03.12.2025 11:48

Wo stehe ich?

36
36Beiträge
20.02.2026
14:27 Uhr
[b]Tag 36[/b] [b]Mein Lieber Kopf, eine Sicht ohne rosa Rote Brille....[/b] Was treibt mich seit gestern um. Ich weiß es nicht. Wo stehe ich? Wer bin ich? Die letzten 20 Jahre + wusste ich es. Immer mit einer Zigarette im Mund/Hand. Regulierung meines Stresses, Genusses, Freizeit einfach ALLES! Körperlich keine Benachteiligungen gespürt, bis auf letztes Jahr. Hier haben sich die Halsprobleme über Monate gezogen. Mandelentzündung, Rachenentzündung und endgültig einen Pilz im Hals. Ich bekam von meiner Ärztin gesagt, das ich bereits Ablagerungen in der Halsschlagader habe. Diese zu einem Schlaganfall führen können. Ja genau „können“ müssen nicht, genau das was ein Raucher als Ausrede nutzt um weiter Rauchen zu können um keine Schuldgefühle zu haben bzw. ein schlechtes Gewissen. Ja was hat es mit mir gemacht? Nichts! Zumindest vorerst, kleine Gedanken waren da, die wurden aber schnell weg geraucht. Denn ich rauche ja gerne, merke ja nix. Sport mache ich und habe keine Konditionellen Probleme. Kleinere Versuche gab es die hielten 3-4 Stunden, einfach nach dem „Volleyball“ gesagt ich kauf mir keine. Naja 2 Stunden später ist man dann doch zum Automaten gegangen und hat sich die Stengel geholt. Ein etwas „längerer“ Versuch ereignete sich dann glaub ich im Oktober, die „letzte“ um 9 Uhr geraucht, bis 17 Uhr durchgehalten, wieder zur Tankstelle gegangen. Was soll ich sagen das waren die einzigen Versuche seit 17 Jahren aufzuhören. [b]Sprung 17 Jahre früher: [/b] Mit meiner ersten Freundin war ich ca. ein Jahr zusammen und Sie meinte irgendwann mal solang ich Rauche küsst Sie mich nicht mehr. Ich habe dann einfach aufgehört. Hatte auch nach meinen jetzigen Erinnerungen keine Probleme damit gehabt. Einfach die letzte am Abend geraucht und dann 9 Monate nicht. Es kam leider anders, es ging zu Ende mit meiner Freundin und ich habe es heute im Kopf als wie wenn es gestern gewesen wäre. Ich stand beim Edeka an der Kasse und habe mir innerlich wirklich Wort wörtlich gesagt „Ich kaufe mir Zigaretten zur Sicherheit“. Warum? Heute weiß ich es nicht mehr. Ich weiß nur noch das es dann noch mehrere Stunden dauerte und ich erst gegen Abends die erste Zigarette rauchte. Sie schmeckte tatsächlich wie die erste meines Lebens. Hätte ich da die Wende geschafft würde ich heute nicht da stehen wo ich heute stehe, aber solche Situationen kennt glaub ich jede, zumindest jeder der diese Sucht hat. [b]Wieder im hier: [/b] Seit ca. 2024 schwebt mir zwar leicht im Kopf, das ich den Scheiß irgendwann lassen muss. Anfang November war Ich mit Freunden in Bratislava. Wir kamen gerade an und haben in einem Restaurant lecker Burger gegessen. Als wir draußen standen und eine rauchten, erzählte ich meinen Freunden von den Ärztlichen Themen. Woraus sich eine „Wette“ entwickelte. Ich diese aber in dem Moment und meiner ganzen Woche Urlaub danach keine Beachtung geschenkt hatte. Plötzlich ging eine Gruppe in WhatsApp auf „Nichtraucher“, zu 3. waren wir in der Gruppe. Einer der wahrlich „nur“ ein Party/Gelegenheitsraucher ist. Er raucht auch manchmal Monate nicht, der andere ähnlich. Also bei beiden definitiv nicht der Konsum den ich verraucht habe. Gut die Gruppe war auf und irgendwie