Hallo Eva,
es ist sooo schön, wenn der Rauchstopp im Großen und Ganzen leicht gelingt. Umso mehr bewundere ich alle, die trotz Craving sich von der Suchtstimme nicht zur "eine ist nicht so schlimm, eine hilft dir jetzt" - Zigarette verleiten lassen. Andererseits tut es mir jedes Mal weh, wenn ich lese, dass das Nichtrauchen so anstrengend ist, die Stimmung runterzieht usw.
Daher wünsche ich mir total, dass du die derzeitige schwierigere Phase vom Nikotin unbeschadet durchstehst. Kannst du da deine Medikation ändern, bevor es schlimmer wird? Ich bin so passend eingestellt, dass ich durchgehend eine stabile positive Grundstimmung habe. Aber ich habe auch vor knapp 5 Monaten die Reißleine gezogen, bevor mich die sich schleichend in mir eingerichtete Depression ganz verschlingen konnte.
Was hast du denn an für dich schönen Alternativen, die du umsetzen kannst, wenn dich das Rauchverlangen nervt oder es seine Rituale einfordert?
Ich massiere mir z.B. nun nach dem Frühstück meine Nägel und die Nagelhaut mit einer Aprikosencreme anstelle der ersten Morgenzigarette. Mittlerweile vergesse ich sogar schon mal, dass ich doch eigentlich immer eine geraucht habe. Und meine Nägel sehen schön gepflegt aus, zumal sie auch nicht mehr vergilbt sind.
Was mir auch hilft, ist es, die Suchtstimme sofort in ihre Schranken zu verweisen. "Hau ab, ich rauche nicht." "Halt die Klappe." Und wenn sie weiterhin nörgelt, ebenso weiterhin ohne Diskussion zurückweisen.
Mit dieser Methode habe ich auch mein abendliches Verlangen nach einem Bier seit fast 5 Monaten im Zaum gehalten. Da stammt auch das Teetrinken her. Die Zubereitung eines schönen losen Tees (Earl Grey, Rooibistee Vanille, Rooibostee Sahne-Karamell,) und die Konzentration auf das anschließende Trinken ersetzten (und ersetzen immer noch) das erste "Feierabendbier".
Ich bin also keine typische aus dem Norden stammende Teeliebhaberin, sondern eine waschechte Westfälin.
Du kommst aus Österreich, wenn ich das richtig mitbekommen habe? (Oder habe ich da eine andere Eva im Kopf?). Mein Mann und ich machen regelmäßig eine Städtetour. Im Herbst geht es nach Wien.
Jetzt bald machen wir eine Kreuzfahrt. Das wird nich eine richtige Herausforderung in Bezug auf Alkohol und Nikotin. Gott sei Dank raucht mein Mann seit 13 Jahren nicht mehr und wird mir zu Liebe auch auf Alkohol verzichten.
Puh, nun habe ich dich aber genug vollgetextet und mich noch nichtmals für deine Glückwünsche bedankt, was ich hiermit nachhole.
Dir darf ich ja morgen auch gratulieren ... zu 80 qualmfreien Tagen. Da kannst du richtig stolz drauf sein.
Und wir werden uns in 20 Tagen hier zu 75 und 100 rauchfreien Tagen gratulieren dürfen.
Ich freue mich schon darauf.
Liebe Grüße Kyra