Jetzt ist Schluss...


Verfasst am: 14.09.2018 14:34
Rils87
Themenersteller
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Liebe Forums-Mitglieder,
heute ist meiner erster rauchfreier Tag. Und ich muss sagen, dass ich völlig zappelig, unkonzentriert und aggressiv bin. Doch ich habe mich dazu entschlossen, dass durchzustehen. Komme was will. Ich bin diese Sucht dermaßen satt. Ich haben schon einige klägliche Versuche hinter mir. Derjenige, welcher mich meistens wieder zu Rückfall verhalf, war der Alkohol. Diesmal werde ich in dieser Beziehung hundertprozentig wachsamer sein. Denn der anfängliche Entzug ist jedes Mal eine Tortur, welchen ich mir für den Rest meines Lebens ersparen will. Dank des Buches "Nie wieder einen Zug", weiß ich, dass die Sucht mich mein Leben lang begleiten wird auch wenn ich sie nicht mehr wirklich wahrnehmbar ist.
Das Buch ist sehr klar und direkt und ich hoffe, dass mich dieses und das Forum für meinen Ausstieg eine wichtige Stütze sein wird.
Ich hatte mich vor ein paar Wochen schon einmal hier angemeldet und mich durch die Beiträge gelesen. Ihr seid eine wirklich starke Gemeinschaft und euer gegenseitiger Zuspruch hat mich tief beeindruckt. Weswegen ich mich auch wieder bei euch einreihen wollte.
Heute sind noch einige Sachen in der Wohnung und am Schreibtisch zu erledigen, doch ich habe Null Motivation, weil ich total aufgekratzt bin und der Suchtteufel ständig in meinen Gedanken spazieren geht.Nikotinteufelchen.png
Doch ich will mich davon nicht entmutigen lassen und kämpfe dagegen an. Schluss damit!

icon_cool.gif



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.2018 um 14:36.]
Verfasst am: 14.09.2018 15:01
VenezianischerKarneval
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Liebe(r) Rils87,
dann welcome back!
Du hörst dich sehr motiviert an; leider ist der Weg zur Rauchfreiheit etwas steinig, du hast es schon beschrieben.
Wenn du aufgekratzt bist, vielleicht kannst du dich doch aufraffen, die restlichen Dinge im Haushalt und am Schreibtisch zu erledigen und dann ins Wochenende zu starten.
Hast du schon ein Glas mit Aufgaben- und/oder Belohnungszetteln, in das du greifen kannst, wenn eine Suchtattacke kommt, zum Ablenken?
Vielleicht magst du noch ein wenig mehr von dir mitteilen?
Dann wünsche ich dir einen guten Start in die Rauchfreiheit und viel ladybug.png auf deinem rauchfreien Weg.
Mit lieben Grüßen butterfly.gifClaudiabutterfly.gif
Verfasst am: 15.09.2018 11:09
Rils87
Themenersteller
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Hey,
leider muss ich gestehen, dass ich meinen Absprung nicht geschafft habe. Den ganzen gestrigen Tag war ich sehr aufgewühlt und zum Abend hin hat sich die innere Unruhe extrem verstärkt. Das kreisen um die Zigaretten nahm kein Ende. Weswegen ich mich Entschloss vor die Tür zu gehen, woraufhin ich an einen Spätkauf vorbeikam.
Nach kurzer Überlegung ging ich rein und holte mir drei einzelne Zigaretten. Der Rest ist ja klar.
Nun sitze ich auf meiner Couch und ärgere mich über mich selbst.
Immerhin habe ich nach denn drei Zigaretten keine mehr angefasst und habe mir für den heutigen Tag vorgenommen zu meiner Verabredung am Nachmittag mit dem Fahrrad zu fahren. Denn in den Tipps für den ersten Tag steht, dass Sport am ersten Tag sehr nützlich sein soll, um die Entzugssymptome zu lindern.
Was für Aufgaben und Belohnungen schreibst du auf deine Zettel? Hast du ein paar Beispiele?
Falls du oder jemand Anderes noch weitere Tipps hat, wie ich die ersten heiklen Tage glorreich überstehen kann, wäre ich sehr dankbar.

Gruß
Euer Rils
Verfasst am: 15.09.2018 12:49
Summer77
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Hallo Rils,

herzlich willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluss der Sucht ein Ende zu setzen.