wuchs der Gedanke immer mehr. Aber ohne jeglicher Vorbereitung. Einzig dachte ich mir „Ich brauche Ersatzprodukte“ und dann wird das schon. So begann mein 2. Rauchstoppversuch in meinem Leben am 19.11.2025. Er lief genau 16 Tage und wenn ich im Nachhinein zu mir ehrlich bin hielt er jeweils immer nur 5-6 Tage. Am 7. Tag hatte ich 4 Zigaretten geraucht und am 11. tag fast 10 Stück. Das sind Rückfälle und kein Ausrutscher mehr. Am 5.12 habe ich dann komplett abgebrochen weil ich nicht mehr konnte. Ich war Psychisch am Boden. Ich habe mich dann entschlossen mir Hilfe zu suchen, darum bin ich an die LMU München rangetreten. Und habe da auch den Kurs ab 8.1.2026 gebucht und bis jetzt Erfolgreich teilgenommen. Jedoch, je näher dieser Termin kam. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute.....wurde ich immer nervöser, panischer, hab alles in Frage gestellt. Mein Kopf merkte es ändert sich was, es wird was endgültiges, es wird nie wieder so sein wie früher. Mein erster Tag des Rauchstopps und ja ich bin hier so verdammt ehrlich denn es hilft nichts sich in die Tasche zu lügen: Ich wollte nach 22 Stunden abbrechen. Ich bin durchgedreht. Der Parkplatz von unserem Netto gegenüber hat immer noch die Spuren im Pflaster, die ich im Kreise gelaufen bin. Ich konnte mir aber in den Arsch treten und zu sagen wenigstens diesen Tag schaffst du! So wuchs die innere Kraft, ich bin nicht der einzige der nach 7 Tagen in dem Kurs sagt: „Ich habs nicht geschafft“ Und nun kommen wir immer mehr zu dem heute, ich kämpfe von Tag zu Tag. Die ersten 7 Tage waren die Hölle, aber dieses mal wusste ich was kommt und was es ist. Nach jeder Welle war ein Stolz und Erleichterung zu spüren. Aber es war auch Müde und erschöpfugn da. Nach der ruhigeren 2. Woche kamen für mich die, zwar nicht mit so hohen Peaks bestückten 3. - 4. Woche. Die mir nach wie vor Mega viel Kraft gekostet haben. Was hat nun Woche 5 für mich parat gehabt? Ja die ersten 3 Ruhigen Tage, sogar mit der guten Inneren Ruhe. Warum dann das ganze? Das Ende klingt doch gut? Warum dann dieser Riesen Schweif...… Seit gestern und ja ich kenne nun (zmd. mein ich das), was alles in einem Entzug kommen kann. Aber es ist ein Gedankenkrausell das ich nicht beschreiben kann. Mein Kopf und ja da ich alles unverblümt schreibe, sucht nach Ausreden. Nach Auswege. Nicht mal nur alá „Ach die eine geht schon“, sondern versucht mich wirklich Ruhig zu machen um zu sagen, Schau ich bin dir nichtmal böse wenn du wieder rauchst. Du bist das nicht was du gerade machst oder versuchst dagegen anzukämpfen. Es ist die Rauchlust da, ja, diese nutzt er da richtig hart aus. Ich stelle mir die Fragen, die alles andere (wie „es wird besser“) in den Hintergrund Rücken lassen. Ich stelle mir die selben Fragen wie gestern. Ich weiss genau wenn ich es dieses mal nicht schaffen sollte dass dies nicht der letzte Versuch wäre das DEFINITIV nicht, aber für sehr lange Zeit definitv! Also nicht wie zwischen den 2. und 3. Versuch jetzt, wo nur wenige Wochen waren. Aber: Ich will 5 Wochen nicht in den Wind schießen. Ich will nicht aufgeben. Ich will weitergehen bis die Sonne scheint. Ich bin aber auch so ehrlich, das ich aktuell nicht weiss was kommt....und ob das alles so klappt wie ich mir das Vorstelle.
