Nach 33 Jahren... am 19.05.2020 war es nun soweit


Verfasst am: 25.05.2020 17:22
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Hallo liebes Forum,
nun habe ich mich doch durchgerungen zu schreiben.
Mein Name ist Matthias, bin 47 Jahre alt und rauche seit etwa 33 Jahren. In der Regel 1 Päckchen pro Tag, doch in den letzten Jahren ist es mehr geworden. Denke, 25-30 Zigaretten täglich. Traurig, dass ich es nicht einmal genau weiß und wusste. Die Stangen wurden halt gekauft und geraucht.
Vor etwa 2 Wochen habe ich mir erstmals ernsthafte Gedanken zum Thema "Aufhören" gemacht, bin dadurch auf dieses Forum gestoßen. Ich habe gelesen und gelesen, war begeistert, wie man hier miteinander umgeht und wie hier Motivation betrieben wird. Einen "MEGA-RESPEKT" für die unglaublich tolle Arbeit die hier geleistet wird.
In all den Jahren habe ich nie einen Tag aufgehört oder reduziert, sogar unmittelbar nach schweren Operationen wurde bei nächster Gelegenheit geraucht. Ebenso bei Erkältungen und Grippe. Selbst wenige Stunden "Rauchfreiheit" waren in all den Jahren quasi nicht drin, traurig aber wahr.
Obwohl ich oft darüber nachgedacht habe endlich damit aufzuhören. Aber wie es so ist, man schiebt und schiebt es vor sich her. Habe mich in den letzten Jahren auch immer mehr geschämt, dass ich rauche.
Würde mich schon als extrem süchtigen Raucher mit äußerst empfänglichen Rezeptoren einschätzen und beschreiben, jemand der seine Zigaretten über alles liebt. Eine halbstündige Belohnung! Um von der Zigarette möglichst viel zu haben und sie möglichst gut genießen zu können, habe ich in der Regel auch alleine geraucht. Zumindest wenn es irgendwie möglich war. Hört sich bestimmt alles ziemlich eigentümlich an.
Jedenfalls scheint vieles massiv ritualisiert, Essen = Zigarette, Kaffee bzw. Cappuccino = Zigarette. Erfolgte kleinere Arbeiten = Zigarette, Werbung im TV = Zigarette. Nur eine Teilaufzählung, die Liste bzw. die Rituale ließen sich noch beliebig erweitern.
Ich verbinde offensichtlich Positives ganz massiv mit meiner geliebten Zigarette. Natürlich aber auch Negatives, sie war auch stets der Seelentröster.
Am 12.05. habe ich erstmals meine gerauchten Zigaretten protokolliert und mich mit meinem Rauchverhalten näher auseinandergesetzt. An diesem Tag wurden 28 Glimmstengel verbraucht. Darauf folgte ein Reduktionsversuch (habe ich in den 33 Jahren nie zuvor gewagt). Und mit Beendigung des Zigarettenbestands den vollständigen Entwöhnungsversuch einzuleiten.
13.05 = 14 Zigaretten
14.05 = 11 Stück
15.05 = 10 Stück
16.05 = 13 Stück
17.05 = 12 Stück
18.05 = 12 Stück (Bestand aufgebraucht und meine letzte Zigarette gegen 23.00 Uhr geraucht)
Alleine die Reduktion erwies sich für mich als absolut extrem schwer, fieberte jeder Zigarette regelrecht entgegen und sah ständig auf die Uhr. Ich hatte ferner im Vorfeld, große Angst und regelrecht Panik vor dem ersten Tag so ganz ohne.
Und nun habe ich tatsächlich seit 19.05. keine mehr geraucht. Das habe/hätte ich absolut nie für möglich und denkbar gehalten. Der erste Tag war ganz, ganz furchtbar ebenso der dritte Tag. Und auch gestern wäre ich beinahe eingeknickt. Heute erschien es mir erstmals ein kleines bisschen einfacher zumindest gab es Momente, wo ich nicht allgegenwärtig an „wenigstens einen Zug“ gedacht habe.
Ich muss dazu sagen, dass ich aktuell im Krankenstand bin und somit Zuhause. Ich weiß, dass es noch lange nicht geschafft oder halbwegs überstanden ist. Ich habe auch ein bisschen Angst, erneut „Extrem-Tage“ wie Tag 3 oder 6 durchleben zu müßen.
Ich freue mich über jeden Zuspruch, Tipp und jeder Hilfe! Insbesondere über jegliche Motivation, Erfahrung und aufmunternder Worte!
Ich empfinde aktuell, dass quasi Spontan-Projekt „Nichtmehrrauchen“, als den größten oder herausforderndsten Kampf in meinen bisherigen Leben. Teils unbeschreiblich und unerträglich! Unfassbar was die Zigaretten in und mit unseren Gehirn da anstellen und wie sie es beeinflussen.
Tag 7 ist bald überstanden, ich bin so gespannt, wie die weiteren Tage so sind, ob das Allerschlimmste überstanden ist und ab wann mit einer weiteren sukzessiven Verbesserung zu rechnen ist. Versuche von Tag zu Tag zu gelangen und klammere mich in ganz besonders schlechten Momenten hier ans Forum in dem ich lese und lese und lese.
Viele herzliche Grüße
Matthias

