Dass Lebensgewohnheiten einen großen Einfluss auf die Gesundheit haben, ist gut belegt. Wer sich ausgewogen ernährt, regelmäßig bewegt, Alkohol nur in Maßen (oder am besten gar nicht) konsumiert und nicht raucht, senkt das Risiko für zahlreiche Erkrankungen – darunter Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden.
Weniger bekannt ist: Ein gesunder Lebensstil kann auch nach einer Krebsdiagnose noch einen spürbaren Unterschied machen. Darauf weist eine aktuelle Studie aus Deutschland hin.
Ergebnisse einer Langzeitstudie
Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben mehr als 6.000 Menschen begleitet, die mindestens fünf Jahre zuvor an Brust-, Darm- oder Prostatakrebs erkrankt waren. Über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren untersuchten sie, wie sich verschiedene Lebensstil-Faktoren auf die Lebenserwartung auswirken.
Dazu wurde für jede teilnehmende Person ein sogenannter Lebensstil-Score berechnet. Er berücksichtigte vier Bereiche: Rauchen, Bewegung, Körpergewicht und Alkoholkonsum. Für jeden dieser Faktoren wurden Punkte vergeben, die zu einem Gesamtwert zusammengeführt wurden. Das Ergebnis: Personen mit einem insgesamt günstigen Lebensstil – also einem höheren Punktwert – hatten ein um rund 30 Prozent geringeres Sterberisiko als diejenigen mit weniger günstigen Gewohnheiten. Besonders deutlich fiel dabei der Einfluss des Rauchens ins Gewicht.
Rauchen als beeinflussbarer Faktor
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein rauchfreies Leben eine wichtige Rolle für die Gesundheit spielt – auch nach einer schweren Erkrankung. Die Studie selbst hat die zugrunde liegenden biologischen Mechanismen zwar nicht untersucht. Aus anderen Forschungsarbeiten ist jedoch bekannt, dass Rauchen zentrale Prozesse im Körper beeinflusst, die für die Erholung nach einer Erkrankung wichtig sind – etwa das Immunsystem, die Durchblutung und Entzündungsreaktionen.
Was die Ergebnisse bedeuten
In Deutschland leben viele Menschen mit einer überstandenen Krebserkrankung. Die Studienergebnisse zeigen, wie sehr sich ein gesunder Lebensstil auch in dieser Lebensphase lohnt, allen voran das Nichtrauchen.
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