19.02.2026
15:15 Uhr
[b]Tag 35[/b] aus dem Januarzug übernommen: Guten morgen Ihr Lieben, seit gestern Abend ist :evil: bei mir wieder Aktiv. Nicht mit dem starken Craving, aber er kann gerade wieder sehr Stark die Zweifel sähen. „Schaffe ich es? Und wenn ja auch langfristig?“ „Bin ich stark genug?“ „Halte ich das alles aus?“ „Mache ich genug?“ „Ist der Wille stark genug?“ „Schau du hast ERST 5 Wochen!“ [b]NEIN ICH HABE SCHON 5 WOCHEN![/b] Er nutzt hier immer genau die Situationen wo ich Müde und erschöpft bin, nichtmal wenn ich eh „unglücklich“ bin. Gestern auf den Weg in den Sport, hatte ich so eine Gefühl zwischen den Augen, als müsste ich gleich losweinen. Wo kommt sowas her? Nehme ich diese nun einfach anders wahr und die Gefühle waren eigentlich schon immer da? [b]Heute rauche ich nicht! Heute rauchen wir nicht![/b] :butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly::butterfly: Was kann ich hier noch hinzufügen. Ich mache mir Gedanken, wie glaube ich fast jeder. Aber mache ich mir zu viele Gedanken? Seit Wochen dreht sich ALLES ja ALLES um diesen Rauchstopp. Cravings in Woche 1: Heftig übergehend in die erste Euphorie der Woche 2: leichte Wellen aber erträglich und aushaltbar. Woche 3 und 4: Holla die Waldfee, kein Tag ohne sogar 2 mal teilweise. Endete in den Sonntag mit 8 Stunden! Ja was folgt in Woche 5 nach dem vorerst letzten Sturm? Viele gute Tage / Momente, ohne Craving und Gedanken. Vereinzelt Melancholie. die mit Sport und Ablenkung weg ging. Doch was seit gestern Abend wieder über mir liegt, liest man oben und ich ergänze noch ein Gefühl: - Es kommt ein Verlustgefühl hinzu, als wäre was vertrautes schönes abhanden gekommen. Ich bin nicht deppresiv das weiss ich, aber die Stimmung fühlt sich traurig an. Im Wechsel zu mir gehts gut. Chaos Pur eben....
18.02.2026
15:35 Uhr
[b]Tag 34[/b] Ich weiss noch nicht genau was das hier werden soll....ein Tagebuch? Eine Feststellung was mein Körper, meine Seele mir an diesem Tag sagt? Ein kleines Revue zu Sonntag, meiner Dauer Schmacht über ca. 7-8 Stunden in einem Bereich von 3. Ja nicht hoch, aber die Dauer hat es Intensiv gemacht und Anstrengend. Nachdem gestern im Chat gefragt wurde was der Auslöser/Trigger war konnte ich keinen wirklichen Grund benennen. Weiter drüber nachgedacht. Kann es eine Verkettung von Ereignissen sein? Donnerstag - kleiner Autounfall (nichts tragisches, maximal Blechschaden) , Abends geblitzt worden. Freitag - Samstag Abend nichts großartiges passiert, außer RIESEN unruhe wegen der Faschingsfeier, die aber SUPER schön und lange ging. Sonntag - Ein Tag wo nicht viel ansteht, Ruhe ist, dennoch der Tag mit einem Spaziergang seit Rauchstopp beginnt. Kann so eine Verkettung die Donnerstag begann - Sonntags so Enden? Ist es einfach das Ende der Dauerhaften Welle die ab Beginn Woche 3 los ging und mit täglichen Craving vonstatten gin, das dies die letzte Auswucherung dieser lang gezogenen Welle war, so das letzte Aufbäumen? Ich weiss es nicht... Nova hatte es geschrieben im Januar Zug, ist es eine Ruhe alá ich warte auf das nächste Craving oder eine geniale Innere Ruhe? - Meine Antwort nachdem ich in mich reingehört hab: 2/3 geniale Ruhe gewesen 1/3 (Un)Ruhe alá wann kommt wieder was. Nach 2 Tagen Ruhe war :evil: heute früh vor Zahnartzt leicht da und Mittags leicht. Vor Zahnarzt, mit Spray gegengehalten (hier hatte ich keinen Bock dazuliegen und zusätzlich zu Schmachten) Mittags habe ich es beobachtet und war nicht lang da. Weitere Feststellungen die ich Spüre: Ich freu mich auf Volleyball, auf Zocken morgen Abend. Habe ich auch davor aber ich kannes gar nicht erklären, da war es ein Anker jetzt ist es wirklich drauf Freuen.
