11.04.2017 18:09

Es ist der Wahnsinn

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11.04.2017
18:09 Uhr
Hallo Sascha, na es scheint ja so richtig gut weiterzugehen bei Dir! Hast ja den ersten Monat schon hinter Dir, sehe ich gerade - um nochmal mit Deinem Thread-Titel zu sprechen, ja das kann man schon den Wahnsinn nennen! Superleistung, hast Du Dich dafür denn auch angemessen belohnt (mein Lieblingsthema :D)? Ich beglückwünsche Dich! Wie geht es Dir inwischen mit der neu errungenen Freiheit? Und: ist die Erkältung abgeklungen? Weiterhin gutes Gelingen, und schau mal wieder vorbei, wenn Du Zeit uns Lust hast. Darauf freut sich Lydia
05.04.2017
21:05 Uhr
Hallo Lydia, mir geht es eigentlich recht gut. Natürlich denke ich immer noch mehrmals täglich ans Rauchen, aber nicht mehr so häufig, so lang und so intensiv. Irgendwie habe ich immer darauf gewartet, dass ich überm Berg bin, aber man ist nie überm Berg, sondern man vergisst ihn einfach immer öfter. Meine Alltagssituationen klappen alle richtig gut mittlerweile. Bin nun schon so häufig ohne Kippe Auto gefahren, habe jeden Morgen meinen Kaffee ohne getrunken usw. Schwer fallen mir noch immer Situationen, die ich noch nicht so oft üben konnte. Z.B. die Wochenenden. Aber das wird schon. Ich muss ja eigentlich nichts dafür tun, nur abwarten und ständig Situationen neu oder zum wiederholten Male rauchfrei erleben und genießen. Diesen Trick zu durchsschauen hat mir bisher am meisten gebracht. Man kann das Nichtrauchen tatsächlich erlernen. Es ist also kein HokusPokus sondern eine rein kognitive Leistung. Leider bin ich momentan erkältet und muss auf meine neu gewonnen Riech- und Schmeckfähigkeiten erstmal wieder verzichten. Ich bin sehr stolz auf das Erreichte und freue mich einfach über jeden weiteren Tag in Freiheit. LG Sascha
05.04.2017
11:27 Uhr
Hey Sascha, vier Wochen zeigt Deine Rauchfrei-Uhr mir heute schon, das ist ja super! Wie läuft es denn aktuell so? Oder können wir, kann ich noch etwas für Dich tun? Würde mich freuen mal wieder von Dir zu hören. Bis dahin sonnige Grüße von Lydia
31.03.2017
12:19 Uhr
Hi Sascha, so ein Ausrutscher ist erst blöd, wenn man nichts draus lernt. Ausrutscher passieren ja schließlich, weil die Sucht total viele Finten für uns bereit hält - die müssen wir doch erstmal erfahren, oder? Das ist ein Lernprozess. Und schließlich hast Du ja die Gelegenheit ergriffen, was daraus zu lernen. Also ich finde, damit hat Dich dieser Ausrutscher schon ein gutes Stück weiter gebracht. Natürlich kann man den Genuß alkoholischer Getränke ohne Zigarette erlernen - nur die Entwöhnung selber ist dafür ein denkbar ungeeigneter Zeitpunkt. Nachhaltig und vollumfänglich verzichten mußt Du ja nicht - nur in der Entwöhnung ist eine Reduktion bzw. Abstinenz schon empfehlenswert, weil nicht nur der Alk die Hemmschwelle senkt, sondern der Alkoholgenuß bei den meisten im Kopf zunächst auch noch untrennbar mit dem Zigarettenkonsum verknüpft ist. Diese Verbindung gilt es zu lösen, dann kann man auch mal wieder ein Bier zu sich nehmen, ohne daß man das Gefühl entwickelt, dringend eine Zigarette dazu zu brauchen. Deine Strategie ist also richtig. Wenn Dich Dein Zähler dazu ermutigt hat, auch gleich wieder aufzustehen, dann war es die richtige Entscheidung, ihn gleich weiterlaufen zu lassen. Der Argumentantion, wenn man ohnehin von neuem anfangen würde, könne man auch grad noch abwarten mit dem Neuausstieg, kann ich durchaus folgen, weiß aber auch, daß diese der Sucht entspringt. Gut daß Du Dich darüber hinweggesetzt hast, daß Du diese Möglichkeit, weiterzurauchen, nicht angenommen hast. Nachdem diese Argumentation schon mal in Deinem Kopf war, ist es eine Superleistung, der nicht auf den Leim zu gehen. Ich denk daher, Du bist auf einem verflixt guten Weg. Du schaffst das! Herzlich grüßt Dich Lydia