Ich fand die ersten drei Tage am schlimmsten. Danach gab es noch ab und zu etwas anstrengende Momente, aber so schlimm wie in den ersten Tagen wurde es nie wieder. Mir haben in den ersten drei Tagen Süßigkeiten geholfen. Ich habe sie kiloweise gegessen. Nicht sehr gesund, aber zielführend. Ich habe mir in der ersten Woche erlaubt, alle Hilfsmittel zu benutzen, die mir in den Sinn kamen, nur kein Nikotin. Es hat geklappt.

Ab dem 4 Tag lies der Süßigkeitenkonsum langsam nach und nach 7 Tagen habe ich ihn völlig eingestellt und mich angefangen gesund zu ernähren. Danach war ich mehr mit gesundem Kochen beschäftigt als mit der Schmacht. Die war nur noch selten da und nicht mehr so stark.

Übrigens nach den ersten drei Tagen, wo ich die Wände hätte hoch laufen können, kam die erste Erleichterung und somit ein Gefühl der Euphorie. Es hat sich gelohnt durchzuhalten. Heute kann ich mein Glück kaum in Worte fassen. Also lieber Rils, akzeptiere, dass du an nichts anderes denken können wirst, weil dein Verlangen nach Nikotin so stark am Anfang sein wird, dass es dich wahnsinnig machen wird. Es hört aber auf. Bis dahin halte durch und esse, was dir in die Finger kommt. icon_lol.gif Ich bin nach den Essorgien immer erschöpft eingeschlafen, so ging die Zeit schneller rum. icon_wink.gif Glücklicherweise hatte ich Urlaub als ich aufgehört habe, so konnte ich in der ersten Woche machen, was ich wollte.


Viel Erfolg!

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.2018 um 12:52.]
Verfasst am: 15.09.2018 13:35
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-manu
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Auch von mir ein herzliches Willkommen Gemeinschaft.png

Was für Aufgaben und Belohnungen schreibst du auf deine Zettel? Hast du ein paar Beispiele?


Aufgaben wenn man einen Hieper auf eine Zigarette hat:
- Fenster putzen
- Socken zusammensortieren
- Kniebeuge/Liegestützen machen
- usw

Belohnung tut der Seele gut. Ein Tag geschafft dann vielleicht ein schönes Duschgel / Harrshampoo
Belohnung muß nicht groß sein, aber sie tun einfach gut icon_wink.gif

Ich zum Beispiel hatte immer Pfefferminzbonbons zur Hand. Und ja, auch ich habe in den ersten Tagen mehr Eis oder Süssigkeiten gegesen. Aber das legt sich wieder.

Ganz wichtig ist, das der doofe icon_evil.gif sehr gut lügen kann. Sogar besser als Pinocchio. Das hast Du ja gemerkt. Nicht weiter ärgern.... Krönchen richten und weiter gehts icon_wink.gif

GGLG Manu
Verfasst am: 16.09.2018 10:42
Rils87
Themenersteller
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Hey,
vielen Dank für die ganze Ermutigung, dass war mir eine große Hilfe. Denn ich habe meinen ersten rauchfreien Tag hinter mir.
Ich habe zwar auch etwas mehr gegessen, aber es hielt sich in Grenzen. Was mir wirklich gut tat, war das Fahrrad fahren. Die frische Luft und die Bewegung lindern ganz gut die Entzugssymptome.
Zum Abend wurden die Attacken dann wieder stärker. Aber eine Tüte Chips konnte sie gut in Schach halten.
Jetzt gerade sind die Schmachter etwas stärker, weswegen ich gleich raus an die frische Luft gehen werde.
Ich will so gerne die ersten drei kritischen Tage überstehen. Daher drückt mir weiterhin die Daumen.
Und nochmal vielen Dank für die wertvollen Tipps.

Genießt den Sonntag
Rils
Verfasst am: 16.09.2018 11:37
Summer77
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Lieber Rils,

herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten, erfolgreich gemeisterten, rauchFREIEN Tag!

fireworksblue.png

Du machst es super mit der Mischung aus Sport und Essen. Ich habe nur letzteres getan und damit etwas zugelegt, aber das war mir egal, denn ich wollte nur frei sein von dem Gift und der Sucht danach. Die ersten drei Tage sind schlimm, aber hey, es sind NUR drei Tage. Danach wird es leichter. Und zwischendurch verspürt man Erleichterung und sogar Euphorie und ist stolz wie Bolle. Es lohnt sich.