Verfasst am: 25.05.2020 17:58
daufi
Dabei seit: 17.01.2014
Rauchfrei seit: 2373 Tagen
Beiträge: 5823
icon_wink.gif

die ersten 3 Wochen sind am schwersten.... dann wirds immer besser versporchen.... siehst ja an meine

Rauchfreitage ....icon_redface.gif und ich hab wirklich gerne geraucht Riesengrinser.gif


liebe Grüsse die daufi
Verfasst am: 25.05.2020 18:36
Pumphut
Dabei seit: 23.04.2020
Rauchfrei seit: 97 Tagen
Beiträge: 80
Hi Matthias, sechs Tage wollen bei Deiner Vorgeschichte erst einmal geschafft sein - herzlichen Glückwunsch. Die ersten Tage empfand ich auch als leicht. Erst mit der Zeit kommen dann die Punkte, die sich immer mit dem Rauchen verbinden. Wie lange nun dieser Zustand andauert, das weiß ich nicht. Aus dem Forum habe ich gelernt und beherzige das auch: STURHEIT. HEUTE RAUCHE ICH NICHT. Und das wird jeden Tag gesagt. Mit der nötigen Disziplin geht das. Ich gebe aber auch zu, dass ich auch keine absolute Garantie geben kann, das ewig durchzuhalten. Ich will es aber hoffen, dass ich ein zufriedener Nicht-Mehr-Raucher sein kann. Noch mehr Hilfe und Motivation bekommst Du sicher schnell aus dem Forum.
Viele hoffnungsvolle Grüße sendet
Jürgen -Pumphut
Verfasst am: 25.05.2020 18:57
Bolando
Dabei seit: 14.09.2018
Rauchfrei seit: 860 Tagen
Beiträge: 1035
Hallo Matthias,
6 Tage rauchfrei das ist schon ein Pfund! Herzlichen Glückwunsch dazu. Reduzieren ist hart und bringt eigentlich nix, außer der Erkenntnis, dass es hart ist und man es trotzdem geschafft hat. Aber reduzieren ist ja eh nicht dein Ziel. Da du gerade im Krankenstand bist, kannst du die Zeit nutzen dich hier und auch anderswo über das Rauchen, die Zusammenhänge und die Notwendigkeit des Bleibenlassens zu informieren und dich zum weiter Durchhalten motivierern. Es gibt Bücher zum Download und auch Videos - vieles davon kostenlos.
Viele Neuaufhörer treffen sich hier im "Maikäfer-Zug Mai 2020"
http://www.rauchfrei-info.de/community/forum/?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=8955&tx_mmforum_pi1%5Bpage%5D=5#pid545172
Das könnte auch für dich interessant sein da mal reinzusehen.
Ich wünsche dir alles Gute, besonders Sturheit bein Durchhalten.
Viele Grüße
Bolando icon_biggrin.gif
Verfasst am: 25.05.2020 21:14
sonnenblumen
Dabei seit: 21.01.2020
Rauchfrei seit: 173 Tagen
Beiträge: 289
Hallo Matthias,

ich habe gerade deinen Beitrag gelesen, und bin über deine Aussage des "Alleinerauchens" gestolpert, was bei mir vor dem Rauchstopp auch der Fall war. Das Gegenteil eigentlich von vielen anderen Rauchern, die gerne in Gesellschaft rauchen bzw. geraucht haben. Ich glaube aber nicht, dass die Zigaretten dadurch bei mir einen höheren Stellenwert hatten und ich sie quasi alleine genießen wollte. Bei mir war es so, dass ich nach dem Rauchen immer ein bisschen benebelt war, und je älter ich wurde, desto mehr habe ich das gespürt und irgendwann fand ich das einfach sehr unangenehm in Gesellschaft, ich habe mich dann immer plötzlich nicht mehr so wohl gefühlt.
Na ja, jedenfalls haben wir es dadurch natürlich einfacher mit dem Aufhören icon_smile.gif

