Ich habe tatsächlich (auch rückblickend) gern geraucht. Es war kein „Lückenfüllen“ oder Kompensieren von Defiziten. Parallel zum „gern rauchen“ war es aber auch über Jahrzehnte gewachsene Gewohnheit mit dem Charakter einer psychischen Abhängigkeit. Ich habe ca. 1 bis 2 Jahr gebraucht, in denen ich Situationen, die ich als Raucher erlebt habe als Nichtmehrraucher neu erleben musste – das morgendliche Checken der Mail, die Kippe vorm Sport, die Rastplatzkippe bei der Urlaubfahrt zur Ostsee... . Mittlerweile stehe ich da komplett drüber.
Die Uhr lässt sich nicht zurückdrehen und das was war, mache ich nicht ungeschehen.
In diesem Monat werde ich acht Jahre nicht geraucht haben und ich kann wohl sagen, dass ich sehr gerne nicht rauche. Da gibt es kein Vermissen mehr, keine Sehnsucht, keine Freunde und keine Situationen die mich triggern.
Nur noch Erinnerungen.
Aber das war mal anders.
Es gab Zeiten, da habe ich gerne geraucht! Ich habe die ganze Attitüde geliebt, ich mochte den Geruch von frischen ungerauchten Tabak, ich hatte immer ein besonderes Feuerzeug, am meisten habe ich es gemocht im Freien :kaminfeuer:zu rauchen.
Ich fing relativ spät damit an, erst mit 18. Das war auf eine Reise mit einen guten Freundin, per Anhalter an den Atlantik, sechs Wochen Zeit und keine Verpflichtung.
Meiner Meinung nach passte das Rauchen ganz hervorragend zu mir und ich wollte es unbedingt lernen, obwohl sich mein Körper anfangs sehr dagegen gewehrt hatte. Übelkeit, Schweißausbrüche, Schwindel ... ihr kennt das sicher.
Nur langsam wurde es besser aber dann kamen viele Jahre, in denen ich mein Rauchen nie hinterfragt habe, geschweige denn wollte ich gut gemeinten Rat bekommen.
Mit beginn der Nichtraucherschutzgesetze regte sich die innere Stimme, die Fragen an mich selbst stellte. Aber da war der Widerstand schon so groß, dass es keine Vernunftentscheidung mehr war. Ich bemerkte, dass es mir schwer fiel nicht zu rauchen. Damit der innere Konflikt aber nicht unerträglich wurde habe ich die Vernunft zum Schweigen gebracht und gesagt „wenn ich wollte, könnte ich; aber ich will ja gar nicht“
Es heißt so schön `diskutier nicht mit Deiner Sucht´ - das hab ich auch nicht, ich habe gemacht was sie wollte - fertig.
Das war nun ein ziemlich langer Weg von dem ersten Fragezeichen und meiner heutigen Position.
Es gab Zeiten, da habe ich gerne geraucht, dann gab es Zeiten, da habe ich mir eingeredet, dass ich gerne rauche,
Dann gab es Zeiten in denen ich mir eingeredet habe, dass nichtrauchen super ist und heute liebe ich es nicht zu rauchen.
:butterflyflower
Ihr habt diesen Satz bestimmt auch schon einmal gehört: [i]„Ich rauche gern“.[/i]
In der Regel äußern ihn Menschen, die (noch) relativ weit weg sind von einem Rauchstopp. Die Älteren unter uns erinnern sich möglicherweise auch an eine Zigarettenwerbung mit genau dieser Aussage. Gezeigt wurden attraktive Personen, mit einer Zigarette in der Hand und der Werbebotschaft [i]„Ich rauche gerne“.[/i]
Menschen hingegen, die erfolgreich aufgehört haben zu rauchen, sind im Rückblick oftmals kritisch mit sich selbst, wenn sie an genau diesen Satz denken, den sie früher so ganz selbstverständlich gesagt und oftmals auch gefühlt haben:[i] „Habe ich damals wirklich gerne geraucht?“.[/i]
Wir finden, dass dieser Satz zu interessanten Diskussionen einladen kann: Ist (bzw. war) es tatsächlich Genuss, zu rauchen – oder handelte es sich eher um ein eingespieltes Ritual, das sich wie ein verlässlicher Begleiter anfühlte? Schließlich weisen Fachleute regelmäßig darauf hin, dass psychische Abhängigkeit unterschwellig funktioniert. Das Gehirn koppelt bestimmte Situationen – Stress, Pausen, Einsamkeit, Belohnung – an die schnelle Wirkung von Nikotin. Dadurch entsteht das Gefühl, eine Zigarette würde tatsächlich „helfen“ oder „gut tun“. In der Regel löst sie vor allem den inneren Druck, der sich durch den abgesunken Nikotinspiegel im Blut aufgebaut hat.
[b]
Wie seht ihr das?[/b]
Habt ihr selbst früher gesagt, dass ihr „gern“ raucht?
Was hat euch zu diesem Gefühl gebracht? Wie seht ihr das heute? Was hat sich verändert? Welche neuen Strategien oder Ersatzrituale habt ihr für euch entdeckt – welchen neuen Genuss? Und an welchen Stellen im Leben fühlt es sich möglicherweise immer noch an wie ein „Verzicht“, nicht mehr zu rauchen?
Wir freuen uns auf eure Perspektiven und Erfahrungen!
Herzliche Grüße,
vom rauchfrei-Team
Anmeldung erforderlich
Sie müssen angemeldet sein, um ein neues Thema erstellen zu können
Anmeldung erforderlich
Sie müssen angemeldet sein, um ein neues Thema erstellen zu können
Anmeldung erforderlich
Diese Aktion steht nur angemeldeten Nutzern zur Verfügung.
Anmeldung erforderlich
Diese Aktion steht nur angemeldeten Nutzern zur Verfügung.
Anmeldung erforderlich
Sie müssen angemeldet sein, um auf Beiträge antworten zu können
Anmeldung erforderlich
Sie müssen angemeldet sein, um Beiträge bearbeiten zu können
Anmeldung erforderlich
Diese Aktion steht nur angemeldeten Nutzern zur Verfügung.
Anmeldung erforderlich
Das Melden von Beiträgen ist nur angemeldeten Nutzern möglich.
Wir möchten wissen, was auf unserer Website gut funktioniert - und was wir noch verbessern können. Dafür bitten wir Sie um Erlaubnis, anonyme
Nutzungsdaten zu erfassen. Diese Entscheidung ist natürlich freiwillig.
Welcher Dienst wird eingesetzt?
Matomo
Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?
Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.
Welche Daten werden erfasst?
IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)
Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell
Betriebssystem-Version
Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins
aufgerufene URLs
die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)
Verweildauer
heruntergeladene PDFs
eingegebene Suchbegriffe.
Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).
Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.
Wie lange werden die Daten gespeichert?
Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.
Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?
Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.