Denk dran, DU willst NICHT rauchen, das Nikotinmonster icon_evil.gif will gefüttert werden. Lass dich da nicht in die Irre leiten und vor allem, diskutiere niemals mit dem Nikotinmonster. Ich nenne ihn auch Terrorist und mit Terroristen verhandelt man bekanntlich nicht! icon_lol.gif

Halte durch lieber Rils, nach der Drei-Tage-Schlacht wird der Terrorist sehr geschwächt sein. Der Krieg ist damit noch nicht gewonnen, aber die schwerste Schlacht schon. icon_wink.gif

Verfasst am: 16.09.2018 15:16
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-manu
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Sehr gut Rils Taenzerin.gif

Mach weiter so... icon_biggrin.gif

Ich bin gerade kaputt, da ich gerade vom Sport komme. Ich habe Bodypump gemacht... Das ist Krafttraining mit Gewichten. Puhh, sind meine Arme schwer icon_wink.gif


Wünsche Dir weiterhin voll sturheit...

GGLG Manu
Verfasst am: 16.09.2018 15:21
Rils87
Themenersteller
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Beiträge: 24
Liebe Summer,
vielen Dank! Ich bin auch wirklich froh den ersten Tag überstanden zu haben. Das mit dem Essen kann ich gut verstehen. Ich bin auch auf Dauerappetit und die zwischenzeitliche Erleichterung spüre ich auch schon. Auch wenn ich immer wieder ein inneres ziehen verspüre, was total nervt, aber der Wille auf ein Leben in Freiheit ist stärker.
Da ich nicht mehr unter der Knechtschaft des Nikotinmonsters leben will. icon_wink.gif

Nochmals Danke für eure Ermutigungen!

Ihr seid eine tolle Gemeinschaft.

Gruß
Rils



Verfasst am: 17.09.2018 13:19
Rils87
Themenersteller
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Beiträge: 24
Hey Freunde,
heute gehe ich den dritten Tag ohne Zigaretten.
balloons.png
Gestern Abend und heute morgen war der Schmacht sehr stark gewesen, was sehr belastend war. Hinzu kommt, dass ich die letzten Tage extrem müde bin und kaum Antrieb besitze.
Heute morgen viel es mir unter anderem richtig schwer auf die Beine zu kommen. Ergänzend muss ich sagen, dass ich nochmal das Studieren angefangen habe und daher an einigen Tagen in der Woche etwas später aufstehen kann. Doch in der Regel ist das nicht meine Art. Aber heute war ich richtig down und fühle ich mich teilweise so als ob ich krank werden würde. Eine weiteres Symptom ist eine grundlose Unzufriedenheit, als würde ich einen Verlust betrauern. Kotz, kotz und nochmal kotz. Sry, aber das nervt alles tierisch. icon_cry.gif
Was ich tatsächlich vermute, ist, dass mein Körper dabei ist den ganzen Giftmüll abzubauen und gerade nicht so richtig weiß was los ist, da das gewohnte Gift fehlt.
Nun ja, ab Mitternacht sind die kritischen drei Tage um und ich hoffe, dass ich dann langsam zur der neuen Vitalität gelange von der berichtet wird.
Denn dieser Zustand ist echt ka#*!.
Doch die Terroristen werden die Gewalt über mich nicht zurückbekommen.
!Mit ihnen wird nicht verhandelt!
Auch wenn ich heute sehr müde bin, in der Bibliothek über meinen Laptop mit halb aufgeschlagenen Augenlidern hänge und die kleinen Teufel im Körper immer wieder anfangen zu schreien, werde ich nicht schwach, weil ich ein sehr wertvolles Ziel habe.

!Ein rauchFREIES Leben!

Zwischenbericht von Rils
Verfasst am: 17.09.2018 14:10
michello
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Beiträge: 81
Hi Rils, congratulations für den Willen, es zu versuchen...und congratulations für den dritten rauchfreien Tag.
Ist bei mir auch noch nicht so lang her...durchhalten hat sich aber sowas von gelohnt. Nicht verhandeln! Die drei "H" für Hirn, Herz und Ar...äh Hintern müssen die Kontrolle zurück bekommen!

Wir haben solange Schindluder mit uns getrieben...da kann man dann mal versuchen, hart zu bleiben! Bitte, nicht nachlassen, Du bekommst hier jeden mentalen Beistand!

