Hallo Liebe Forenmitglieder!
Ja, ich bin ganz neu hier und versuche mal einen Platz in eurer Community zu finden. Ich bewundere eure gegenseitige Untersützung. Die gegenseitige Hilfe macht es sicher vielen von uns einfacher. Beim lesen vieler Beiträge fällt auf, dass ihr euch schon alle kennt und echt gut vernetzt seid.
Ich muss zugeben, dass ich manchmal etwas schreibfaul bin und dass es auch Tage gibt an denen ich ohne Handy und ohne Internet unterwegs bin. Ja, Freiheit ist für mich manchmal nicht erreichbar zu sein. Früher war Freiheit mal Rauchen und machen was man will. Aus Freiheit wurde Sucht und schon wars das mit der Freiheit. :bang: Das ist eine meiner Motivationen. Ich möchte nur vorwarnen, dass Antworten auch mal etwas dauern können. Etwas heißt 2 -3 Tage. Wobei momentan bin ich so gut wie jeden Tag auf dieser Seite.
So, dann stell ich mich mal vor: Ich bin 31, rauche seit 16 Jahren habe 2 Kinder und habe mit so diversen Süchten ein Problem. Es ist mir schon peinlich, :oops: aber ohne Ehrlichkeit gegenüber euch Unbekannten, wird es wohl nicht einfach die richtigen Tipps zu bekommen. Um das Rauchen zu rechtfertigen habe ich mir immer gute Argumente zurecht gelegt. Z. B. beim Sport. Ich betreibe gerne und viel Bergsport (Klettern im Eis und Fels, Hochtouren, Trekking, Wandern, Skifahren). Meine Kondition ist ganz gut, und oft wenn ich auf andere warten muss, rauche ich eine. Also warum aufhören? Wenn ich doch gar keine Nachteile habe....Weil die Nachteile erst in ein paar Jahren kommen. Das ist ja das fiese. Bisher meine [b]Lüge Nr. 1: Sportler ist wer raucht und trinkt, und trotzdem seine Leistung bringt. [/b]
Mit solchen Vorwänden will ich mich nicht mehr anlügen. Zugegebnermaßen bin ich oft schwach und eher suchtanfällig. Vor einiger Zeit hatte ich eine MPU wegen kiffen.. Dann habe ich das mit den Drogen sein lassen, anfangs aus Zwang, den Frührerschein und die Arbeit nicht zu verlieren, dann kam langsam die Erkenntnis, dass ich es nicht brauche, und ja diese Art des Rausches erlebt habe und es sonst auch "nur" Sucht ist. Geholfen in dieser Zeit hat mir meine Familie und Zuneigung von Freunden aber auch meine Ersatzdroge, das Bergsteigen. Dann gibt es da noch den Alkohol. Ich trinke gern mal 2 bis 3 Bier (täglich!) unter der Woche...dann wieder mal ganz bewusst eine Woche, manchmal auch 1-2 Monate keinen Alkohl, um nicht noch eine Sucht an der Backe zu haben. Ich finde es anstrengend, immer dagegen arbeiten zu müssen. Würde ich mich gehen lassen, dann wäre ich jetzt an einem ganz anderen Punkt.
Zwischen Erkenntnis und Umsetzung ist noch ein tiefer Spalt. Diesen möchte ich überwinden. Vielleicht brauche ich dazu eure Hilfe. Seit 10 Tagen führe ich so ein Raucherprotokoll. Heute ist mein letzter Tag als Raucher, morgen beginnt der Start in ein gesünderes und auch bewussteres Leben. Hoffe ich.
Damit der Start auch klappt folgender Plan: Wochende + Montag als Brückentag + Dienstag als Feiertag = 4 Tage frei. Also weg vom Alltag, wo so viele Zigarettenfallen lauern. Geplant ist eine Bergtour über 4000 Meter, da gibts dann eh wenig Sauerstoff, viel Kälte so dass ich die Handschuhe gar nicht ausziehen will, und außerdem Gesellschaft von 2 Nichtrauchern und ich lasse alles was raucht daheim. Auch keine Notfallzigarette. Am Montag oder Dienstag komme ich zurück, dann wären hoffenltich die ersten und "schlimmsten" 3 Tage überwunden. In dieser Zeit werdet ihr auch erst mal nichts von mir lesen.
Ich melde mich sobald ich zurück bin. Vielleicht kommen ja ein paar Antworten von euch?
Hat eigentlich jemand von euch etwa den gleichen, bzw. ähnlichen Rauch-stopp Termin. Zusammen wärs vielleicht leichter?
Liebe Grüße,
da klettermax