Mein gestriger Morgen
Während andere schlafen und mein Sohn bei seiner Freundin Anna ist: meine Katze Mojo kuschelt sich aufdringlich neben mein Kopfkissen. Ich finde, halb sechs ist zu früh und stehe nicht auf, um sie zu füttern. Starker Geruch aus Richtung Katzenkasten weht um meine verstopfte Nase. Mojos Tochter Luna kommt in mein Zimmer mit rutschender Bewegung. Es dauert etwas, bis ich verstehe, was sie da auf meinem Bettvorleger macht. Die zwei dort bereits liegenden Ködel helfen meinem müden Verstand. Ich räume Vorleger und Ködel weg. Da Luna etwas verkrampft auf meiner Wollkiste liegt, ahne ich übles, gehe aber erst mal wieder ins Bett. Lucy, Lunas Schwester, geht jaulend durch mein Zimmer. Ich scheuche sie weg. Der Pfleger von der über mir wohnenden Nachbarin kommt, knallt die Wohnungstür und begrüßt seine Patientin lautstark. Ich nicke ein. Ich werde wieder wach als Luna auf mein Bett springt. Ich prüfe mit der Hand ihren Hintern und stehe zügig auf. Im Bad ist auf das am Boden liegende Vorlegerchen gepinkelt. Ich entferne Lunas Ködel unter ihrem kläglichen mauen. Ich mache mir einen Kaffee mit Toast, setzte mich in meinen Sessel. Vorher öffne ich noch die Terrassentür. Die Katzen stürmen raus. Ich essen meinen Toast, Mojo stürmt rein, würgt und kotzt Gras knapp neben einem Teppich. Luna stürmt rein und kotzt über meine Handtasche - Gott sei Dank die alte - und noch einen Meter weiter. Nicht auf den Vorleger, denn den hatte sie ja schon beködelt und der liegt bereits in der Waschmaschine.
Fazit: das nächste mal schlafe ich bei Anna!