...auf dem Weg zum Hochgefühl eines suchtfreien Lebens


Verfasst am: 05.06.2021 01:10
°Eva°
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Willkommen in meinen Wohnzimmer – macht es Euch gemütlich und nehmt, wenn ihr wollt, Anteil an meiner Reise ins Leben ohne Sucht.

cornet.pngcoffee.png

Motivation, mahnende Worte und Mithilfe auf meinem Weg sind mir herzlich willkommen.
Über viele Jahre habe ich nur ab und zu geraucht und dann wieder über Wochen nicht. Meistens wenn ich alleine war und mir Erholung gegönnt habe. Raus an den See, Buch mit, was zu knabbern und die Kippen.
In den letzten Jahren kippte es und der Alltag war voller Entspannungsinseln, die Kippen eine Dauereinrichtung am Tag (und in der Nacht).
Die Verknüpfung mit runter kommen und Entspannung ist bei mir, glaube ich neben der Gewöhnung die größte Hürde.

Immer wieder habe ich aufgehört, immer wieder angefangen.
Nun ist also wieder ein Anfang – wenn alles klappt, der letzte icon_wink.gif

Verfasst am: 05.06.2021 11:02
Dowe
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Genauso ging’s mir auch - jahrelang ohne und dann wieder ohne Ende.
Viel Erfolg
Verfasst am: 07.06.2021 04:20
lisa007
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Alles Gute zum Start balloonmix.gif
Verfasst am: 09.06.2021 06:13
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Hallo Eva, herzlich Willkommen und Glückwunsch zum erfolgreichen Start.

Du bist nicht alleine mit der Erfahrung, mehrere Versuche zu benötigen. So etwas ist völlig normal. Viele Situationen im Alltag sind fest mit dem Griff zur Zigarette verbunden, sich das wieder abzugewöhnen ist die Herausforderung.

Gerne würde ich Dir als Lesetipp das kostenlose E-Book "Nie wieder einen einzigen Zug" empfehlen. http://whyquit.com/NWEEZ/NWEEZ!-Buch.pdf

Vielleicht magst Du mal beschreiben, welche Situationen Dir besonders schwer fallen zu widerstehen und welche Strategie Du dir für diesmal überlegt hast.

Es gibt bestimmte Entspannungsübungen, die man sich gut alleine antrainieren kann, wie z.B. progressive Muskelentspannung. Durch sie kann man doch vieles gelassener werden. Auch bieten viele Krankenkassen (Online-) Kurse an bzw übernehmen die Kosten für solche Kurse.

Ablenkung ist eine große Hilfe, gerade bei Schmachtattacken. Was könnte Dich kurzfristig auf andere Gedanken bringen? Ein paar gute Ideen findest Du hier: http://challenge.rauchfrei-info.de/

Weiterhin viel Erfolg. Bei Fragen helfen wir gerne.

Liebe Grüße

Andreas
Verfasst am: 10.06.2021 19:29
°Eva°
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Danke fürs Willkommen heißen und dir Andreas für deine vielen Tipps und Ideen.

Mir geht es noch nicht wirklich gut. Der Kopf schmerzt fürchterlich. Der Magen spinnt und ich fühle mich total erschlagen, habe Schweißausbrüche vom 5 Minuten spazieren gehen. Arbeiten ist daher nur äußerst eingeschränkt möglich. Das kenne ich schon vom letzten Aufhörversuch, von daher wundert es mich nicht ganz so.

Was ist schwierig:
Die Nächte, in denen ich gerne meiner Sucht nachgegangen bin und jetzt nicht schlafen kann
Die Abende, wenn ich total erledigt von der Arbeit komme und wenig Energie habe, der Sucht etwas entgegen zu stellen
Die auflaufende Arbeit und der Druck es erledigen zu müssen (verbunden mit dem Motivations- und Belohnungssuchti) Also, den Ausstieg vielleicht mal 2 Tage unterbrechen und den Schreibtisch leer fegen...Nein...keine ernstgemeinte Idee icon_wink.gif

Was klappt gut:
Ich liege viel im Bett und bin erschöpft - das ist ganz angenehm und fern von den sonstigen Ritualen
Der Gedanke, dass ich genau dadurch wieder durch muss, wenn ich jetzt es jetzt nicht durchhalte
Das Nein sagen im Kollegen Kreis
Das Bewusstsein für die Sucht und den Körper steigt und auch die Wertschätzung, was er gerade leistet, weil ich suchtfrei werden möchte