Keep on the good work! Beste Grüße Michello
Verfasst am: 17.09.2018 16:40
Summer77
Dabei seit: 23.08.2018
Rauchfrei seit: 83 Tagen
Beiträge: 180
"Rils87" schrieb:

Hey Freunde,
heute gehe ich den dritten Tag ohne Zigaretten.
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Super! Halte durch! Bald hast du die Drei-Tages-Marke geschafft. Ich weiß, wie schwer die ersten drei Tage sein können und deswegen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, du hast schon zwei hinter dir. Den einen schaffst du auch noch. icon_wink.gif

Gestern Abend und heute morgen war der Schmacht sehr stark gewesen, was sehr belastend war. Hinzu kommt, dass ich die letzten Tage extrem müde bin und kaum Antrieb besitze.


Das sind die Entzugserscheinungen lieber Rils. Ich war durch den Kampf gegen die Schmacht bzw. das Nikotinmonster icon_evil.gif total erschöpft und habe voll viel geschlafen. Die Entzugserscheinungen zeigen dir aber nur, welch eine heftige Droge du dir ständig hinzugefügt hast. Mir haben sie auch geholfen, Zigaretten zu hassen und zu meiden wie der Teufel das Weihwasser. Durch die Entzugserscheinungen habe ich verstanden, warum manche Exraucher so radikal gegen das Rauchen sind. icon_lol.gif


Heute morgen viel es mir unter anderem richtig schwer auf die Beine zu kommen. Ergänzend muss ich sagen, dass ich nochmal das Studieren angefangen habe und daher an einigen Tagen in der Woche etwas später aufstehen kann. Doch in der Regel ist das nicht meine Art. Aber heute war ich richtig down und fühle ich mich teilweise so als ob ich krank werden würde.


Ich habe nach der Phase der Müdigkeit, die Phase der Schlafstörungen erlebt. Ich bin schlecht in den Schlaf gekommen und wenn ich eingeschlafen bin, bin ich mitten in der Nacht aufgewacht und konnte manchmal 2-3 Stunden nicht schlafen. Das war belastend, weil ich auch berufstätig bin, aber ein liebes Forumsmitglied, die Waro, hat mir den Tipp gegeben, die Entzugserscheinungen als Selbstreinigungskräfte des Körpers zu begreifen. Das hat mir geholfen das Ganze ins positive Licht zu rücken. Es zwar immer noch anstrengend, aber ich habe mich darüber gefreut, dass mein Körper daran arbeitet, sich von dem giftigen Deck zu befreien.


Eine weiteres Symptom ist eine grundlose Unzufriedenheit, als würde ich einen Verlust betrauern. Kotz, kotz und nochmal kotz. Sry, aber das nervt alles tierisch. icon_cry.gif


Nun ja, du könntest dich schon Mal mit etwas belohnen. Mir hat z.B. eine App, die ausrechnet, wie viele Kippen ich nicht geraucht habe und wie viel Geld und Zeit ich gespart habe gute Laune gemacht. Ich schaue mir jeden Tag an, was ich schon erreicht habe in der App und es macht mir gute Laune. Manche Menschen kaufen sich was, andere gehen nett essen.

Dass du aber denkst, dass du auf etwas verzichtest, könnte dir auf Dauer gefährlich werden. Genau das könnte dazu führen, dass der Terrorist icon_evil.gif dich im schwachen Moment kriegt. Mir hat da das Buch "Endlich Nichtraucher" geholfen, zu begreifen, dass ich auf gar nichts verzichte und kein Opfer erbringe. Ich empfehle es dir an dieser Stelle, um endlich diesen Irrglauben zu beseitigen.

Was ich tatsächlich vermute, ist, dass mein Körper dabei ist den ganzen Giftmüll abzubauen und gerade nicht so richtig weiß was los ist, da das gewohnte Gift fehlt.


Genauso ist es! Freu dich darüber! Du hast nicht nur Nikotin im Körper gehabt, sondern auch Kohlenmonoxid und Teer und Quecksilber und sonst noch so anderen Dreck. Es war nicht nur gesundheitsschädlich, sondern kontrollierte deinen Tagesablauf.


Nun ja, ab Mitternacht sind die kritischen drei Tage um und ich hoffe, dass ich dann langsam zur der neuen Vitalität gelange von der berichtet wird.
Denn dieser Zustand ist echt ka#*!.


