Liebe Caro,
klingt schön entspannt, dein Morgen heute.
Du fragst, ob meine Strategie geplant war, oder ob sie sich entwickelt hat.
Dieses Mal hat sie sich entwickelt.
Bei anderen Aufhörversuchen hab ich mehr geplant. Dieses Mal nicht.
Nach wie vor will ich selten drüber nachdenken, warum ich geraucht hab, warum ich nicht mehr rauche.
Ich rauche nicht mehr.
Punkt.
Auch zu Raucherzeiten hatte ich gute und schlechte Zeiten. War glücklich, traurig, genervt, fröhlich usw.
Das gehört zum Leben dazu. Jetzt geh ich eben alleine, ohne Rauch.
Geht auch. ;-)
Du bist seit gestern wieder frei von dem Miststäbchen!
Sehr gut.
Ostern wird schön, ohne das blöde Ding.
Gute Heilung, gute Nerven, gutes Gelingen.
:smileumarmung:
Nova
Guten Morgen Caro,
ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Dein Ziel , ein rauchfreies Ostern zu verbringen , klappt.
Auch ich war vor dem Rauchstopp sehr oft erkältet , Nase zu , meine Bronchien waren irgendwie nie richtig frei.
Man merkt erst langsam , wie sich Deine Gesundheit und Dein Körper für den Rauchstopp bedankt und es Dir zurückzahlt.
Ich wünsche dir frohe, sonnige Ostern ,
VG der Rolf, der auch mit einem dampfendem Kaffee in den Tag startet.
Ganz allein beim Kaffee, draußen zwitschert es frühlingshaft und ich versuche, positiv in den Tag zu starten.
Normalerweise sind wir morgens zu zweit aber gerade heute tut das gut.
Meine Nase ist dicht, entweder erkältet oder meine Nebenhöhlen haben unter dem Rauch gelitten. Ich war oft erkältet und habe trotzdem geraucht, den letzten Winter war ich oft krank. Vielleicht eine Regeneration von der jahrelangen Belastung mit Qualm.
Starte ich mal auf mein Ziel zu :rabbit:Ostern rauchfrei zu verbringen. Gehört Gründonnerstag nicht schon dazu?! :wink:
Meinen Zähler traue ich mir noch nicht einzustellen:oops:Caro
[quote=691203]Hallo Paul,
was hat dir seinerzeit am rauchenden Paul besser gefallen bzw. was hat dich am aufhören gehindert?
Deine Antwort bei Katerliesel geht mir nicht aus dem Kopf :roll: LG Caro [/quote]
Au Backe, jetzt geht’s ans Eingemachte.
Liebe Caro, deine Frage ist ja berechtigt und doch trifft sie natürlich auch meine Schwachpunkte,
Meine Schüchternheit, meine Eitelkeit, meine Überheblichkeit
Ich fand mich toll als Raucher, ich habe auch nicht angefangen weil ich zu einer Clique gehören wollte sondern weil ich es cool fand zu rauchen und das obwohl ich es als Kind gehasst hatte wenn meine Mutter, mit ihren verauchten Klamotten in mein Zimmer kam um mich zu wecken.
Ich hatte auch lange das Gefühl, dass ich mit Rauchern lieber zusammen war als mit Nichtrauchern, deren ewig erhobene Zeigefinger „das ist aber nicht gesund …“ haben mich genervt.
Insgesamt hatte ich für Nichtraucher häufig negative Adjektive.
Ich habe diese Attitüde gemocht zu rauchen, zu trinken, zu feiern und keinen Gedanken an das morgen zu verschwenden. Ich war 18 und bin allein durch Europa getrampt, das war für mich eine sehr spannende Zeit, die ich mit positiven Erinnerungen verknüpft habe - und dabei habe ich geraucht. Also speichert mein Gehirn diese Erinnerung, inclusive der Zigarette, als positiv ab.
Das waren meine freiesten, unabhängigsten Jahre und das verbinde ich mit dem Rauchen.
Nach und nach ging ich immer mehr Verpflichtungen ein, habe Verantwortung übernommen. Manchmal ist das sehr viel und ich wünschte mir diese freie Zeit zurück.