Ansonsten richtig Klasse, dass du aufgehört hast, und es wird definitiv mit der Zeit einfacher, ist bei jedem unterschiedlich, bei mir waren tatsächlich auch so die ersten paar Tage am Schlimmsten. Dann wird es vor allem körperlich entspannter würde ich sagen, aber du musst dich halt auch immer wieder mental damit auseinandersetzen bzw. deine Strategien (Ablenkung etc.) anwenden.

Hier wird immer sehr viel von Sturheit gesprochen und ich mag den Ausdruck so gar nicht, da ich damit etwas Negatives assoziiere. Ich persönlich bezeichne es für mich als Disziplin und davon benötigt man/ich richtig viel. Ich mache gerade eine Art Diät und da ist mir jetzt bewusst geworden, dass ich da auch maaaaal (wie gerade heute icon_redface.gif) ein bisschen locker lassen darf, heisst habe heute schon einiges genascht. Ich finde das jetzt nicht so schlimm und ich weiß, dass ich morgen da weitermache, wo ich heute aufgehört habe. Und genau das geht bei den Zigaretten nicht, da darf es überhaupt keine lockeren Zügel geben und deshalb gehört für mich in erster Linie einfach verdammt viel Disziplin zum Nichtmehrrauchen und das auch über einen längeren Zeitraum. Aber man/ich werde auch sehr, sehr belohnt dafür icon_smile.gif

Dir noch weiter viel Kraft und Disziplin !

LG Stine flowerorange.png


[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.2020 um 21:24.]
Verfasst am: 26.05.2020 05:23
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotse-andreas
Rauchfrei-Lotse seit: 08/2013
Dabei seit: 18.06.2013
Rauchfrei seit: 2577 Tagen
Beiträge: 7749
Hallo Matthias, herzlich Willkommen und Glückwunsch zur erste erfolgreichen Woche, eine Leistung auf die Du echt Stolz sein kannst. Die ersten 14 Tage werden oft als die schwersten betrachtet. Aber es wird besser und es lohnt sich wirklich diesen Weg zu gehen.

Der Entzug verläuft sehr oft in Wellen, wo nach einfachen Tagen auch wieder eine Phase kommt, wo man mehr kämpfen muss. Da hilft alles was Dich auf andere Gedanken bringt. Womit lenkst Du dich im Alltag am besten ab?

Mir hat damals der Knetball aus dem kostenlosen Starterpaket geholfen, da die Finger bei Nervosität beschäftigt waren. Bestellen kannst Du es hier http://www.bzga.de/infomaterialien/foerderung-des-nichtrauchens/foerderung-des-nichtrauchens-informationsmaterialien-fuer-erwachsene/rauchfrei-startpaket/

Jeden Dienstag ist hier von 20 - 22 Uhr ein Chat, wo Du dich direkt mit anderen Teilnehmer austauschen kannst. Vielleicht hast Du ja Zeit und Lust.

Dir weiterhin viel Erfolg für Deinen tollen Weg.