Du solltest dann eine erste Erleichterung verspüren, aber damit ist der Entzug noch nicht vollkommen abgeschlossen. Da braucht man etwas längeren Atem. Es wird nicht ständig so schwer, es wird auch gute Tage geben, denn es ist eher ein Auf und Ab, aber wer erwartet nach jahrelanger Sucht in drei Tagen geheilt zu werden? Man braucht schon etwas mehr Ausdauer, aber es lohnt sich.

Übrigens, google mal die Suchtkurve.


Doch die Terroristen werden die Gewalt über mich nicht zurückbekommen.
!Mit ihnen wird nicht verhandelt!
Auch wenn ich heute sehr müde bin, in der Bibliothek über meinen Laptop mit halb aufgeschlagenen Augenlidern hänge und die kleinen Teufel im Körper immer wieder anfangen zu schreien, werde ich nicht schwach, weil ich ein sehr wertvolles Ziel habe.

!Ein rauchFREIES Leben!

Zwischenbericht von Rils


That's the spirit!
Weiter so!



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.2018 um 16:42.]
Verfasst am: 18.09.2018 14:43
Rils87
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Dritter rauchFREIR Tag
icon_lol.gif
Zwischenbericht!
Erstmal vielen Dank für die vielen tollen Ratschläge und Ermutigungen. Ihr seid für mich eine riesen Bereicherung.

Heute geht es mir schon etwas besser. Die Müdigkeit ist zwar noch da, aber die Antriebslosigkeit ist nicht mehr ganz so stark, wie in den ersten Tagen. Zwar verspüre ich immer noch ein leichtes ziehen im Körper, also in etwa wie ein leichtes Kribbeln unter der Haut, was aber im Gegensatz zu der Anfangszeit nachgelassen hat.
Ansonsten ist der neu auftretende Geschmack eine Herausforderung, um nicht in ein Gelage zu verfallen. Aber alles besser als Unmengen von Nervengift zu inhalieren.
Ich freue mich schon darauf euch die nächsten Tage ausführlicher zu berichten.
Heute habe ich leider nicht soviel Zeit.

Grüße
Rils


Verfasst am: 18.09.2018 17:20
Rauchfrei-Lotse
rauchfrei-lotsin-bine
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Hallo Nikolai,

Schön, dass du wieder da bist. Da freue ich mich. 3 Tage ohne Rauch hast du schon. Sag wie hast du deinen gelungen Start gefeiert?

LG Bine rose.gif
Verfasst am: 19.09.2018 10:51
Rils87
Themenersteller
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Beiträge: 24


Hi Rils super !!!

und vor allem Du selbst musst stolz auf Dich sein.
Die ersten Tage sind echt hart.

Das Kribbeln, das sind die versch. Nervenbahnen, die jetzt wieder "zum Leben" erwachen icon_smile.gif

Stur bleiben, dranbleiben !!!

LG Karin



Vielen Dank Waro! Ich werde von Tag zu Tag auch stolzer auf mich, denn das ist bereits für mich eine riesen Leistung. Aber ohne eure Unterstützung, wäre das um einiges schwerer gewesen.
Wenn das Kribbeln von dem Wiederaufleben meiner Nervenbahnen kommt nehme ich das gerne in Kauf. Für die anderen, welche ein ähnliches Symptom bemerken. Ich war gestern Nachmittag ein wenig Laufen und danach war das Kribbeln so gut wie weg. Kleiner Tipp, da es manchmal doch etwas unangenehm ist.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.2018 um 10:57.]
Verfasst am: 19.09.2018 11:07
Rils87
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Beiträge: 24
"rauchfrei-lotsin-bine" schrieb:

Hallo Nikolai,

Schön, dass du wieder da bist. Da freue ich mich. 3 Tage ohne Rauch hast du schon. Sag wie hast du deinen gelungen Start gefeiert?

LG Bine rose.gif


Hallo Bine,

nach einigen Rückschlägen habe ich mich doch wieder in eure wertvolle Gemeinschaft begeben und ich bin sehr dankbar dafür. Denn wie ich vorher schon schrieb, wäre ohne eure Hilfe der Ausstieg um einiges schwieriger.
Denn Start habe ich vor allem damit gefeiert, dass ich mir jede Menge leckeres Essen gegönnt habe.
Es ist zwar nicht das Gesündeste, aber zur Zeit ist mein Appetit enorm und nehme das in eher in Kauf, als nach einer Zigarette zu greifen, aber in den nächsten Tagen wird's wieder gesünder.
Ansonsten beschenkt mein Körper mich, denn ich fühle mich heute schon besser als die letzten Tage und das Verlangen nach einer Zigarette in Situationen in denen das Rauchen wirklich stört, wie beim Lernen, sind auch weniger geworden.

