Heute hat die 13. Woche angefangen. Bis auf die gedrückte Stimmung läuft der Rauchstopp ganz gut. Ja, die Wirkung meiner Antidepressiva haben etwas nachgelassen, aber helfen noch.
Speziell morgens nach dem Aufwachen bin ich deprimiert, dann wird es langsam besser.
Heute plante ich einen Besuch ohne Termin beim Lungenarzt, um mir eine Überweisung zum Lungen-CT zu holen und außerdem eine Verschreibung eines Inhalators zu bekommen (zahlt meine Kassa ab COPD 2). Davon erhoffe ich mir, dass sich ein möglicher zäher Schleim in den Bronchien löst, ich abhusten kann und diese unerklärliche Atemnot seit dem Rauchstopp besser wird.
Ich entschied mich, mit Bus und Zug zu fahren, stieg aber viel früher aus und spazierte flott 1 ½ Stunden durch ein herrliches Moor direkt an einem See zur Praxis. Das baute mich ungemein auf, die Natur war sooo schön, auch wenn ich wieder sehr die Verschlechterung meiner Lunge spürte und daher viel langsamer gehen musste. Ich weiß, es klingt verrückt.
Gestern erzählte mir meine Psychotherapeutin, dass sie dieses Jahr plötzlich eine Pollenallergie bekam. Vielleicht ist auch hier die Ursache zu finden.
Dann in der Praxis kam ich nicht zu dem jungen, neuen, freundlichen Lungenfacharzt, sondern musste zum „Alten“ (wohl einer der alten Schule). Trotzdem ich ihm von der Verschlechterung erzählte, bestand er darauf, dass der CT-Termin erst im Juli sein „darf“ und nicht schon im Juni. Ja und ob er mir den Inhalator verschreibt, dafür müsse ich mir einen Termin geben lassen. Den hab ich jetzt erst in 2 Wochen. Dann möchte ich auch einen Allergietest.
(Der junge Arzt saß übrigens in der Anmeldung herum, fast so, als ließe ihn der „Alte“ nicht ans Ruder. Ist aber nur eine Interpretation von mir)
Ich habe mir ein Eukalyptusöl gekauft und versuche mal mit einem Topf heißem Wasser zu inhalieren.
Diese Erfahrung mit dem Arzt heute hat mich natürlich wieder niedergedrückt. Gerade jetzt brauche ich gute ärztliche Begleitung.
Natürlich bleibe ich trotzdem rauchfrei. Nie hatte ich wirklich größere Probleme beim Wandern gehabt, blieb bei Bergwanderungen meistens unter der angegebenen Zeit auf den Schildern. Darum bin ich auch jetzt so schockiert und frage mich, ob sich das innerhalb eines halben Jahres derart verschlechtern kann.