Hi Ines,
wollte mich ja gestern schon verabschieden aber jetzt hast Du so einen langen und überdenkenswerten Text geschrieben, das ich doch ein paar Sätze erwidern möchte.
Du argumentierst sehr klug, das der Rauchstopp als Verdrängungstrategie für andere ungelöste Probleme herhalten musste. Bei Aufbruch des Konfliktes war der Abbruch des Rauchstopps dann wiederum ein Akt des Selbstgeißelung. Meine Liebe, dass ist zwar schlau erdacht und macht es Deinem erfreulich regen Intellekt leicht mit dem "Fehltritt" umzugehen, wird aber m.E. den Tatsachen nicht gerecht. Die Tatsachen, wie ich sie sehe, sind nicht so kompliziert wie Dein Konstrukt:
1. Du bist Abhängige, Süchtige, Junkie (Such Dir das aus, was am wenigsten weh tut).
2. Dein Kopf weiß es muss Schluss sein, ohne wenn und aber.
3. Du kriegst es nicht hin.
Warum kriegst Du es nicht hin? Wegen Dieser einen Superzigarette, dem Kick nach langer Abstinenz!! Du kennst den Preis dafür und bist irgendwie erstaunt, dass Du zahlen musst wie alle.
Mach was Du willst, denke noch eine Weile über den Ausstieg nach, versteck Dich aber nicht hinter ideellen Nebelkerzen.
So, nun hab ich ehrlich das geschrieben, was mir durch den Kopf gegangen ist und wahrscheinlich einen angenehmen Gesprächspartner verloren. Falls es anders sein sollte, würde ich mich freuen, von Dir zu hören.
Hagen