Viele Grüße

Andreas
Verfasst am: 26.05.2020 13:54
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Vielen herzlichen Dank für das zahlreiche Feedback, den Erfahrungen und der aufmunternden Worte! Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut und profitiere – so denke ich – enorm davon.
Ich habe mir eure Antworten bzw. Erfahrungen mehrfach durchgelesen
DANKE insbesondere auch für die Wünsche Daufi, Pumphut, Bolando, Stine und Andreas
Evtl. springe ich noch auf dem Maikäferzug auf vielleicht gibt es jemanden der mit mir zeitgleich aufgehört hat
Immer wenn es ganz schlimm ist, wird ins Forum eingetaucht. Man findet sich in manchen berichten wieder und man klammert sich wirklich an jeden Strohhalm. Es tut sehr gut zu hören, dass es bald besser oder einfacher wird und wohl die ersten Tage/Wochen am allerschlimmsten sind.
Was mir aufgefallen ist, dass mein innerer Antrieb enorm leidet. Alles fällt im Moment unendlich schwer. Fühle mich einfach nur träge. Ich trinke Tee und Wasser ohne Ende. Benutze Kaugummi, Bonbon etc. am laufenden Band. Gehe mehrfach am Tag spazieren und erledige kleine Tätigkeiten. Dazwischen wird sich immer mal wieder hingelegt und ausgeruht.
Die Gedanken an den Zigaretten sind fast allgegenwärtig zumindest aber fühlt es sich im Moment ein kleines Stückchen besser an als an Tag 1, 3 und 6.
Andreas, das Starterpaket habe ich bereits hier und leistet mir wertvolle Hilfe. Und danke auch für den Tipp mit dem Chat.
Ich kann es gar nicht glauben, dass heute bereits Tag 8 ist und es stimmt mich zuversichtlich, dass es nach 14 bzw. 21 Tagen mutmaßlich einfacher oder besser wird. Ich brauche einfach ein Ziel und klammere mich an erreichte Stunde und jeden erfolgreichen Tag.
Ich bin unendlich gespannt, wie es weitergeht
Nochmals vielen, vielen Dank für eure Hilfe, Zeit, Erfahrungen, Empathie und überhaupt!
Herzliche Grüße Matthias

TAG 8 einfach UNGLAUBLICHsun.gif


Verfasst am: 26.05.2020 18:40
Lesirma
Dabei seit: 10.12.2019
Rauchfrei seit: 209 Tagen
Beiträge: 1349
Hallo Matthias,
genau - ganz unglaublich - aber

du hast deine erste rauchfreie Woche geschafft!!

Dazu möchte ich dir ganz herzlich gratulieren -fireworks.pngfireworksblue.png

Das spricht für Mut und Tapferkeit, für Sturheit und Standhaftigkeit - tolle Tugenden im Leben eines Nicht-Mehr-Rauchers.

Ganz liebe Grüße
Lesirma
Verfasst am: 26.05.2020 21:06
Dollys
Dabei seit: 05.02.2020
Rauchfrei seit: 153 Tagen
Beiträge: 41
Hallo Matthias,

erstmal meinen Glückwunsch zum spontanen Aufhören! Dazu gehört schon einiges, Respekt! Ich bin in Deinem Alter, habe auch immer sehr gerne geraucht, ungefähr die gleiche Anzahl an Jahren, zwar mit 2x kurzem Aufhören zwischendurch, aber immer schön als Belohnung für alles mögliche. In den letzten Jahren habe ich mich aber immer mehr dafür geschämt, nach Rauch zu stinken usw... mein Rauchstopp war auch relativ spontan. Ich kann dir sagen, dass es anfangs die ersten 3 Wochen nicht einfach war. Immer wollte ich auf den Balkon um mich zu belohnen. Nach der Arbeit, dem Essen, mit dem Kaffee etc. Ich hatte auch mit einigen körperlichen Nebenwirkungen zu kämpfen und kämpfe teilweise immer noch.
Versuche diese Momente auszuhalten, in denen du früher zur Kippe gegriffen hast und nun keine „Belohnung“ mehr hast. Lenke dich nicht ab. Nach einer Weile ( bei mir genau 3 Wochen) macht es klick und du merkst plötzlich, dass die Gewohnheit sich geändert hat! Ich bin einfach mit Kaffee ohne Zigarette raus und habe bewusst die Situation durchgestanden. Inzwischen geh ich wirklich ohne jeden Gedanken an Zigaretten raus. Laufe ich an Rauchern vorbei, denk ich, wie schön es ist, nicht mehr Geld in die Luft zu blasen, die Gesundheit zu schädigen und nicht mehr zu stinken und bin echt stolz! Das schaffst du auch, bleib einfach stur, tu es für dich!
Alles Gute!
Viele Grüße
Sandra
Verfasst am: 27.05.2020 05:37
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotse-andreas
Rauchfrei-Lotse seit: 08/2013
Dabei seit: 18.06.2013
Rauchfrei seit: 2577 Tagen
Beiträge: 7749
Hallo Matthias, ein weiterer Tag ist geschafft, herzlichen Glückwunsch.