Strategien:
ich will mich wirklich auf das Hochgefühl konzentrieren, was ich immer habe, wenn ich suchtfrei bin. Diese Freiheit nicht dringend nochmal zum einkaufen oder zur Tanke zu müssen. Der fehlende Gedanke im Alltag "wann kann ich wieder - reicht die Zeit noch für eine schnelle..."
Und ich weiß auch...der Schlaf wieder jetzt zwar schlechter aber im Laufe der Zeit auch wieder besser und dann ist durchschlafen angesagt
Ich habe mir eine Liste gemacht und notiere immer, was mir noch dazu einfällt.
Außerdem ist wieder der Kalender am Start, in dem ich die Felder grün markiere und mehr als die Hälfte des Jahres ist noch frei um grün zu werden icon_wink.gif))

Verfasst am: 12.06.2021 08:10
lisa007
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Hallo

5 Tage

das ist doch toll

bringe dir was warmes vorbei coffee.png
Verfasst am: 14.06.2021 06:14
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Hallo Eva, die erste Woche ist geschafft, herzlichen Glückwunsch.

Ich hoffe, der Schlaf hat sich schon etwas gebessert.

Wie erging es Dir sonst so die letzten Tag? Sicher hast Du schon die ersten Fortschritte bemerkt.

Von der Uni. Münster gibt es ein tolle Liste mit positiver Aktivitäten. Vielleicht findest Du ja hier etwas, was Dich zusätzlich unterstützt http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/psychotherapie_ambulanz/aktivit__tenliste.pdf

Apropos Kalender: kennst Du schon den Kalender für die ersten 100 Tage? Hier sind auch tägliche motivierende, humoristische Tipps dabei: http://www.bzga.de/infomaterialien/foerderung-des-nichtrauchens/nichtraucherkalender-fuer-die-ersten-100-tage/ Im Starterpaket wäre dieser auch enthalten. Das Starterpaket ist innerhalb Deutschlands kostenlos zu bestellen.

Dir eine tolle neue, rauchfreie Woche.

Viele Grüße

Andreas
Verfasst am: 10.08.2021 00:46
°Eva°
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so...hier bin ich wieder nach einem wieder gescheiterten Versuch banghead.gif
Aber ich habe neue Erkenntnisse und ganz wichtig - neue Motivation an Board!

Für das Projekt habe ich mir nun 2 Wochen Urlaub genommen und meine Arbeitszeit grundsätzlich reduziert.
Das heißt ein freier Tag in der Woche und ab und zu eine Stunde früher nach Hause gehen. Ich merke, dass das Projekt rauchfrei keines ist, was ich so "nebenbei" erledigen kann, sondern es zieht mir viel Energie und Zeit ab. Mich zu reflektieren, meine Motivation zu stärken, meine schwachen Momente früh zu erkennen und gegenzusteuern.
Das klappt nicht, wenn der Tag schon mit anderen Dingen überfrachtet ist.
Jetzt im Urlaub ist es auch egal ob ich Kopfschmerzen habe oder nicht schlafen kann. D.h. der Druck schnell wieder zu funktionieren und die Verlockung doch wieder zuzugreifen, fallen weg.
Finanziell ist es zwar ein herber Einschnitt, aber dafür kann ich dann hoffentlich das Geld für die Zigaretten gegen rechnen.

Außerdem bereite ich mich n o c h b e s s e r vor, als die letzten Male. Vor dem Einschlafen gibt es seit einiger Zeit Einschlafhygiene mit Spaziergang und Meditation. Die Nächte sind inzwischen auch suchtfrei. Das war lange Zeit nicht so und ich habe die Zigarette in der Nacht und den Blick nach draußen sehr genossen. Ich fand es bei den letzten Versuchen auch gerade in der Nacht sehr schwer zu verzichten, weil ich auch nicht "wach" genug war um der Sucht etwas entgegenzusetzen und es hatte einfach für mich etwas sehr beruhigendes.

Außerdem gibt es inzwischen immer wieder Phasen am Tag in denen ich mehrere Stunden rauchfrei bin. Abends überlege ich manchmal ob ich noch fix welche kaufen soll, aber ich kann es auch schon manches mal aushalten eben nicht zu gehen.

