Weltweit 7,1 Millionen Todesfälle durch Rauchen

06.03.2019  - Im Jahr 2017 starben weltweit 7,1 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Zu diesem Ergebnis kam die sogenannte Global Burden of Disease Study, die sich mit globalen Krankheits- und Todesursachen beschäftigt.

Große internationale Unterschiede bei der Lebenserwartung, ...
Wie ist es um die Gesundheit der Menschen bestellt? Eine Frage, die von Land zu Land unterschiedlich beantwortet werden muss. So ist etwa die Lebenserwartung von Menschen, die in reichen Industrieländern leben, deutlich höher als die der Bevölkerung in ärmeren Ländern. Am niedrigsten liegt laut der Global Burden of Disease Study die Lebenserwartung bei Männern, die in der Zentralafrikanischen Region leben: Sie werden im Schnitt 49,5 Jahre alt. Frauen in Singapur werden dagegen mit durchschnittlich 87,6 Jahren besonders alt.

… die jedoch insgesamt stark angestiegen ist
Neben der Erhebung regionaler Unterschiede interessierten sich die Studienverantwortlichen auch für globale Trends. So ist die Lebenserwartung weltweit insgesamt gestiegen: bei Männern von 48,1 (im Jahr 1950) auf 70,5 Jahre in 2017. Frauen wurden im Jahr 1950 im Schnitt 52,9 Jahre alt. Mittlerweile sind es 75,6 Jahre.

Todesursache Nummer 1 weltweit ist nach wie vor der Bluthochdruck: 10,4 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen eines zu hohen Blutdrucks. Danach folgen die schon genannten 7,1 Millionen Todesfälle, die auf das Rauchen zurückgeführt werden können. Hoher Blutzucker ist für 6,5 Millionen und ein hoher Body-Mass-Index (Anmerkung der Redaktion: Body-Mass-Index = Kennzahl für Körpergewicht, bei einem erhöhten Wert wird auf Übergewicht geschlossen) für 4,7 Millionen Todesfälle verantwortlich. Damit geht die Hälfte der weltweiten Todesfälle auf Risikofaktoren zurück, die – zumindest zu einem großen Teil – etwas mit dem Lebensstil der Menschen zu tun haben. Manche Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang auch von „zivilisatorischen Risikofaktoren“.

Gesundes Trio: Ernährung, Bewegung und Nichtrauchen
In jedem Fall handelt es sich um Faktoren, auf die wir durch unser Verhalten direkt einwirken können: über eine ausgewogene und vollwertige Ernährung, regelmäßige Bewegung und natürlich das Nichtrauchen. Sozusagen ein „gesundes Trio“ und mächtige Stellhebel, wenn es um unsere Gesundheit geht.

Die rauchfrei-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterstützt Sie dabei, den Stellhebel „Nichtrauchen“ in Bewegung zu bringen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Rubrik Aufhören. Machen Sie mit, werden Sie rauchfrei, es lohnt sich.

Quellen: www.aerzteblatt.de/nachrichten/99032/Global-Burden-of-Disease-Study-Gesundheit-der-Weltbevoelkerung-wird-fragiler