28.03.2017
22:01 Uhr
So, isset brav. Nicht jeder verträgt Alk und Rauchstopp. Außerdem soll man ja nicht gleich in der nächsten Sucht enden. Wattenscheid 09 :football: JeanLuc
28.03.2017
20:08 Uhr
Eigentlich klappte es überraschend gut. Hätte nur spätestens um eins gehen sollen, als ich noch einigermaßen zurechnungsfähig war und nur Bier getrunken hatte. Einige Zeit und einige Rum-Cola später war es dann aber doch zu viel. Ich glaube man kann auch den Alkoholkonsum ohne Zigarretten erlernen, aber du hast Recht, es ist schwierig. Daher habe ich auch die Entscheidung getroffen erstmal keine bzw. nicht mehr als zwei Flaschen Bier auf einer Party zu trinken, damit mir das nicht noch einmal passiert. Ist ja auch viel gesünder, ebenfalls den Alkoholkonsum einzuschränken. Natürlich Schalker!
28.03.2017
19:54 Uhr
Liebe Freunde, Alk und Rauchstopp passen so gar nicht zusammen. Das war bei mir schon mal ein Grund 1.5 Jahre Rauchfreiheit in die Tonne gekloppt habe. Das passiert mir nicht noch einmal. Also seid gewarnt und auch vorsichtig. Schalker? Gruß JeanLuc :wink:
28.03.2017
19:38 Uhr
Hallo Orangina, danke für deine aufmunternden Worte. Am Sonntag war ich zunächst deprimiert, aber die Entscheidung einfach weiter zu machen, war die beste Idee. Hab zuerst überlegt auch meinen Zähler zurückzusetzen, aber wenn ich dann wieder bei Null hätte anfangen müssen, hätte ich auch erstmal wieder rauchen können und einige Tage später neu anfangen können. Wir wissen alle, dass es wahrscheinlich ziemlich lange gedauert hätte bis zum nächsten Versuch. Überraschenderweise klappte es in den letzten Tagen richtig gut, sogar besser als vor dem Ausrutscher. Denn ich habe erkannt, dass es mit viel Alkohol noch nicht geklappt hat, aber in den vielen anderen Situationen des Alltags mittlerweile immer besser wird. Ob morgens beim Kaffee, im Auto auf dem Weg zur Arbeit, in den Pausen, nach den Mahlzeiten usw.. Alles Situationen, die ich nun schon einigermaßen routiniert ohne Zigarrette schaffe. Ich musste also zum Glück nach den zwei Zigaretten nicht wieder von vorne anfangen. Natürlich bin ich noch lange nicht über dem Berg und es gibt jedenTag Momente, in denen es sehr schwierig ist, aber sie werden gefühlt weniger bzw. der Abstand wird größer. Morgen früh bin ich genau drei Wochen in meinem neuen Leben und ich freue mich sogar den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Wie läuft es denn bei dir? LG
26.03.2017
21:57 Uhr
Hallo. Ich habe am letzten Wochenende mit einer rauchenden Freundin lecker Wein getrunken. Ich konnte mich nicht an den Heimweg erinnern. Erst gestern habe ich mich getraut meine Freundin zu fragen ob ich geraucht habe, ich hatte keine Ahnung. Ich habe es nicht getan! Aber wenn doch hätte der Ausrutscher keine Konsequenzen auf meinen Plan gehabt, werde aber auch etwas zurückhaltender mit Alkohol sein. Obwohl der Abend war echt schön und lustig, auch ohne Kippen. Weiter alles gute für dich. Oranginchen Jeder Tag zählt :penguin: Schritt für Schritt und auch nach einem Schritt zurück geht's weiter nach vorn.
