Lieber Christoph,
es ist wirklich beachtlich, mit welcher Energie Du nach Hilfe suchst, um den Absprung von der Kippe zu schaffen. Hast Du Dir denn schon sämtliche Hilfsangebote hier auf diesen Seiten angeschaut, um besser einschätzen zu können, von welchem Punkt aus Du eigentlich startest?
Weißt Du, wie hoch der Grad Deiner Abhängigkeit ist?
http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/machen-sie-den-test/zigarettenabhaengigkeitstest-fagerstroem/
Weißt Du, wie hoch Deine Motivation ist, die Kippe loszulassen?
http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/machen-sie-den-test/motivationstest/
Vielleicht magst Du Dich auch dienstags abends von 20.00 bis 22.00 Uhr mit anderen, die sich auf den Ausstieg vorbereiten oder sogar schon mittendrin sind, im Chat austauschen?
http://www.rauchfrei-info.de/community/chat/
Dort kannst Du Dich entweder mit allen in der Gruppe unterhalten, oder auch dem Moderator, einem Fachmann mit Spezialkenntnissen in der Suchttherapie, direkte Fragen stellen. Bei diesen Treffen sind Mitkämpfer aller Entwöhnungsstadien vertreten, Du solltest also durchaus jemanden finden, der Dir hilfreiche Tipps geben kann. (Der eine oder andere Lotse lümmelt dort normalerweise auch herum... :lol: )
Sollte Dir heute Abend ein wenig langweilig sein, kannst Du auch einfach einmal nach dem Fünfteiler von Dr. Stefan Frädrich googlen: "Nichtraucher in fünf Stunden". Er gehört nicht umsonst zu den "100 excellent speakers" und ist ein mitreißender Motivationstrainer, der Dich in dieser fünfstündigen One-Man-Show durch Fakten und Dialoge mit Günter, seinem inneren Schweinehund, vom Nicht-mehr-Rauchen überzeugen kann. Bei mir hat es geklappt, ich habe mir einzelne Folgen dieser Staffel anfangs sogar mehrfach angesehen. (Wußtest Du, dass der Manager eines amerikanischen Zigarettenkonzerns fristlos entlassen wurde, weil er sich weigerte, dem Tabak Rattengift beimischen zu lassen? Verhindern konnte er es nicht...)
Gibt es für Dich vielleicht auch eine Möglichkeit, den Blickwinkel auf den Rauchausstieg zu verändern? Du hast einige Male geschrieben, dass Du aus gesundheitlichen Gründen aufhören musst. Du wirst mir recht geben, wenn ich sage, dass so ein Satz landläufig in Gedanken mit "aber eigentlich will ich ja gar nicht" fortgeführt wird und Dir alles von Anfang an torpedieren kann. Könnte es Dir gelingen, Dir in Gedanken ein Leben ohne Kippe richtig positiv vorzustellen? Einfach nur als Gedankenspiel, völlig ohne Rücksicht darauf, ob Du Dir den Ausstieg momentan zutraust oder nicht. Es geht nur darum, ein sehr, sehr positives Bild von einem rauchfreien Leben im Kopf zu haben. Die Rauchfreiheit also als etwas wirklich Erstrebenswertes, Gutes, Tolles zu sehen, was Du für Dich gewinnen möchtest. Du merkst, worauf ich hinaus möchte? Auf den Austausch des verzweifelten "Ich darf ja nicht mehr rauchen!" durch ein magisches "Mensch, wird das ein großartiges Leben in Freiheit!" als "self-fullfilling prophecy".
So, jetzt höre ich auf, Dich zuzutexten, ich habe schon wieder einen ganzen Roman geschrieben. Wie wär´s, wenn Du Dich auf Dein Fahrrad setzt und Freundschaft mit fremden Hunden und ihren Herrchen oder Frauchen schließt? Mein bester Nicht-mehr-Raucher-Coach trägt auch Fell und war schon immer schlauer als ich - sie hat noch nie geraucht... :lol:
Liebe Grüße und einen schönen Rest-Sonntag, Brigitte :sun: