Was haben Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes mit Demenz zu tun? Offenbar eine ganze Menge – vor allem dann, wenn mehrere dieser Faktoren zusammenkommen. Eine aktuelle US-amerikanische Langzeitstudie zeigt: Menschen, bei denen keiner der drei Risikofaktoren vorlag, verbrachten im Durchschnitt fast 13 Lebensjahre länger ohne Demenz als Menschen, bei denen alle drei Faktoren auftraten.
Drei Risikofaktoren im Blick
Durchgeführt wurde die Studie von einem Forschungsteam des Gesundheitszentrums der New York University. Es wertete Daten von knapp 12.500 Menschen aus, die zu Beginn der Untersuchung im Durchschnitt 56 Jahre alt und nicht an Demenz erkrankt waren. Im Mittelpunkt standen drei Faktoren, die die Gesundheit der Blutgefäße beeinträchtigen können: Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen. Über mehrere Jahrzehnte wurde beobachtet, wie sich die Gesundheit der Teilnehmenden entwickelte.
Dabei zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang: Je mehr der drei Risikofaktoren vorlagen, desto weniger Lebensjahre verbrachten die Teilnehmenden im Durchschnitt ohne Demenz. Menschen ohne einen dieser Risikofaktoren lebten durchschnittlich 30,1 Jahre demenzfrei. Bei einem Risikofaktor waren es 26,3 Jahre, bei zwei noch 21,0 Jahre. Waren alle drei Faktoren gleichzeitig vorhanden (wenn also jemand sowohl Bluthochdruck und Diabetes hatte und rauchte), waren es durchschnittlich demenzfreie 17,5 Jahre.
Auswirkung auf die Gesundheit: jede Menge demenzfreie Jahre
Menschen ohne einen der drei Risikofaktoren unterschieden sich von solchen mit allen drei Faktoren also um durchschnittlich 12,6 demenzfreie Lebensjahre.
Wenn jemand alle drei Risikofaktoren auf sich vereinte, war zudem das statistische Risiko, im Untersuchungszeitraum überhaupt an Demenz zu erkranken, deutlich erhöht. Gleichzeitig war auch das Risiko größer, frühzeitig zu sterben.
Wichtig zur Einordnung der Ergebnisse: Die Studie zeigt einen – ziemlich klaren – statistischen Zusammenhang, liefert aber keinen Beweis dafür, dass ein Rauchstopp eine Demenz um eine bestimmte Zahl von Jahren verhindert oder hinauszögert. Es handelt sich bei der Untersuchung nämlich um eine reine Beobachtungsstudie. Außerdem wurden die drei Risikofaktoren nur einmal erfasst; spätere Veränderungen – etwa ein Rauchstopp oder ein gesenkter Blutdruck – gingen nicht in die Berechnungen ein.
Ein Rauchstopp lohnt sich
Trotz dieser Einschränkungen unterstreichen die Ergebnisse etwas, das auch aus anderen Untersuchungen bekannt ist: Was Herz und Blutgefäßen guttut, kann auch für die langfristige Gesundheit des Gehirns von Bedeutung sein. Und Rauchen gehört eindeutig zu den beeinflussbaren Risikofaktoren. Gesundheitlich und finanziell: Ein Rauchstopp zahlt sich aus. Wir unterstützen Sie dabei. Mehr Infos unter Mein Rauchstopp.