20.07.2025
12:05 Uhrbearbeitet:
20.07.2025
12:06 Uhr
[quote=...oderso]
Also, was mich seit einiger Zeit echt umtreibt ist, dass offensichtlich ziemlich viele Menschen wieder rückfällig geworden sind und das nach Jahren (!) als „trockene“ Raucher…und das macht mich echt fertig und traurig…(by the way, hatten wir nicht mal ein Rückfall-Thread ?)
Für mich ist es ja mein erstes Aufhören und bisher toi, toi, toi…Ja, ich weiß, es ist eine Sucht, wir sind süchtig und…und…und…
Aber irgendwie verstehe ich es trotzdem nicht, dass wirklich „gestandene“ Nichtmehrraucher -innen wieder anfangen, auch nicht, wie es dazu gekommen ist, warum und wie sie sich dabei fühlen...
Es müssen keine Ahnung was für Trigger sein, die dazu führen, dass man wieder anfängt…Ich frage mich jedesmal, was mich dazu bringen könnte…und das empfinde ich als quälend...
Und das ist alles auch so spooky für mich, da es meine Vorstellungskraft übersteigt (wirklich ? mmh, naja), und das macht mir erst recht totale Angst und wirkt gefährlich und verunsichert mich…, obwohl ich nach meinem Verständnis absolut demütig gegenüber meiner Abhängigkeit agiere.
Wenn ich andere Raucher sehe, sowie neulich an der Bushaltestelle, wo sie sich eine anstecken, da es in 4 Minuten bis zur Abfahrt zu schaffen ist, eine durchzuziehen, dann amüsiert mich das und ich finde es einfach unglaublich, daneben zu stehen und gleichzeitig hier im Forum zu lesen; dies ist wirklich eine skurrile Situation…probiert es mal aus…
Und dieser Geruch ist abartig, dem versuche ich schon rein instinktiv (ohne drüber nachzudenken) zu entgehen, genauso wie ich nicht neben einem offenen Güllewagen stehen könnte…
Aber dieses dunkle Ahnung, die wie eine Wolke über mir schwebt, ich könnte die Nächste sein, die wieder anfängt....oh, oh, oh...., puuuh, not nice...:cry:
Allerdings käme bei mir ein Wiederanfangen einem Selbstmord auf Raten gleich...und da habe ich echt kein Bock drauf, keine Sorge...:smilie:
[/quote] Liebe oderso,
Ich bin heute beim Stöbern im Forum in diese wundervolle WG hier gestolpert und dabei auch auf diesen Post von Dir gestoßen.
Deine Zeilen haben mich zum Nachdenken über meinen Wiedereinstieg in die Sucht gebracht und folglich zu der Frage, welchen Tipp ich Dir geben kann, sollte es einmal eng werden bei Dir. Ich bin der Überzeugung, dass es bei mir mangelnde Achtsamkeit mir selbst gegenüber war. Ich hatte mich immer mehr in meiner Resilienz geschwächt - teilweise sehenden Auges ob der enormen Anforderungen im RL. Wenn anderes wichtiger geworden ist als du selbst, dann will Mensch zurück in alte Muster, die scheinbar oder eventuell wirklich irgendwie geholfen haben oder eine Art vermeintliche Sicherheit in sich bargen. Vermischt mit einem „mir-ist-jetzt-alles-egal-Gefühl“!
Achtsamkeit ist ein wichtiger Schlüssel um bei sich bleiben zu können. In jeder Situation - ob schwierig oder leicht, ob lustig oder ernst...
Ich kann aber auch Entwarnung geben: Solltest Du, egal in welchem Moment oder egal in welcher Situation spüren, dass Du nicht mehr Deine, Dir eigene innewohnende Selbstfürsorge leben kannst, dann greifst Du noch nicht gleich zu einer ersten Zigarette. Dann allerdings solltest Du aufhorchen und in Dich gehen. Was läuft da gerade schief? Welch ein Trigger im Außen kickt gerade Dein Sein in Deinen Grundfesten? Diesen Moment habe ich im vergangenen Jahr verpasst!
Also, bleib achtsam bei Dir. Und ich spüre diese Achtsamkeit bei Dir - hier beim Lesen - überall wo ich Dich lese. Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben, dass mache Dir immer wieder bewußt.
Alles alles, Liebe Dir,
Von :balloonsheart: Klicker