So fühle ich mich fürs erste gut gerüstet und am Freitag den 13.08. soll das Projekt an den Start gehen.
Mit einer gehörigen Portion Vorfreude und Ängstlichkeit grüßt Euch,
°Eva°

Verfasst am: 10.08.2021 01:47
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Liebe Eva,

schön dass du weder dich, noch dein Projekt, noch diese Community aufgibst. Natürlich ist das eine ziemlich bittere Pille, ich denke mit Grusel an meine Fehlstarts zurück, dereinst...Aber es gibt nun mal keine Alternative zum erneuten Rauchstopp.

"Mal so nebenbei" Nichtmehrraucher zu werden, funktioniert nach meiner Überzeugung nicht. Und auch die Annahme, nach etlichen Raucherjahren innerhalb von wenigen Wochen die Sucht ablegen zu können, wird nur schwerlich funktionieren .

"Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben," klingt erstmal ziemlich egoman, bringt aber die Einstellung zum eigenen Rauchstopp auf den Punkt. Deine Strategie, von der du berichtest, liest sich richtig gut, finde ich. Die Erkenntnisse mitzunehmen, die der vorige Anlauf hinterlassen hat und neue Rahmenbedingungen zu schaffen, sind zwei essentielle Dinge, die sicher sehr hilfreich sind.

Liebe Eva, der kommende Freitag wird dein Tag X. Dass dieser Tag "Freitag der 13." heißt, ist ein gutes Omen. Lass bitte weiterhin auf jeden Fall von dir hören. Du weißt, hier wird niemandem der Kopf abgerissen, wenn manches nicht so läuft, wie gedacht.

Eine gute Nacht
wünscht dir
Meikel
Verfasst am: 10.08.2021 22:25
°Eva°
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Vielen Dank Meikel für Deine motivierenden und wertschätzenden Worte. Ich kann sie gut gebrauchen.
Mein Umfeld hält von meinem "Spektakel" rund um den Ausstieg nicht viel bzw. meinen es wäre viel zu viel Aufwand.
Und das meine Enttäuschung um so größer sein wird, wenn es wieder nicht klappt.

Ich denke auch, dass es für mein Selbstwertgefühl wichtig wäre, dass der Ausstieg gelingt und ich einfach weiß, dass ich den dafür erforderlichen Willen und das Durchhaltevermögen auch aufbringen werde.
Ich hasse es Projekte immer wieder anzugehen und zu scheitern.

Die Tage versuche ich nun ganz viel weg zu arbeiten und den Schreibtisch leer zu bekommen, damit ich Freitag in den Urlaub starten kann. Die ersten Tage verbringe ich ohne Handy auf einer kleinen Hütte. Einmal raus aus dem Alltag tut mir hoffentlich ganz gut um die Gewohnheitsfallen nicht direkt vor der Nase zu haben.

Neben den Gewohnheitsfallen wird Stressmanagement mein Thema werden. Ich jongliere oft mit vielen Dingen, habe mehrere berufliche Tätigkeiten die leider oft zur gleichen Zeit stressig werden und leider unter Aufschieberitis bis es dann wirklich brennt. Da bleibt wenig Energie übrig um sich um mich zu kümmern.
Daher werde ich Wochenplan schreiben und mir immer wieder schöne Aktivitäten einplanen um nicht wieder im Hamsterrad zu enden.

Heute Abend bin ich übrigens mal wieder ohne Suchtmittel und es löst weniger Anspannung aus, als noch die letzten Male.
Der Weg ist der richtige...ich muss ihn nur konsequent gehen!

Liebe Grüße,
Eva








Verfasst am: 11.08.2021 06:15
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Hallo Eva, zum Thema Stressmanagement vielleicht noch der Vorschlag von mir, dass es es mal mit Entspannungsübungen, wie autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung... versuchst. Die Krankenkassen bieten solche Kurse auch an bzw übernehmen die Kosten.

Die progr. Muskelentspannung hat den Vorteil, dass man die gut alleine erlenen kann und sie auch schnell erste Fortschritte bringt. Man findet im Web viele, gute Videos usw als Vorlage.

Vielleicht wäre das ja eine gute Unterstützung für Dich.

Viele Grüße

Andreas
Verfasst am: 11.08.2021 15:05
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Grüß dich Andreas,
danke für die Vorschläge.
Ich bin da momentan schon gut unterwegs und probiere mich aus.
Es fällt mir auch ziemlich leicht - mir fehlt es nur oft an Zeit und die to do Liste für den Tag ist meist länger, als der Tag Stunden hat icon_wink.gif)


Verfasst am: 11.08.2021 19:13
Bordeauxlover
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Liebe Eva,

herzlich Willkommen im Rauchfreiland! Bist Du die von mir schmerzlich vermisste Eva, die mal im Junizug 2020 in die Rauchfreiheit gestartet und später aus dem Zug geplumpst ist? Das würde mich unendlich freuen! Wenn nicht, bist Du natürlich genauso herzlich Willkommen. Ich wünsche Dir einen tollen Start in die Rauchfreiheit!