17.02.2026
14:06 Uhr
[b]Tag 33[/b] Was sind meine Gedanken heute? Eigentlich keine Schlimmen. Aber dennoch reichen Sie das ich aufgewühlt bin. [b]Warum? [/b]- Weiß ich nicht. [b]Geht es mir gut?[/b] - Ja das erste mal seit 2 Wochen ist seit gut 2 Tagen kein Craving aufgetaucht. [b]Unsicherheit?[/b] - Ja, unsicherheit vor einem neuen „Sturm“ [b]Wird wieder ein Sturm kommen?[/b] - Weiß ich nicht, muss ja auch nicht. [b]Angst? Wovor? [/b]- Vor Abends heimkommen, der Übergang in den Feierabend. [b]Mein neues ich?[/b] - Ist die Ruhe die Ich so angenehm wahrnehme mein neues Ich? [b]Schaffe ich es?[/b] - Warum stellt man sich diese Frage nur obwohl nichtmal ein Gedanke an eine Zigarette da ist? [b]Es kommt Ruhe! [/b] Dann kommen die Fragen von erneut, meine Brust kitzelt/kribbelt....Ich werde nicht nervös aber ruhig auch nicht. Ich versuche Abstand zu gewinnen, weiterhin Ruhe..... Fragerunde beginnt erneut. Feststellungen der letzten beiden Tage bzw seit Tag 30: - Sport wird immer besser - Sport ist ein richtig großer Genussmoment - meine nächste Belohnung sind neue Laufklamotten - Meine Atmung hat nochmal einen Schritt gemacht, ich kann einatmen ohne ein Blockade dabei zu spüren
15.02.2026
11:35 Uhr
[quote=frido | 14.02.2026 13:17] Hallo Bartmann, ich sehe gerade im vorbeigehen ? es stehen [SIZE=2][b]30 Tage[/b] auf deinem Rauchfreizähler?[/SIZE] Es freut mich für dich, dass du all diese Attacken, die dir deine Sucht immer wieder einredet, so wunderbar gemeistert hast. Ich denke immer wieder mal an die Geschichte Momo, an Beppo, den Strasenkehrer. Sein Motto lautet: ....man darf nie an die ganze Straße aufeinmal denken. Man muss nur an den nächsten Schritt denken, den nächsten Atemzug.... seine Philosophie, „Schritt-Atemzug-Besenstrichs“ ist auch auf dem Weg, in ein rauchfreies Leben, nach meiner Meinung sehr entscheidend. Ich wünsche dir auf deinem Weg in die Rauchfreiheit, alles erdenklich Gute. Liebe Grüße Herta [/quote] Hallo Herta, vielen lieben Dank für deine Worte. Sie zehren schon an den Kräften aber es ist gut zu wissen, das Sie gehen. Das zwischendrin immer das "normal" auftaucht und es das dann irgendwann soweit ist. Die Geschichte mit Momo fand ich auch gut. Die haben wir im Kurs vorgelesen bekommen und ich muss ich zwar immer noch dran erneut erinnern, aber es klappt immer besser. Diese Geschichte will ich nicht nur für dieses Thema hier mitnehmen sondern allgemein für andere Lebenssituationen. VG Bartman
14.02.2026
16:27 Uhr
Lieber Bartman, toll, wie du deine Anfangsversuche beschreibst und trotz Ausrutscher, bzw. Rückfälle am Ball geblieben bist. Tja, und jetz hast du schon [SIZE=2]30 Tage :fireworksblue:[/SIZE] geschafft und erlebst, wie es zwar ganz langsam, aber stetig leichter wird. So schön, dass wir gemeinsam im gemütlichen Jänner:locotoy: mit so vielen tollen Begleiter*innen und unserem klugen Zugführer Klaus dem freien Leben entgegenfahren.