Ich bereue gar nicht so sehr, dass ich mal geraucht habe, was soll’s, Vergangenes lässt sich nicht rückgängig machen. Aber ich habe erkannt, dass nicht nur diese freien Jahre vorüber sind sondern auch, dass ich meine Freiheit, zu rauchen oder nicht zu rauchen, verloren hatte.
Ich steckte lange in diesem Bild von mir, als Mitte zwanzig jähriger Mann fest.
Zu entscheiden nicht mehr zu rauchen gab mir eine Selbstbestimmtheit zurück, die ich heute nicht mehr hergeben möchte.
Uff, so ein Seelenstriptease ist auch anstrengend, aber ich merke dabei, dass kein Verlangen mehr aufkommt irgendetwas anders haben zu wollen als es jetzt ist.
„es ist vorbei, bye bye Junimond“
das war mal mein Wohnzimmer Titel
https://m.youtube.com/watch?v=X6VIYLmS6vM&pp=0gcJCdgAo7VqN5tD
LG von Paul
Hallo liebe Caro,
ich drücke dir sowas von die Daumen! Und ich bin sicher, auch du kannst das schaffen!
Ja, für mich war der Weg, dem Entzug nicht davon zu laufen, sondern aushalten und möglichst neugierig und ohne große Bewertungen zu betrachten genau richtig.
Mich macht übermäßige Betriebsamkeit nämlich betriebsblind. Der Schmachter kommt ja eh wieder. Und dieses stille Beobachten war unangenehm, aber ich habe bei jedem Mal bewusst spüren können, wie er auch wieder ging. Das war für mich gut und hilfreich.
Weglaufen hilft nicht viel, Mr. Suchti ist schneller. Aber nicht stärker! Bei jeder Konfrontation zieht er den kürzeren.
Und wenn er dann nicht zu seinem Recht kommt, zieht er sich eine Weile beleidigt zurück.
Macht dieses Bild irgendeinen Sinn für dich? Besser kann ich es nicht erklären, tut mir leid.
Ein Scheinriese.... mehr ist er nicht.
Und nur wenn man, also ich, da ganz genau hinschaue, kann ich auseinanderhalten, was nun wirklich Suchtdruck ist und was eher die Angst davor.
So ausprobiert kann ich bestätigen, dass der Rauchdruck kommt, ABER er bleibt gar nicht so lang. Und das kennen wir doch aus der aktiven Raucherzeit auch...jedes Mal vor der Nächsten.
Das werden wir echt nur durch konsequente Weigerung los. Es geht.
Hätte ich jetzt vor 3 Wochen auch nicht einfach geglaubt. :roll:
Ich wünsche dir von ganzem Herzen Erfolg...und Mut... und Sturheit!
Liebe Grüße
Anke
[b]16.4.25[/b]
Seit 15 Uhr habe ich mir keine Zigarette angezündet, ich habe gerade auch kein Bedürfnis danach. Vielleicht liegt es auch mit an einer sich angehende Erkältung.
Was habe ich hier gelernt?
- Entzugserscheinungen wie schlechte Stimmung und Gefühle sind normal.
Auch nach 4-5 Monaten (und ehrlich gesagt war ja nicht alles nur traurig.)
Was kann ich besser / anders machen
Statt Hyperaktivität (extremes ablenken) mich zurück nehmen und akzeptieren, dass es gerade so ist?! Bekomme ich das hin?
Versuch macht klug.
Ich habe an anderer Stelle geschrieben, dass ich Weihnachten nicht geraucht habe und es auch Ostern lassen will.
Demnächst fahren wir ein paar Tage weg, da habe ich immer sehr wenig geraucht, manchmal gar nicht. Muss ich unbedingt Rauchen?
Nachdenklich Caro
Liebe Caro,
na, da hast ja eine richtige Kettenreaktion ausgelöst bei dem Bumms.
Wunderbar, dass niemand was passiert ist.
Hm.
Dein Bild von der rauchenden Caro ist extrem positiv, das von der nichtrauchenden Caro nicht.
Hier hast du wahrscheinlich eine ganz gute Stellschraube, um den nächsten Ausstieg anders zu gestalten.
Gründe fürs rauchen finden wir ja gerne. Aber: wir können uns umswitchen.
Ich hab mir zeitweise tatsächlich eingeredet, dass ich nie geraucht hab. Irgendwie hat das funktioniert.
Bei Verlangen hab ich der Ziggi nicht nachgetrauert, einfach abgelenkt, abgelenkt mit einem Augen zu und durch auf den Lippen.