Liebe Grüße
von Armin, dem Bachelor des Junizugs 2020
heart.pngrose.gif
Verfasst am: 12.08.2021 01:19
°Eva°
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Lieber Armin,
wie schön - einer deiner berühmten Rosen bei mir im Wohnzimmer. Danke!
Ja- ich bin die Eva die aus dem Junizug gepurzelt ist. Ich wollte eigentlich schreiben, ich bin immer noch die gleiche Eva, aber das stimmt vermutlich nicht.
Das letzte Jahr war einfach sehr sehr heftig und hat mich mal komplett durch gerüttelt. Da war fürs Zug fahren und dem Suchtteufel etwas entgegen zu setzen keinlerei Energie mehr übrig. Die letzten Monate hieß es dann wieder zurückfinden in den Alltag, beruflich wieder einigermaßen starten und obwohl noch nicht alles 100% ist, denke ich, dass ich jetzt stabil genug bin um den Ausstieg schaffen zu können.

Ich wünsche es mir sehr.
Liebe Grüße,
Eva
Verfasst am: 16.08.2021 06:21
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Guten Morgen Eva, ich hoffe Du hattest ein entspanntes Wochenende.

Wie war das erste rauchfreie Wochenende, klappte alles nach Wunsch?

Ich wünsche Dir eine tolle, neue Woche.

Viele Grüße

Andreas
Verfasst am: 16.08.2021 15:28
°Eva°
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So...seit Freitag bin ich rauchfrei, aber innerlich sehr kämpfend mit der Sucht an sich.
Vom Hochgefühl suchtfrei zu sein, bin ich noch meilenweit entfernt.

Der erste Tag ging eigentlich recht gut vorbei - die Ablenkung und andere Tagesstruktur war sehr hilfreich. Aber dann stellten mich Kopfschmerzen und Übelkeit auf die Probe. Essen habe ich komplett eingestellt - trinken geht nur schlückchenweise und schon meldet sich der Suchtteufel und fragt, ob es vielleicht eventuell nicht sinnvoller wäre, das Aufhören auf kühlere Temperaturen zu verlegen...jipiieh yeah vermeldet die Entscheidungsstelle im Gehirn. Das ist mal ein sinnvoller Gedanke und bestimmt wird es bald kühler....

Gut aber, dass ich das schon von den letzten Aufhörversuchen kenne. Irgendein guter, vermeintlich sinnvoller Gedanke kommt immer auf um den Entzug zu verschieben.

Und auch die Übelkeit und Kopfschmerzen sind bekannte Begleiter und ich versuche mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, wenig zu analysieren oder mir zu überlegen sondern es eher stupide auszusitzen.












Verfasst am: 20.08.2021 06:24
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Hallo Eva, die erste Woche ist geschafft. Herzlichen Glückwunsch.

Wir geht es Dir, wie läuft es?

Ich hoffe Du kannst den heutigen Tag etwas genießen und belohnst Dich mit einer Kleinigkeit.

Dir ein tolles Wochenende.

Viele Grüße

Andreas

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Verfasst am: 21.08.2021 00:21
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Danke Andreas!
Naja...die Sache mit dem belohnen hat nicht geklappt. Mein Auto hat sich als Großbaustelle entpuppt. Da kann gleich das gesparte Zigarettengeld reinfließen.
Und ich war heute einkaufen und habe völlig ohne es bewusst zu tun, Zigaretten eingekauft, bezahlt und eingepackt. Beim auspacken zu Hause, war es auch noch fast selbstverständlich sie in die Kommode zu räumen. Als es mir auffiel war ich völlig perplex. Ich rauche ja gar nicht mehr.

Daraufhin habe ich sie an Mitbewohner im Haus verschenkt und fast alles, was ich überhaupt noch an Raucherutensilien hatte auch.