14.02.2026
13:17 Uhr
Hallo Bartmann, ich sehe gerade im vorbeigehen ? es stehen [SIZE=2][b]30 Tage[/b] auf deinem Rauchfreizähler?[/SIZE] Es freut mich für dich, dass du all diese Attacken, die dir deine Sucht immer wieder einredet, so wunderbar gemeistert hast. Ich denke immer wieder mal an die Geschichte Momo, an Beppo, den Strasenkehrer. Sein Motto lautet: ....man darf nie an die ganze Straße aufeinmal denken. Man muss nur an den nächsten Schritt denken, den nächsten Atemzug.... seine Philosophie, „Schritt-Atemzug-Besenstrichs“ ist auch auf dem Weg, in ein rauchfreies Leben, nach meiner Meinung sehr entscheidend. Ich wünsche dir auf deinem Weg in die Rauchfreiheit, alles erdenklich Gute. Liebe Grüße Herta
18.01.2026
14:12 Uhr
Hallo Bartmann Dankeschön für deinen Besuch. Die erste Woche ist nicht einfach. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir Mut und Kraft. Das wichtigste beim Rauchstopp? Die nachste Zigarette wird [b] nicht [/b] geraucht. Ich wünsche dir einen schönen Sonntag
04.12.2025
09:40 Uhr
Guten Morgen zusammen, Vielen Dank für eure netten und aufmunternden Worte. :) Es hat gestern erstaunlich gut geklappt mit dem Kopf indem ich ihm sagte „du darfst ja rauchen, aber ich will keine“. Hing/hängt sehr wahrscheinlich auch damit zusammen, das ich am Vortag den Ausrutscher hatte (oder rede ich mir das wieder nur ein?). Mir ist auch bewusst sollte der Versuch weiterlaufen, muss dieses Taktik sehr schnell wieder weg und die Rauchmittel dürfen nicht so greifbar sein. Cravings hatten sich nur kurz gezeigt und ich konnte diese mit Atemübungen entgegenwirken inkl. Volleyball am Abend. Ich hatte auch vereinzelt sehr gute Momente an diesem Tag wo für wenige aber schon etwas längere Momente, einfach das normal da war. Erstaunlich jedoch immer wieder, wie der Kopf einem eintrichtern kann „Du willst ja gar nicht aufhören“. Grade als ich in der Arbeit ankam, war bis dahin alles ok. Als ich rein bin und einen anderen Kollegen sah wie er mit einen Kaffee Richtung „vor die Tür ging“…….ohlalala da war er wieder der Trigger……..und genau in diesen Momenten kommt dann der Satz im Kopf. Ich spiele Volleyball (2x die Woche) und Fußball (1x die Woche). @Nova2 Ich muss gestehen mein Start war jetzt mit keiner langen „Vorbereitungsphase“ bestückt. Sondern eher „Ich kaufe mir jetzt Pflaster und Probiere es ab morgen“. Da ich mich nicht wirklich damit beschäftigt hatte, haben mich am Anfang die Schmacht Gefühle und Cravings so hart getroffen oder besser gesagt überrascht. Auch waren dann natürlich keine Methoden da „wie komme ich da raus“. „Was mache ich wenn es besonders schlimm ist“. „Warum ist die Phase nun schon seit 10 Stunden fast durchgängig da?“ Was ich damit sagen will, da ich ein reiner Kopf Mensch bin macht man mit sich das alles aus……War es zu blind in den Versuch? Zu wenig vorbereitet? Wenn ich jetzt „aufgebe“ dann muss ich das alles nochmal von vorne „durchstehen“. Man redet so viel mit anderen Leuten auch die geraucht haben und teilweise Infos geben „ich war 3 Monate rauchreif und dann wieder angefangen“ oder konnte nach dem aufhören „teilweise nur mit Schlaftabletten schlafen“. Alles in allem kann ich mich seit Dienstag wieder ganz gut fangen und die Cravings/Schmachtgefühle entgegenwirken. Jedoch wenn ich daran denke „wie lang diese Gefühle so noch da sein können“…..kommt mein Kopf sehr zum Kämpfen. LG Bartman