Ich bin mir sicher, du findest noch eine für dich passende Strategie.
Grüße, Nova
:flowerblue:
[quote=691077]
.....In meiner Zeit ohne Rauchen konnte ich mit Freunden stundenlang im Naturschutzgebiet laufen, auf der Bank sitzen ..............
[/quote]
[quote=691196]
Die rauchende Caro ist entspannter, fröhlicher ...
[/quote]
[b]Hallo Caro[/b]
:sun:
Innere Unruhe
Angespannter Kampf
Nicht entspannt - nicht fröhlich
Das sind Folgen des Entzugs.
Diese Symptome sind völlig normal
Um das zu ertragen brauchen wir Mut
und eine große Portion Zuversicht.
Der Entzug dauert ja nur eine Weile.
Mit jedem Schritt in deine Freiheit
Wirst du wieder fröhlicher und entspannter
Wenn ich deine Nachrichten lese, bin ich sicher
du kennst schon die guten Seiten des Nichtrauchens.
Dein Leiden kommt mir sehr vertraut vor.
Die ersten drei Monate meines Entzug waren nicht lustig.
Ich bin in dieser Zeit mir selbst und vielen Anderen
gehörig auf die Nerven gegangen.
Zigaretten rauchen ist eine chronische Suchterkrankung.
Der Kampf, diese ewige Gefühls Achterbahn
und das Hin und Her liegt genau daran.
:quartfoil:
Aber es wird besser.
Von Tag zu Tag von Woche zu Woche.
Die Heilung ist ein Prozess
Das dauert eine Weile.
Heile mit Weile
Liebe Grüße
Klaus
Guten Morgen und danke @alle
@Nova
kein Personenschaden aber jede Menge Ärger. War auf dem Supermarkt Parkplatz, ein Motorrad leicht berührt und das ist gegen ein Auto. Jede Menge Ärger und rennerei. Beim Warten auf Halter und Polizei (war dann bezüglich des Halters notwendig) habe ich mir Zigaretten geholt
Ansonsten habe ich weiter nachgedacht, was mir an der rauchenden Caro besser gefällt.
Ich bin 4 Monate mit Fäusten in den Taschen durch die Welt gelaufen, könnte selten entspannen oder genießen. Die rauchende Caro ist entspannter, fröhlicher ... Sie versteht Spaß und kann Spaß von ernst unterscheiden.
Normal ist das nicht, oder?
Dazu hatte ich ein Infekt nach dem anderen, ein trauriges Bild.
Beispiel mein Spaziergang am morgen. Einfach nur gerannt, nichts gesehen, nichts gefühlt. Meine Freundin ist unabhängig abends die gleiche Runde gelaufen und hat Bilder gezeigt. Als ob ich ganz wo anders war
Hier muss und werde ich ansetzen
LG und einen schönen Tag
Caro
Ach liebe Caro....
dieser vermaledeite 3. Tag, den kenne ich auch nur zu gut und ich vermute viele andere hier auch.
Und du weißt doch, so lange du immer einmal mehr aufstehst als du fällst.... bist du auf dem richtigen Weg.
Großartig nachdenken, was du willst, musst du wohl nicht. Das weißt du doch schon. Nur scheinbar ist der Weg nicht so ganz klar. Aber das kriegst du auch noch hin.
Liebe Mutmachgrüße
Anke
Caro auf dem Weg....nicht Caro ist frei.... :smileumarmung:
Manchmal ist der Weg steinig...man stolpert und fällt. Aber liegen bleiben die Wenigsten. Geht immer weiter, irgendwie....
Hi Caro
Versuche dich zu entspannen.
Das Forum ist voll ON - OFF. Dafür ist es doch da.
Wichtig ist deine Entscheidung zu überdenken.
Wie bist du eigentlich an die Zigaretten gekommen?
Nova bringt es auf den Punkt.
Du kannst es als Ausrutscher betrachten.
Das bedeutet .... OK ...es ist eben passiert
und du gehst sofort wieder in den Stop Modus.
Oder du rauchst eben wieder.
Davon geht die Welt auch nicht unter.
Jedenfalls kein Grund sich in Sack und Asche zu kleiden.
Überleg in Ruhe
:quartfoil:
Liebe Grüße
Klaus
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