26.03.2017
20:31 Uhr
Da ich mich kaum an die Zigarretten erinnere, habe ich heute einfach meinen Rauchstopp fortgeführt. Ich werde wohl so schnell erstmal keinen Alkohol trinken bzw. nicht so viel :roll: Ich will es immer noch schaffen und habe schon viel erreicht. Ich habe viele Momente im Alltag mittlerweile ohne Zigarrette gemeistert. Daran knüpfe ich an. Ich kann das Rauchen dieser zwei Zigarretten nicht ungeschehen machen, aber das muss ich auch nicht. Ich muss einfach nur weitermachen, denn das ist alternativlos. LG
26.03.2017
12:26 Uhr
Hallo, was soll ich sagen? Ich war gestern auf einer Party und habe ziemlich viel getrunken. Es ging eigentlich auch alles ganz gut. Aber am Ende habe ich zwei Zigarretten geraucht. Schade um die ganze Qual in den 17 rauchfreien Tagen.
22.03.2017
12:12 Uhr
Hallo Sascha, Du knackst ja heute die 2-Wochen-Grenze, herzlichen Glückwunsch! Ja belohne Dich nur ausgiebig, da bin ich ein großer Fan von in der Entwöhnung! Leider sind auch manchmal härtere Tage dabei. Das ist eine Gemeinheit des Entzuges: er verläuft wellenförmig. Plötzlich brandet er auf, daß Du schon denkst, jetzt klatsch das (Schmutz-)Wasser über Dir zusammen. Die gute Nachricht ist, daß diese Wellen auch wieder abflauen. Die Schmacht und die schlechte Laune (auch ein ganz bekanntes Entzugsphänomen, meine war auch zeitweise wirklich alles andere als sonnig...) zieht sich auch wieder zurück, um Dir bessere Zeiten zu gönnen. Deshalb lass Dich davon nicht irre machen! Wenn´s Dich mal wieder erwischt, erinnere Dich daran, daß es auch wieder vorbeigeht. Und daß Dir die Schmacht im Prinzip, wenn Du es Dir mal genau überlegst, überhaupt nichts tun kann. Vom Nichtrauchen tot umgefallen ist nämlich noch keiner. Sorge über Dein Empfinden von Verlust brauchst Du Dir übrigens nicht machen. Viele Aufhörer spüren ein Verlustgefühl in den ersten Wochen der Entwöhnung. Das läßt sich ja auch darstellen, denn ich meine schau doch mal, in allen Lebenslagen hat uns die Zigarette begleitet. Egal ob wir Frust, Streß, Ärger, Langeweile, auch Freude, Glück oder Entspannung hatten - die Kippe war dabei. Wie ein Begleiter, der immer bei uns war. Wenn der jetzt weggeht - klar, daß wir uns dann erstmal alleine und verloren fühlen, oder? Das ist doch ganz erklärlich. Dabei überleg mal - wenn Du einen Freund hättest, der Dir das Geld aus der Tasche zieht, Dich anlügt, Dir die Gesundheit ruiniert und Dich mit einem seltsamen Geruch belästigt und umhüllt - hättest Du den nicht in die Wüste geschickt? Also dieser Verlust ist ja wohl Dein Gewinn, oder? Und nee, ich glaube Du willst keine rauchen. Deine Sucht will das! Du bist gerade dabei, Deinen Willen durchzusetzen und Dir Deine Selbstbestimmung zurückzuholen. Und irgendwann hört das Wollen auch auf. Also ich will keine mehr rauchen... Nicht weil ich es logisch argumentieren kann, warum es besser wäre. Ich hab das Bedürfnis nicht mehr, in den meisten Fällen denk ich nicht mal mehr dran. Und wenn mal so ein Wind aus der Vergangenheit weht (was klar ist, denn das haben wir uns mit unserer Vergangenheit nun mal eingekauft), so ist es kein Kampf mehr. Kein Verlangen. Mach Dir keine Sorgen. Zieh Deine Entwöhnung durch, schau wie sich alles entwickelt. Ich bin sicher, Dein Verlustgefühl wird schwinden. Und mit Deiner Einstellung ist meiner Meinung nach alles in Ordnung, Vernunft und Durchhaltewillen bringst Du mit, Du hast doch die besten Voraussetzungen. Im Stadion hilft Dir vielleicht die abgeschnittene Luft-Zigarette? Oder scharfe Bonbons? Salzstängle? Nimm Dir doch einen Ersatz mit. Oder welche Bedenken hegst Du genau? Laß wieder von Dir hören, wenn Du Zeit und Lust hast. Bis dahin grüßt Dich Lydia
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