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Ganz wunderbar, Paola! Das werde ich mir zu Herzen nehmen:
[quote=691299]Die mikrokicks suche, finde, erschaffe oder träume ich jetzt anders...[/quote]
Alles noch viel Arbeit für mich...
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Ja, danke Klaus!:
[quote=691305]Hier ein kleiner Artikel zu diesem Thema
[externer Link vom rauchfrei-Team entfernt]
[/quote]
Wie gesagt, ich bin kein Spezialist hier, doch es will mir scheinen, dass die aufgeführten Symptome:
"Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, und der Hautwiderstand nimmt ab. Da die Hauttemperatur ebenfalls sinkt, frieren Raucher schneller,"
bereits durch die Gefäßverengung induziert sind.
Mal sehen, wenn ich über Ostern Zeit finde, lese ich vielleicht paar Papiere über die physiologische Wirkung spezifisch des Nikotins. Meine Vermutung bisher ist, dass es in populären Darstellungen weit überschätzt wird...
Doch danke nochmals für den Hinweis!
Das Ausatmen ist auch eine wichtige Sache bei mir, liebe Petra! Vielen Dank:
[quote=691295]Vor allem ist es wohl das Sinnieren mit der Zigarette in der Hand und das Herausblasen des Rauchs. Ich habe das gestern versucht, mit Freunden zu analysieren, weil man ja auch in die Luft atmen kann, aber irgendwie ist das anders [...] Das Herausblasen des Rauchs, welches ich erwähnt habe, hört sich ja erst einmal danach an, als wenn es um Entspannung geht[/quote]
Wirklich ein Haufen Zeug über das man nachdenken muss so in der Vorbereitung. Ich beginne überhaupt erst Ostermontag — & bisschen Bammel habe ich schon...
:wink:
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Jups, nix gegen Räusche!
[quote=691294]Gegen Rausch habe ich nichts. Wenn rauchen nicht süchtig und krank machen würde....dann wäre es okay.
So aber ist es überhaupt nicht okay
[/quote]
Ich glaube nur, dass der Mikrorausch beim Rauchen nicht so sehr vom Nikotin, sondern eher von der unmittelbar auf jeden Zug erfolgenden Gefäßverengung im Gehirn erzeugt wird.
Ich erinnere US-Röntgenstudien an Strafgefangenen aus den 1950/60ern, in denen allgemein die akute Gefäßverengung nach jedem einzelnen Zug gut zu sehen war. Sowas macht man natürlich heute nicht mehr, auch wenn die Studienteilnahme seinerzeit angeblich freiwillig war...
Wie dem auch sei, die Fokussierung auf Nikotin scheint mir für den Suchtaspekt des Rauchens nicht mehr wirklich ausreichend zu sein—weder diagnostisch, noch im Hinblick auf das Modellieren verhaltenstherapeutischer Maßnahmen. Doch ich bin KEIN Mediziner!! Ist nur so ein Gedanke!
Zigarette als Joint war immer meine Mutter. Die hat so geraucht.
Wenn ich jetzt ans Rauchen denke... dann sind das ganz viele Zigaretten auf einmal, dann sind es die 1,5 Schachteln am Tag, dann ist es die volle Hingabe, Unterwerfung vor einer tödlichen Sucht die eigene Selbstaufgabe. Aber das will ich nicht mehr. Ich will mich lieben. Ich gebe mich jetzt etwas anderem hin. Etwas spirituellen, göttlichen. Nicht mehr der Asche sondern dem Leben.
Die mikrokicks suche, finde, erschaffe oder träume ich jetzt anders...
Und wie Paul aus der Zeit zitierte etwas abgewandelt...