Wie ärgerlich, dachte aber meine Suchtteufelchen als ich vorhin nach Hause kam. Die "nach Hause komm" Zigarette fehlt mich dann doch am meisten.
Und danach (wenn nicht davor) kommt gleich die "nachts wach werden und völlig in Ruhe eine rauchen und dann wieder gemütlich ins Bett fallen" Zigarette.
Gerade auf letzte war ich nicht gut vorbereitet, weil ich eigentlich seit Wochen Schlafhygiene betreibe und auch schon seit Wochen keine mehr nachts geraucht habe.
Aber derzeit schlafe ich äußerst schlecht, bin viel wach und hier braucht es wohl noch eine Weile, bis das Nicht Rauchen in meinem Kopf und meiner Gefühlswelt angekommen ist.

Was noch schlecht läuft ist, dass ich seit Tagen entweder Schmerzmittel nehme oder Kopfschmerzen habe.
Das dürfte bitte nächste Woche auf weiterziehen - Danke!

Aber, nach all dem negativen: Eine Woche ist geschafft und zwar ohne Ersatzprodukte, sondern einfach so.
Der Alltag läuft zwar müßig, aber ich habe mir vorgenommen achtsam, langsam, geduldig und wohlwollend mit mir und meinem Körper umzugehen und das gelingt mir auch ganz gut.
Der Druck und das Verlangen ist da, aber meistens nur auf einem Level auf dem ich es gut händeln kann.
Die ersten Raucherkontakte hatte ich schon und das hat auch erstaunlich gut geklappt.
Was ich nächste Woche angehen möchte, ist meinem Umfeld mitzuteilen, dass ich aufgehört habe.
Das habe ich noch nicht, weil ich mein Gesicht bei einem Rückfall nicht verlieren wollte und vielleicht tief im inneren auch nicht so ganz an mich geglaubt habe...

So...das war mal der Monolog zum Tagesausklang.
Grüße in die Forumswelt,
Eva
Verfasst am: 21.08.2021 00:43
Bordeauxlover
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Liebe Eva,

danke für Deine lieben Besuche, auch besonders den späten gerade. Ich mache meine zwei Jahre am 18.01.2022 voll. Meine letzte Kippe habe ich am 17.01.2020 gequalmt. Ich bin selbst überrascht, wie vergleichsweise leicht es mir gefallen ist. Aber Herausforderungen gibt es auch für mich noch, weil gerade in Coronazeiten nach einem Jahr noch nicht alle „Standardsituationen“ durchlebt sind. In zwei Wochen fliegen meine Frau und ich nach Griechenland, in den Ort und das Hotel, wo wir in den letzten 20 Jahren schon fünf mal waren, zuletzt 2018. Und da habe ich immer geraucht. Sonne, Strand und Meer habe ich noch nie rauchfrei erlebt. Das macht mir fast ein bisschen Bammel. Aber ich bin zuversichtlich, auch rauchfrei durch diesen Urlaub zu kommen. Schade, dass so wenige vom Junizug 2020 übrig geblieben sind. Das fand ich eine besonders tolle Truppe. Schön, dass Du wieder hier bist. Ich wünsche Dir weiter viel Glück und Erfolg auf all Deinen Wegen. Kommst Du eigentlich aus dem schönen Thüringen oder Sachsen, oder habe ich da ganz was Falsches im Hinterkopf gespeichert?

Liebe Grüße
Armin rose.gifheart.png
Verfasst am: 22.08.2021 15:25
Paul2.1.
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Hallo Eva,

ich wollte mal zu einem Gegenbesuch bei Dir reinschauen und finde schon die Überschrift des WZs bemerkenswert.
Einiges hab ich gelesen, von Unsicherheit, Selbstzweifel, der ganzen Sache nicht so reicht über den Weg trauen; aber dann benennst Du das große Anliegen und pinnst es Dir gut sichtbar an die eigene Tür, das ist Klasse.

ich bin ein Fan von Vera Birkenbihl und habe sie auch schon mehrfach hier im Forum erwähnt
sie spricht von einem Lebenskonzept, bei dem man übergeordnete Fixsterne bestimmt, die über allen anderen Zielen stehen. Für meinen Rauchstopp war dieser Fixsterne ein suchtfreies Leben zu führen, diesem habe ich meine Probleme mit dem Rauchstopp untergeordnet. Ja, ich habe schlechte Laune, kann nicht durchschlafen, vermisse diese oder jene Entspannung - aber ich rauche nicht mehr.

Nach einer langen Raucherzeit ist es erlaubt mit dem Rauchstopp eine zeitlang beschäftigt zu sein, das ist nicht immer ein Vergnügen - aber es lohnt jede Mühe, die notwendig ist.

LG Gruß von Paul
und ab morgen zählst Du im zweistelligen Bereich