21. Oct 2026
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Ab und zu eine Zigarette – ist das wirklich so schlimm?

Zum Kaffee mit einer alten Freundin, gelegentlich auf einer Feier oder nach einem besonders anstrengenden Tag: Manche Menschen rauchen nicht täglich, sondern nur ab und zu. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, greifen sie zu – ansonsten verbringen sie rauchfreie Tage.

Regelmäßige Raucher und Raucherinnen beneiden diese „Spezies“ oftmals. Wie gerne würden sie selber weiter rauchen, aber eben (vermeintlich) kontrolliert und vor allem: weniger. Für sie fühlt es sich nach einem guten Kompromiss an. Und vor allem: So wenige Zigaretten können doch gesundheitlich nicht so sehr ins Gewicht fallen, oder? Ganz so einfach ist es leider nicht.

Wir stellen Ihnen heute drei Gründe vor, warum es sich lohnt, auch die „Ab-und-zu-Zigarette“ kritisch zu betrachten.

Grund Nr. 1:  Auch wenige Zigaretten belasten Herz und Kreislauf

Bei den gesundheitlichen Risiken des Rauchens gilt nicht einfach die Rechnung: halbe Zigarettenmenge gleich halbes Risiko. Gerade Herz und Blutgefäße reagieren bereits auf geringe Mengen Tabakrauch. Deshalb kann auch ein geringer Zigarettenkonsum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöhen. So kam eine große Studie zu dem Schluss, dass bereits eine Zigarette am Tag das Risiko eines Schlaganfalls verdreifachen kann. Die gleiche Untersuchung ergab, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer Herzkrankheit durch die tägliche Zigarette verdoppelt. Wenige Zigaretten haben also ein verhältnismäßig hohes Risiko, das Herz-Kreislauf-System zu schädigen.

Grund Nr. 2: Beim Krebsrisiko gibt es keine „sichere“ Menge

Beim Verbrennen von Tabak entstehen zahlreiche gesundheitsschädliche Stoffe, darunter auch krebserregende Substanzen. Das bedeutet nicht, dass eine einzelne Zigarette sofort krank macht. Grundsätzlich gilt jedoch: Auch Menschen, die nur wenig oder gelegentlich rauchen, haben statistisch ein höheres Krebsrisiko als Menschen, die nicht rauchen. Anders formuliert: Es gibt keine sichere Anzahl von Zigaretten, bis zu der das Rauchen als gesundheitlich unbedenklich gelten könnte.

Grund Nr. 3: Aus „nur dieser einen“ kann (wieder) mehr werden

Dieser Grund ist besonders wichtig für Menschen, die früher regelmäßig geraucht und ihren Konsum inzwischen stark reduziert oder bereits ganz aufgehört haben. Vielleicht kennen Sie solche Gedanken: „Eine kann ich mir heute erlauben.“ Oder: „Ich habe das Rauchen inzwischen im Griff.“ Das Problem dabei: In der Regel hat sich die Zigarette über viele Jahre mit bestimmten Situationen fest verbunden – mit dem Kaffee, einer Pause, Stress, Alkohol, Geselligkeit oder dem Feierabend. Eine einzelne Zigarette kann solche alten Verknüpfungen wieder aktivieren. Und Nikotin kann dafür sorgen, dass das Verlangen nach weiteren Zigaretten wieder stärker wird.

Gerade nach einem Rauchstopp ist deshalb Vorsicht bei der Vorstellung geboten, künftig nur noch „kontrolliert“ oder gelegentlich zu rauchen. Nicht umsonst ist eine der wichtigsten Erkenntnisse unserer Userinnen und User aus der rauchfrei-Community: „Nie wieder nur die eine“.

Am besten rauchfrei 

Fazit: Je weniger Tabakrauch Sie einatmen, desto besser. Eine Art „unbedenkliche Dosis“ gibt es bei Zigaretten jedoch nicht. Der Rauch einer Zigarette enthält über 7.000 verschiedene Substanzen – 250 davon gelten als gesundheitsschädlich, etwa 90 als „krebserregend“ oder „vermutlich krebserregend“. Mit jedem Zug an der Zigarette gelangen die Rauch-Giftstoffe über die Lunge in den Blutkreislauf und darüber zu den verschiedenen Organen des Körpers. Den größten gesundheitlichen Gewinn bringt deshalb der vollständige Rauchstopp. Und auch nach vielen Jahren des Rauchens lohnt sich der Ausstieg.

Sie möchten rauchfrei werden? Wir unterstützen Sie dabei. Mehr Informationen unter Mein Rauchstopp.

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