03.12.2025
17:32 Uhr
bearbeitet:
03.12.2025
17:34 Uhr
Hey Bartman, schön, dass du da bist. Es ist wirklich eine fiese, gemeine Sucht. Das Verlangen kommt meist in diesen Wellen, die du beschreibst. Ätzend. Das Gute ist, diese Attacken werden seltener und irgendwann auch schwächer und kürzer. Leider dauert es ein wenig. Ob das ein Rückfall oder Ausrutscher ist, kannst nur du für dich einordnen. Ich finde, es ist irgendwie was dazwischen. Es ist ein Eiertanz, denn einerseits brauchen wir bissl Druck bzw. Durchhaltekraft, um nicht schwach zu werden, andererseits treibt uns zuviel Druck wieder zur Zigarette. Ich hab mich die erste Zeit sofort abgelenkt, raus aus dem Gedankenkarusell, bloß raus. Viel geschlafen, getanzt, Musik gehört. Versucht mich nicht zu bemitleiden, weil ich nicht rauchen darf. Trink Wasser, Tee, knete einen Ball, zieh an einem Strohhalm,hüpf rückwärts, mach Kniebeugen. Irgendwas. Hau diese Rachgedanken einfach weg. Super, dass du Sport machst. Das hilft total. Was machst du denn? Auch wenn du immer wieder zur Zigarette greifst - seh es viellecht als deinen Weg dich auf diese Art davon zu lösen. In kleinen Schritten. Deine eigene Ausstiegsstrategie. Hier lesen und schreiben hilft auch. Ich drück dir die Daumen, dass es bald leichter wird. Denn das wird es. Versprochen.
03.12.2025
13:23 Uhr
Hallo Bartmann Willkommen im Forum und danke für deine umfassende Geschichte. Du beschreibst sehr treffend wie die Tabak Sucht alle Register zieht um dich zurück zur Zigarette zu treiben. Die meisten Menschen hier werden ähnliche Erfahrungen kennen. Tabaksucht ist ein starker Gegner und es ist nicht einfach damit fertig zu werden. Ausrutscher, wie bei dir sind an der Tagesordnung. Rückfälle übrigens auch. Ich habe sehr viele Versuche gestartet um jetzt gut zwei Jahre rauchfrei zu sein. Also, mach dir keinen Kopf. Du verlierst nichts. Im Gegenteil. Du lernst. Du lernst, das Zigaretten eklig schmecken, das sie alles mögliche Schöne versprechen und nichts davon einlösen. Ein Raucher raucht nur aus einem einzigen Grund. Sucht! Hier findest du viele Berichte über Nikotin Entzug. Du kannst dich dem Monat Zug für Dezember anschließen. Da sammeln sich Menschen, die jetzt im Dezember ihren Rauchstopp starten. Entspann dich und schau dich hier gut um. Wenn du Fragen hast, oder Hilfe brauchst schreib es hier hinein. Hier bist du nicht alleine. Ich wünsche dir Mut und Kraft. Herzliche Grüße Klaus
03.12.2025
11:48 Uhr
bearbeitet:
03.12.2025
11:49 Uhr
Hallo an alle, Ich habe am 19.11 mich entschlossen mit dem Rauchen nach 21 Jahren aufzuhören. Nur in Kombination mit Nikotin Pflastern. Was für mich sehr erstaunlich war, das die ersten 7 Tage, anders als erwartet, für mich einfach waren. Doch dann kam Tag 7, ab dem Mittagessen kurz danach wie ein Vulkan über mich. Erst in dem Kopf, bis hin in den Brustkorb. Ich habe mit Entzugserscheinungen/Gefühlen die dir sagen „Komm rauch eine“ aufkommen, aber so……Niemals. Nach 6 Stunden dieses Gefühls und für mich zu diesem Zeitpunkt als „Rückfall“ / „Aufgeben“ gewertet