Hallo,
vorhin habe ich hier so einiges über Belohnung gelesen. Mir fehlte auch anfangs die Belohnungszigarette ungemein. Vor allem nach der Arbeit. Und ich dachte, ich müsste erst lernen, mich anders zu belohnen. Ich denke auch weiterhin, dass die [b]bewusste[/b] Belohnung am Anfang des Entzugs wichtig ist, da man ja schon einiges an Kraft etc. aufwenden muss.
Witzigerweise ist mir aber jetzt aufgefallen, dass ich die Belohnung nach der Arbeit gar nicht mehr brauche. Ich denke überhaupt nicht mehr an Belohnung, sondern ich mache mir öfters anstatt zu rauchen, erstmal einen schönen Tee, wenn ich zu Hause angekommen bin. D.h. für mich, dieses sich selbst belohnen, brauchen wir Menschen gar nicht erlernen. Wir brauchen auch keine Selbstfürsorge erlernen, denn die ist uns in die Wiege gelegt worden. Ohne die können wir gar nicht überleben.
Von der ersten Sekunde an, wo wir auf der Welt sind, sorgen wir für uns. Wir schreien lauthals! Wir wollen gewärmt gewerden, wir wollen trinken, wir wollen gehalten werden. Und das zieht sich durch unser ganzes Leben. Wenn wir uns z.B. stoßen, halten wir [b]ganz automatisch[/b] unsere Hand an die schmerzende Stelle, um diese zu wärmen.., wir legen Hand auf.. wenn wir Hunger haben, essen wir, wenn uns kalt ist, ziehen wir uns was über usw. usw...
Leider hat uns die Zigarettenindustrie irgendwann eingeredet, dass Rauchen eine Art Selbstfürsorge wäre, in Form von Belohnung. Und genau da müssen wir nämlich unterscheiden, was uns wirklich gut tut und was nicht. Selbstfürsorge an sich, können und praktizieren wir jede Sekunde.
Uns noch einen schönen Tag! :flowerorange:
Biba