Der Gedanke an die Zigarette kann wirklich nervtötend sein, aber auch das verschwindet. Ablenkung hilft hier enorm - egal was! Es wir besser, Versprochen! Es dauert halt einfach etwas.Der Körper braucht einfach seien Zeit um die jahrelange Vergiftung zu beseitigen.

Sehr hilfreich waren damals Entspannungsübungen, um Abends besser abschalten zu können. Vielleicht ist es ja auch was für Dich, die progressive Muskelentspannung z.B. läßt sich schnell erlernen, auch alleine. Man findet da gute Vorlagen im Internet oder auch bei Musik-Streaming-Dienste.

Ein rauchfreies Leben ist ein gutes Ziel, auch die Gewissheit etwas für die Gesundheit zu tun. Was motiviert Dich?
Für einen tollen Urlaub sparen kann ebenso ein tolles Ziel sein.

Wenn ich als starker Raucher (2 Big Packs/Tag) es schaffe, schaffst Du es auch!

Schönen Wochenteiler

Andreas
Verfasst am: 27.05.2020 20:17
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Hallo Lesirma,

jaaaagefuehle_smilie_0236.gif
ganz vielen Dank für deine Nachricht und der Worte! Das motiviert sowas vonballoons.png

Hallo Sandra,
lieben Dank für deine Zeilen und auch den Tipps. Alles ist sowas von wertvoll im Moment für mich!gefuehle_smilie_0236.gif
Du hast geschrieben „Ich bin einfach mit Kaffee ohne Zigarette raus und habe bewusst die Situation durchgestanden“
Das habe ich heute genau so – zum ersten Mal – übernommen. Es hat heute funktioniert und ich hoffe, dass es irgendwann zum Automatismus übergeht. Die Programmierung im Gehirn das Wegfallen der Zigarette entsprechend übernimmt und anders verknüpft. So wie es bei dir bereits funktioniertflowerorange.png

Hallo Andreas,
vielen herzlichen Dank für deine stetigen Mühen und den ergänzenden Tipps,gefuehle_smilie_0236.gif
Ich gebe es zu, mit Entspannungsübungen habe ich mich bisher nie näher auseinandergesetzt. Aktuell plane ich an einem neuen Tagesablauf insbesondere mit kleineren Fitnessprogrammen (Fahrrad, Dehnungsübungen, Körperspannungsgeschichten u.a.). Heute bin ich zum ersten Mal seit fast einem halben Jahr wieder sportlich ein bisschen aktiv gewesen. 25 Minuten auf dem Fahrrad. Möchte jetzt täglich ein bisschen was tun, langsam und sukzessive um wieder etwas sportlicher und fitter zu werden. Meine Hoffnung liegt ein Stück weit auch darin, dass die Neurotransmitter mit der Produktion von Dopamin etc. langfristig eine Art „Belohnung“ erzeugen/bedienen. Wenigsten aber weiter ablenken. So zumindest der Plan, hoffe es klappt
Und ja Andreas! So ein kleines Ziel gibt es! Ich spare für einen Wochenendausflug in den Bayerischen Wald (Hotel, Wandern mit dem Hund, Natur etc.) Die Hotelanlagen sollten ja ab kommender Woche in Bayern wieder öffnen und das wäre schon eine feine Sache. Würde mich schon sehr darauf freuen.

Hallo Nicole,
ich freue mich sehr von dir zu lesen! Du bist ja mein „Rauchfrei-Zwilling“, cool.icon_cool.gif
Habe deinen Thread gelesen, ich sehe da so viele Parallelen zu mir. Und dann noch am selben Tag aufgehört.
Wir haben Tag 9 bald geschafft. Hoffe, bei dir ging es heute einigermaßen?
Ich konnte mich heute erstmals temporär für einige Stunden gut ablenken bis die Schmachter wieder schlimmer wurden.
Was ich in der kurzen Zeit an Positiven feststellen konnte ist folgendes:
Kann besser, tiefer und freier atmen. Mein Geruchs– und Geschmackssinn haben sich definitiv verbessert und verändert.
Halte durch, morgen sind wir bei Tag 10flowerorange.pnggefuehle_smilie_0236.gif
Wenn mir das jemand vor 3 Wochen oder so gesagt hätte. Ich hätte das nie und nimmer für möglich gehalten
Viele herzliche Grüße
Matthias




Verfasst am: 27.05.2020 22:04
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Hallo Darkihasi

Lieben Dank für deine Nachricht!
Ich hoffe so sehr durchzuhalten, es einfach zu schaffen!