hatte ich 4 Zigaretten geraucht. Ich kann diesen Moment nicht mal wirklich in Worte fassen, aber gut getan haben Sie nicht wirklich. Nach den 4 Zigaretten, inkl. Mich über mich selber ärgern habe ich die Schachtel wieder weg geschmissen und gesagt es ist kein „Rückfall“ sondern ein „Ausrutscher“ und bin zum Sport gefahren. Am nächsten Tag habe ich mich dann genauer damit befasst und bin auf die Worte Cravings und Schmacht gestoßen. So schön und So gut….. Donnerstag, Freitag liefen dann weiter ohne große Probleme. Samstag früh kamm das Schmacht Gefühl wieder auf…konnte dann aber durch eine beginnende Geburtstagsfeier verhindert werden größer zu werden. Jedoch ging es dann seit Sonntag los, das ich nicht mehr von den Schmachtgefühlen weg kam, selbst durch Ablenkung nicht mehr. Abends wurden diese zum Glück besser. Jedoch ging Montag das Ganze von vorne los. Durch viel lesen diesbezüglich dazwischen dachte ich, das bekomme ich in den Griff. Selbst der Sport am Abend konnte nicht wirklich dagegenwirken aber Sie waren zu diesem Zeitpunkt dennoch nicht vorhanden. Jedoch als ich meine normale Pause nach dem Sport gemacht habe ca. 30 Minuten um das Adrenalin vom Sport herunterzufahren bin ich ins Bett gegangen. Und hey siehe da, das Schmachtgefühl ist wieder da, es hat mich solange wach gehalten bis ich um 3 Uhr nachgegeben hatte und 2 Zigaretten geraucht hatte. Zurück im Bett, Effekt der Zigaretten „Warum hab ich das gerade gemacht“ der Geschmack ist eklig, Ende vom Lied, ich habe durch diese Aktion kein Auge zugemacht. Die 2 Zigaretten, als erneuten „Ausrutscher“ abgetan und durch den Fehlenden schlaf , hatte ich mich dazu entschieden einen Tag Urlaub zu nehmen. Dennoch nach einer anderen Morgenroutine als wie die tägliche bei der Arbeit, dachte ich komm war eine dumme Nacht. Der Tag verlief aber wie die 2 Tage davor, Schmacht über Stunden, kaum eine Pause wo keine Schmacht da war. Ich wusste nicht mehr vor und zurück, war auch den ganzen Tag bei meiner Mutter, aber auch diese Ablenkung hatte nichts gebracht (Nicht mit dem Auto sondern zu Fuß zu meiner Mutter gegangen/Reden etc). Bis ich mir aus dem Kopf raus zu mir gesagt habe, weil ich nicht mehr konnte „Ok du brichst jetzt ab“ du brauchst externe Hilfe (ich habe bereits gestern auch einen Termin für ein Beratungsgespräch angefragt). Habe dann zu den 2 Zigaretten am Vormittag ab 17 Uhr noch weitere 6 Zigaretten geraucht. Jedoch weiß ich gerade nicht wo steh ich? 23 Uhr hatte ich die letzte geraucht (nicht mit dem Beisatz das ist wieder meine letzte) Heute bin ich aufgestanden und habe bis jetzt Stand 12 Uhr keine geraucht und auch kein Verlangen gehabt, ich konnte die Cravings heute gut feststellen und entgegenwirken. Jedoch und darum weiß ich nicht wo ich stehe: Ich habe die Zigaretten von gestern noch (da ich mir gestern ja gesagt habe ich breche ab „alleine schaffe ich es nicht“). Sie liegen nur im Auto um eine „kleine“ Hürde zu haben, als Sie im Büro neben mir liegen und gleich Griffbereit sind. Pflaster hab ich keines mehr drauf, habe aber Kaugummis dabei. Was habe ich verloren durch diesen 2. größeren Ausrutscher oder ist das als Rückfall zu bewerten?
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