ist) kein Verlangen nach einer Zigarette, um mich zu beruhigen. TOLL
Aber seit ca. 10 Tagen habe ich ein „Problem“, das mich nervös macht und wahrscheinlich der Grund ist, warum ich in den letzten Tagen vermehrt Verlangen spüre. Es ist eben dieser Bekannte.
Eigentlich ist es ja was Schönes: Im Fitnesscenter lernte ich diesen sportlichen Mann kennen, der sich ernsthaft und sehr für mich interessiert. Ja schon, er interessiert mich auch, aber für mich ist die Zeit des Anfangs einer Beziehung inkl. Verliebtheit pure Unruhe und Stress. Das traue ich mir nach gut 4 Monaten Rauchfreiheit einfach nicht zu. Ist es nicht ein Wahnsinn, was die Nikotinsucht anrichten kann???
Für mich ist derzeit in meinem Leben das Allerwichtigste, dass ich rauchfrei bleibe und sich das so stabilisiert, dass ich mir so halbwegs sicher sein kann, NIE mehr wieder in die Nikotinfalle zu fallen. Dem ordne ich jetzt alles unter.
Abgesehen von all diesen Aufregungen freue ich mich sooo, dass ich heute diese teilweise sehr steil ansteigenden 290 hm gut bewältigt habe. Noch nicht ganz so, wie vor meinem Rauchstopp, aber auf alle Fälle viel besser.