Laß uns stark bleiben. Heute wird jedenfalls nimmer geraucht
LG Matthias

Verfasst am: 27.05.2020 22:55
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Hi Nocole

Freu' mich von dir zu lesen. Ohje da hab ich mich wohl missverständlich formulierticon_cry.gif
Ich habe quasi den heutigen Tag schon mitgezählt. Habe am 19.05 aufgehört und somit erfolgreiche 8 Tage geschafft. Der heutige Tag ist ja bereits der 9te und auch bald geschafft. Und morgen befinden wir uns schon im angefangenen 10ten. Klingt irgendwie noch ein bisserl positiver icon_lol.gif


Und ja, wir müssen es schaffen!!!
Verfasst am: 29.05.2020 13:17
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Hi Nicole
Ohje, kann mich gut vorstellen wie sich dein Tag angefühlt hat. Hoffentlich ist es heute ein Stück weit erträglicher?

Bei mir ging es gestern so einigermaßen. Habe Akupunktur-Nadeln als Entwöhnungsunterstützung bekommen. Heute ist es nicht so ganz toll. Denke die ganze Zeit, wenigstens 1 x an einer Zigarette zu ziehen.
Versuche mich durch Tag 11 zu hangeln. Hoffe, es klappt

Liebe Grüße und viel Kraft/Ausdauer für heute
Matthias


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.05.2020 um 13:17.]
Verfasst am: 31.05.2020 12:03
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Hallo Forum
Hallo Nicole

Ja, irgendwie habe ich durchgehalten. Kann es selbst kaum glauben, es sind im Moment 12 Tage und 12 Stunden in denen ich rauchfrei bin.
Bald sind es zwei Wochen!
Es ist aber - jetzt gerade im Moment - Schwerstarbeit weiter zu widerstehenicon_mad.gif

Das muss aber klappen sonst ist es irgendwann einfach zu spät

Bis bald
Matthias

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 31.05.2020 um 12:04.]
Verfasst am: 01.06.2020 20:58
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Hallo Forum
Hallo Nicole

Du hast absolut recht, wir müssen uns weiterhin erstmal an erfolgreiche Stunden und Momente halten und klammern. Nicht zu weit nach vorne blicken. Stunde für Stunde, Tag um Tag

Ich freue mich wirklich sehr, dass du die Situation im Biergarten meistern konntest. Total starke Leistung!!! Hoffe, dein Tag heute lief einigermaßen gut!?

Weiß nicht wie es bei dir ist. Ich fühle mich aktuell unzufrieden und kann mich auch zu nichts aufraffen. Bei dem aktuellen Traumwetter habe ich es normalerweise immer geliebt zuhause zu sein, im Garten zu sitzen oder auch in den Beeten etwas zu werkeln. Und ja, eben auch zu rauchen dabei. Ich konnte mich fast immer beschäftigen oder auch super entspannen, hatte auch immer Ziele.

Nun hänge ich rum, fühle mich oft traurig und niedergeschlagen und frage mich allgegenwärtig, wann geht es vorbei? Werde ich wieder der Mensch, der ich eigentlich ode zuvor war?

Doch noch möchte ich unbedingt durchhalten auch wenn es manchmal und temporär sich so schwer anfühlt.

So quäle ich mich durch so manche Stunde und jeden weiteren Tag, in der Hoffnung, dass mein Gehirn endlich damit aufhört nach der Zigarette zu flehen.

Dennoch gibt es auch immer wieder entspanntere Momente, insbesondere an den Vormittagen. Da ist es inzwischen manchmal um einiges einfacher als in den ersten Tagen. Auch die bereits eingetretenen gesundheitlichen Besserungen stimmen positiv.

Ich vertraue einfach, dass es eines Tages wieder normal/normaler und einfacher wird. Es von Tag zu Tag von Woche zu Woche sukzessive verbessert.

Daran halte ich mich fest und hoffe, dass es nicht zu einem Ausrutscher kommt. 

