14. Oct 2026
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Jemand in Ihrem Umfeld hört auf zu rauchen? So können Sie helfen

Der Partner möchte mit dem Rauchen aufhören, eine gute Freundin hat gerade ihre letzte Zigarette geraucht oder der Kollege erzählt, dass er seit einer Woche rauchfrei ist: Ein Rauchstopp ist zwar in erster Linie eine persönliche Entscheidung – Unterstützung aus dem Umfeld kann dabei aber sehr hilfreich sein. Viele, die helfen wollen, sind jedoch verunsichert: Was wird wirklich als Unterstützung gesehen? Sollte ich möglichst häufig nachfragen, wie es läuft? Mut machen, wenn es schwierig wird? Oder mich lieber zurückhalten, damit kein zusätzlicher Druck entsteht?

Eine erste wichtige Antwort lautet: Fragen Sie nach. Denn Menschen sind unterschiedlich – und damit auch die Unterstützung, die sie sich wünschen und die ihnen guttut. Ein paar grundsätzliche Dinge haben sich jedoch besonders bewährt:

Zeigen Sie, dass Sie sich mitfreuen

Wer viele Jahre oder sogar Jahrzehnte geraucht hat, trifft mit dem Rauchstopp eine Entscheidung, die einiges im Alltag verändert. Zeigen Sie, dass Sie diesen Schritt gut finden. Dabei muss es gar nicht die große Ansprache sein. Ein „Das ist klasse, ich drücke dir die Daumen“ kann schon guttun.

Trauen Sie der Person den Rauchstopp zu

Gerade wer schon einmal versucht hat aufzuhören und dann doch wieder angefangen hat, ist häufig unsicher, ob es diesmal klappt. Dann kann es helfen, wenn andere Menschen Zuversicht vermitteln. Erinnern Sie die aufhörende Person zum Beispiel daran, was sie schon geschafft hat: die ersten rauchfreien Tage, eine schwierige Situation ohne Zigarette oder eine Arbeitspause, die auch ohne Rauchen funktioniert hat.

Helfen Sie über schwierige Momente hinweg

Das Verlangen nach einer Zigarette kommt häufig in Wellen und wird meist durch bestimmte Situationen ausgelöst. Stress kann dazugehören, aber auch der Kaffee am Morgen, die Arbeitspause, Gefühle von Anspannung oder der Feierabend.

Manchmal hilft dann Ablenkung: eine Runde um den Block, ein Gespräch, gemeinsam etwas unternehmen oder einfach ein Themenwechsel. Sie müssen dabei nicht die perfekte Lösung parat haben. Oft reicht es schon, für eine Weile da zu sein, bis die Verlangenswelle abebbt.

Haben Sie Verständnis für schlechte Stimmung 

Besonders in der ersten Zeit nach dem Rauchstopp können Unruhe, Gereiztheit oder Konzentrationsprobleme auftreten. Versuchen Sie, solche Reaktionen nicht persönlich zu nehmen. Das heißt natürlich nicht, dass Sie alles hinnehmen müssen. Aber zu wissen, dass die Anspannung eine typische Entzugserscheinung ist, kann für beide Seiten hilfreich sein.

Fragen Sie nach – aber machen Sie keine Erfolgskontrolle daraus

Ein einfaches „Wie läuft es eigentlich ohne Zigaretten?“ kann Interesse und Unterstützung signalisieren. Wer dagegen ständig gefragt wird, ob er oder sie „noch durchhält“, empfindet das höchstwahrscheinlich als Kontrolle.

Auch hier gilt deshalb: Fragen Sie ruhig einmal nach, wie viel Unterstützung (und Nachfragen) überhaupt gewünscht ist. Vielleicht will die Person regelmäßig erzählen, wie es läuft. Vielleicht möchte sie aber auch gerade lieber nicht ständig über das Rauchen sprechen.

Wenn Sie selbst rauchen: Machen Sie es der anderen Person nicht unnötig schwer

Falls Sie selbst rauchen, müssen Sie natürlich deshalb nicht ebenfalls aufhören (eine gute Idee wäre es jedoch allemal). Sie können den Rauchstopp aber unterstützen, indem Sie beispielsweise nicht unmittelbar im Beisein der anderen Person rauchen, keine Zigarette anbieten und Zigaretten möglichst nicht offen herumliegen lassen.

Gerade Situationen, in denen früher gemeinsam geraucht wurde, können für die andere Person anfangs schwierig sein. Vielleicht lässt sich für die ehemalige gemeinsame Zigarettenpause vorübergehend ein neues Ritual finden?

Und wenn doch eine Zigarette geraucht wurde?

Ein Ausrutscher bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Rauchstopp gescheitert ist. Sätze wie „Jetzt war alles umsonst“ helfen dann wenig. Sinnvoller ist es, gemeinsam nach vorne zu schauen: Was hat dazu geführt? Und was könnte beim nächsten Mal helfen? Was braucht die Person, um möglichst bald wieder auf den „rauchfrei-Pfad“ zurückzukehren?

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Rauchstopp-Unterstützung. Und wenn es mal Fragen gibt, rufen Sie uns kostenfrei an.

Ihr rauchfrei-Team 

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