Am 20.5.2026 habe ich mich endgültig entschlossen mit dem Rauchen aufzuhören.
Heute beginnt mein vierter rauchfreier Tag.
Ich weiss, dass ist erst der Anfang. Unzählige Male habe ich versucht aufzuhören. Manchmal waren es 3 Tage, manchmal 1 Woche, manchmal 4 Wochen und vor ein paar Jahren habe ich sogar 6 Jahre nicht geraucht.
Ich habe es nie richtig ernst genommen mit dem Aufhören. Klar hat es mich angestunken, dass ich es schon wieder nach dem Aufhören nicht geschafft habe und mit diesem Glimmstängel im Mund da sitze. Aber ich dachte mir auf der anderen Seite auch, dass es ja nicht so schlimm ist, ein kleines Laster zu haben. Denn viel geraucht habe ich am Tag ja nicht. In der Woche waren es 1 bis 2 Zigaretten am Morgen. Auf Arbeit habe ich überhaupt nicht geraucht. Nach der Arbeit hatte ich immer den schlimmsten Hieper bekommen. Schnell nach Hause oder wenn keine Zigaretten mehr zu Hause waren, schnell Zigaretten kaufen und dann nach Hause. Auf dem Balkon die Zigarette rauchen. Das war ein festes Ritual, um erst einmal "durchzuatmen" und herunterzukommen. Danach habe ich bis zum Abend noch 2 Zigaretten geraucht.
Am Wochenende waren es dann manchmal schon 7 Zigaretten am Tag.
Ich hatte keinen Husten, keine Atemnot, keine Beschwerden durch das Rauchen, also dachte ich mir, komm das ist doch nicht so schlimm.
Aber ich war sehr unglücklich, nicht davon loszukommen, immer wieder die selbe Schleife zu durchlaufen. Rauchen-Aufhören-Rauchen-Aufhören...
Was hat bloß dazu geführt, dass ich nach den 6 Jahren wieder angefangen habe? Es war eigentlich ein schöner Tag. Ich war mit meiner Schwester bei einem Holyfestival, das war ein magisches Erlebnis. Meine Schwester ist Raucherin. Nicht mal, das sie mich gefragt hat, ob ich eine Rauchen möchte. Nein, ich habe sie gefragt, ob ich sie mir eine Zigarette gibt und schwupps, ehe ich mich versah, hatte ich mein altes Raucherleben wieder zurück nach so vielen Jahren ohne Qualm.
Heute frage ich mich, wie es sein kann, dass ich nach so langer Zeit überhaupt Lust hatte zu rauchen.
Und diese Frage beschäftigt mich jetzt auch noch. Man muss sein ganzes Leben auf der Hut sein, denn nur ein kleiner Moment der Schwäche schickt dich wieder zurück in deine Abhängigkeit.
Ich habe mich hier zusätzlich zu einer anderen Raucherapp angemeldet, weil ich es wirklich ernst meine, aber dennoch Bedenken habe, ob ich jemals wirklich vom Kopf her davon weg komme.
Vielleicht gibt es unter euch auch jemanden, dem es so ergeht wie mir, dann würde ich mich über einen Austausch sehr freuen.
Ansonsten geht es bisher ganz gut mit dem Aufhören.
Liebe Grüße 🙂