Auch die Leere kann der Kick sein
Hallo Thomas,
sehr interessant, was du hier thematisiert hast. Ich habe heute gerade in unserem kleinen Dezemberzug folgendes geschrieben, da ich immer noch teilweise unter ziemlich heftigen Suchtattacken leide:
"Ich habe mir natürlich Gedanken darüber gemacht, was ich jetzt vermisse. Vor allem ist es wohl das Sinnieren mit der Zigarette in der Hand und das Herausblasen des Rauchs. Ich habe das gestern versucht, mit Freunden zu analysieren, weil man ja auch in die Luft atmen kann, aber irgendwie ist das anders. Wahrscheinlich ist es letzten Endes immer wieder die Sucht und das Gefühl, welches Nikotin erzeugt hat Da muss ich wohl durch."
Das Herausblasen des Rauchs, welches ich erwähnt habe, hört sich ja erst einmal danach an, als wenn es um Entspannung geht. Aber ich glaube, du hast es auf den Punkt gebracht. Es geht eigentlich um den Kick und den Mikrorausch, der sich eingestellt hat und den ich vermisse.
Danke für den Denkanstoß und auch dir und allen anderen einen schönen Gründonnerstag, Petra :flowerblue:
Spannend
Sucht hat viele Gesichter und Optionen.
Bei mir waren es wohl alle vier Aspekte.
Diese Mikrokicks kenne ich vor allem in langen nächtlichen Gesprächen. Gespräche die schön und verheißungsvoll waren. Da ging schon mal ein Päckchen drauf. Oder bei nächtlichen Auto Fahrten. Da habe ich immer extrem viel geraucht. Als Raucher habe ich mich sogar über einen Stau gefreut. Fenster auf und rauchen.
Sucht wird heute nicht mehr an einer Substanz festgemacht, sondern an der Verwendung der Wirkung. Als im Grunde am Benefit für den suchtkranken Menschen. Da gibt es sehr viele Facetten. Natürlich wirken Drogen unterschiedlich. Nikotin ist ja eine relativ schwache Droge. Wohlgemerkt... Im Vergleich relativ schwach. Wer mal pro Stunde einen Flachmann Wodka trinkt wird das bestätigen.
Gegen Rausch habe ich nichts. Wenn rauchen nicht süchtig und krank machen würde....dann wäre es okay.
So aber ist es überhaupt nicht okay.
Herzliche Grüße Klaus
Gewöhnlich heißt es, Leute rauchen:
+Zur Entspannung
+Zur Stressreduktion
+Zur Stimulation oder für verbessertes Konzentrationsvermögen
Ich selbst rauche wegen keiner dieser Gründe. Im Gegenteil: Ich weiß, dass es mir schlecht geht beim Rauchen & erwarte das auch von jeder einzelnen Zigarette, wie mir klar wurde beim Ausfüllen des Rauchprotokolls aus der Broschüre: [i] Ja, ich werde rauchfrei!: Eine praktische Anleitung[/i], pp. 32 f., das ich für mich entsprechend etwas anpassen musste.
Weder entspannt mich das Rauchen, noch reduziert es meinen Stress in einer gegebenen Situation, & schon garnicht unterstützt es meine Konzentrationsfähigkeit.
Mein tatsächlicher [b]Suchtgrund[/b], so hatte ich das vor einiger Zeit für mich auf Englisch formuliert: [b]The Kick on every Hit[/b]. Also jener Mikrorausch, der sich unmittelbar einstellt bei jedem Zug: Hinter dem bin ich her!
Als Student hatte ich einen Freund, der gerade seine Facharztausbildung Psychiatrie abschloss & bekannt dafür war, sich gelegentlich eine Zigarette zu schnorren, obwohl eigentlich Nichtraucher. Er inhalierte so tief wie andere einen Joint rauchen. Erst viele Jahre später dämmerte mir, dass es genau dieser unmittelbare Mikrorausch ist, um den es beim Rauchen geht — zumindest bei mir.
Ich wäre interessiert zu lernen, ob es anderen hier auch so geht. Meine Vermutung ist, dass das verhaltenstherapeutische Instrumentarium, das die ansonsten wunderbare Broschüre auslegt, um diesen Punkt sinnvoll ergänzt werden könnte. Wie, weiß ich natürlich noch nicht. Doch vielleicht können wir es hier diskutieren...
Einen schönen Gründonnerstag Euch allen,
Thomas
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