Hallo liebe Trixi,
ich kenne dieses Problem auch. Habe 22 Jahre geraucht und keinerlei gesundheitliche Probleme gehabt. Nun bin ich seit ca einem halben Jahr stääääääändig müde und habe Halsschmerzen. Leukozyten sind erhöht...War heute beim Arzt und habe mich krankschreiben lassen, davor habe ich noch ständig gekämpft. Wird einem leider nicht gedankt...Habe in einem anderen Forum gelesen, dass bei ca 30 % der Leute, die vor Rauchbeginn schon depressiv waren, diese Krankheit nach Rauchstopp zurückkehrt. Kann ich bei mir allerdings nicht einschätzen, da ich bereits mit 15 angefangen habe...
Glaube aber schon und bekomme das auch von anderen Kollegen bestätigt, dass auch ich mich von der Persönlichkeit deutlich verändert habe. Bin nicht mehr so gelassen, war sowieso immer zu gutmütig, habe aber trotzdem Probleme mit Leuten, die mich längere Zeit nicht gesehen haben.
Grüße Sandra
Hallo Trixi,
das mit dem Nichtnachvollziehenkönnen bei Nochniegerauchthabern - jaaaaa, es ist genau so. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, wir hier wissen alle, was jeder einzelne durchmacht/durchgemacht hat. Das verbindet ganz ungeein! :-) Wir sind schon arg super- oder???!
:champagne::champagne::champagne::champagne:
LG,
Susanne
Liebe Trixi, du schreibst:
Und das ist eine Leistung, die keiner, der nie geraucht hat, nachvollziehen kann.
Das sind so wahre Worte! Und du hast nach so vielen Jahren den Absprung geschafft - Respekt
Danke für deine Worte,
Trini
Hallo Trixi,
ich kann diese Gedanken so gut nachvollziehen. Ich habe auch zu allen Möglichkeiten geraucht und es War oft ein Genuss für mich. Auch wenn das natürlich Blödsinn ist. Ich merke nun auch nach zehn Tagen erhebliche Verbesserungen optisch wie gesundheitlich und trotzdem vermisse ich meine Zigarette und frage mich ob das Leben so noch Spaß macht.
Und selbst wenn ich mich selber Frage warum es einen glücklich machen sollte stinkenden, todbringenden, giftigen Qualm zu inhalieren, kann ich dies nur beantworten mit " ich muß total bescheuert sein", aber ich will Rauchen.
Ich habe zwar deutlich an Lebensqualität gewonnen, für mich fühlt es sich aber so an als hätte ich Lebensqualität verloren.
Wenn ich das lese kann ich nur selbst den Kopf schütteln, das ist ja wirklich nicht normal.
Nicht böse sein, denn es ist nicht böse gemeint - ich kenne das selbst. Aber wenn die einzige Motivation, Dinge zu tun oder zu lassen, tatsächlich die Kippe war und ist, dann hast Du vielleicht ja nicht in erster Linie ein Suchtproblem, sondern eine Sinnkrise, die man in unseren Jahren (ich bin 50) auch gerne Midlife-Crisis nennt. Die Sucht hat die vielleicht nur verdeckt. Und was da hilft? Psychlogische Hilfe ist sicher eine Möglichkeit. Aber meines Erachtens führt kaum ein Weg an dem schmerzlichen Prozeß vorbei, sich darüber Rechenschaft abzulegen, was einem wichtig ist, was einem Spaß macht, warum davon so selten was in dem Leben, so wie es jetzt ist, auftaucht und was man denn nun mit den letzten 30-40 jahren des Lebens anfangen möchte und so immer weiter. Und dann zu versuchen, an den Strukturen des Lebens etwas zu ändern, so daß in ihm wieder mehr Dinge vorkommen, die ihre Belohnung in sich selbst tragen, so daß eine äußere Belohnung überflüssig wird.
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