Ich klammer ganz fest an verschiedene Etappenziele - wie morgen das 14 Tage Ziel -.
Heute Abend wird jedenfalls nimmer geraucht


Jaaaaa lass uns gemeinsam durchhaltenicon_cool.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.2020 um 21:00.]
Verfasst am: 01.06.2020 21:21
gibnichtauf
Dabei seit: 11.08.2019
Rauchfrei seit: 316 Tagen
Beiträge: 708
Hi Tarantino,
wenn ich dich so höre, fällt mir meine Anfangszeit vom nicht mehr rauchen ein.
Ich kann dir nur sagen mach weiter, es wird einfacher glaub mir. In diesen ersten Wochen war ich zweimal rückfällig, weil ich dachte ich halt es nicht aus. Dann hatte ich währenddessen ein schlechtes Gewissen und sagte mir „ So schaff ich das nie“
Und dann war Schluss damit, einfach ist anders aber geht
LG GaBi

Verfasst am: 05.06.2020 15:14
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
"gibnichtauf" schrieb:

Hi Tarantino,
wenn ich dich so höre, fällt mir meine Anfangszeit vom nicht mehr rauchen ein.
Ich kann dir nur sagen mach weiter, es wird einfacher glaub mir. In diesen ersten Wochen war ich zweimal rückfällig, weil ich dachte ich halt es nicht aus. Dann hatte ich währenddessen ein schlechtes Gewissen und sagte mir „ So schaff ich das nie“
Und dann war Schluss damit, einfach ist anders aber geht
LG GaBi




Hallo Gabi
Vielen herzlichen Dank für deine so aufmunternden Zeilen! Das motiviert enorm! Bisher bin ich noch nicht rückfällig geworden und hatte auch keinen Ausrutscher. Es war aber schon einige Male ganz ganz knapp.

Viele Grüße Matthias
Verfasst am: 05.06.2020 15:27
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Hallo Nicole
Dir auch ganz lieben Dank für deine Worte und Zeilen! Mit der "Ablenkung" triffst du den Nagel auf dem Kopf. Je besser diese funktioniert desto einfacher die Tage. Ich empfinde es insgesamt nun schon deutlich entspannter als in den den ersten 10 Tagen. Es gibt nun immer mehr Momente wo man die Zigarette fast gänzlich vergisst. Und ganz plötzlich ist das Verlangen aber auch wieder recht akut. Ganz besonders gefährlich empfinde ich "Stressphasen" mit Ärger etc.
Insgesamt bewege ich mich auf noch ziemlich dünnen zerbrechlichen Eis. Das ist wohl Fakt! Ich habe aber auch überhaupt keine Lust darauf, dass ganze irgendwann nochmal zu erleben, erleben zu müssen. Ich klammere mich ganz häufig an das Positive. An die Fitness, an die befreite Atmung, an die bereits vielen körperlichen positiven Veränderungen und darauf, dass es jeden Tag wohl ein Stückchen einfacher wird.

Das mit deiner Familie ist schon hart, ich hoffe, man geht zukünftig empathischer mit dir um. Hier bei mir sind allesamt Nichtraucher. Bisher hat man Gott sei Dank viel Verständnis entgegengebracht.

Wünsche dir alles erdenklich Gute und weiterhin viel Kraft!!!

Ich denke, wir können und werden das schaffen!!!
LG Matthias
Verfasst am: 05.06.2020 16:11
Tarantino
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2020
Rauchfrei seit: 49 Tagen
Beiträge: 58
Noch ein kleiner Nachtrag:

Der BZgA Kalender ist für mich inzwischen elementar und eine enorme Motivationshilfe! Ebenso das 21 Tage Ausstiegsprogramm.
Auch ohne Kaugummi und Bonbons würde es aktuell noch nicht funktionieren.
Auch diverse Apps helfen bei der täglichen Motivation.

Ich klammere mich an alles, möchte unbedingt das es klappt bei meinen ersten Versuch.

Bald ist die nächste kritische Marke erreicht. Man liest häufig, dass die 3 Wochen eine weitere wichtige zu überwindende Hürde ist.

Ich sehne die Zeit herbei, wo sich alles "normal" oder normaler anfühlt. Es einfach einfach wird

Sorry fürs Gejammere