Ich bin schon Stolz auf mich denn ich kann sagen:
4 rauchFreie Tage
balloons2.png

Wie hast du dich oder ihr euch belohnt?

Gruß
Nikolai

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.2018 um 11:07.]
Verfasst am: 24.09.2018 21:12
Rils87
Themenersteller
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Liebe Forumsmitglieder,

ich bin kurze Zeit abgetaucht, da ich am Wochenende nach 7 Tagen wieder geraucht habe. Ich könnte mir so in den Arsch beißen. Sorry für meine Ausdrucksweise, aber mich hat das ziemlich geärgert.
Denn ich kann nun, aufgrund meiner Leichtsinnigkeit, den ganzen Entzug nochmal von vorne durchmachen.
banghead.gif
Ich will euch erzählen was passiert ist und wäre über hilfreiche Tipps eurerseits echt dankbar.
Am Samstagabend war ich bei Freunden zum Spieleabend. Das positive war, dass alle Nichtraucher waren, somit schon mal eine Versuchung weniger. Dafür gab es jede Menge Alkohol, wodurch wir zwar auch jede Menge Spaß hatten.
Doch mit der Zeit verspürte ich einen immer stärkeren Drang nach einer Zigarette. Also umso mehr ich trank umso stärker das Bedürfnis eine zu Rauchen.
Im Stillen habe ich dann abgewogen, ob ich mir auf dem Heimweg noch Zigaretten holen sollte oder nicht. Schließlich kam ich in einen gedanklichen Tunnel und fixierte den Idee mir Zigaretten zu holen.
Der Rest ist wahrscheinlich klar. icon_rolleyes.gif
Am nächsten Tag war die Trauer dann groß. Denn durch diese Aktion stand ich wieder am Anfang.
Schließlich rauchte ich am Sonntagabend zwar nur drei Zigaretten und heute Abend eine und das Verlangen ist auch nicht so strak, wie beim anfänglichen Entzug. Dennoch merke ich das mein Körper wieder in leisen Tönen nach Nikotin verlangt.
Daher wollte ich euch fragen, ob ihr das auch mit dem Alkohol kennt?
Bei mir ist das Verlangen in keiner Situation so stark, wie beim Alkohol.

Habt ihr Tipps wie ich damit am Besten umgehen kann? Total auf Alkohol fällt mir schwer zu verzichten. Denn in geselliger Runde trinke ich schon gerne.


Gruß Nikolai



Verfasst am: 25.09.2018 20:55
Bergsee
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Rauchfrei seit: 192 Tagen
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Hallo Rils,

da sind doch noch eine Menge Zigaretten übrig: Tu sie verbrennen. Das ist am sichersten, vielleicht möchtest Du auch eine andere Vernichtungsmethode?

Wenn der Drang nach Zigaretten noch nicht so stark ist wie vor dem Rauchstopp, versuche das zu nutzen. Es wird bald vorbei sein, dann bist Du wieder voll im Rhytmus...

Wenn Du hier im Forum ein bisschen herum liest, wirst Du sehr häufig finden, dass vor Alkohol gewarnt wird. Alkohol enthemmt. Dann ist der schöne feste Wille futsch und er icon_evil.gif hat gewonnen. Ist natürlich nicht schön bei einem Spieleabend als einziger trocken zu bleiben. Aber fahr doch einfach mit dem Auto, dann hast Du einen super Grund, erst einmal keinen Alkohol zu trinken. Gute Freunde werden es aber auch verstehen, wenn Du es einfach erklärst wie es ist und Dich unterstützen. Nach ein paar rauchfreihen Wochen ist die Gefahr nicht mehr zu groß. Aber da must Du einfach auf Dein Gefühl hören, wieweit Du gehen kannst.
Habe vor kurzem mit einem Kollegen gesprochen, der bereits 4 Jahre rauchfrei ist. Nach seiner Aussage ist der Alkohol immer noch eine mögliche Falle. Man muss sicher nicht vollständig verzichten, aber man muss vorsichtig sein.

Liebe Grüße
Bergsee
Verfasst am: 26.09.2018 09:21
Rils87
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Beiträge: 24
Hey Bergsee,

die Zigaretten habe ich schon weggeworfen und ich gehe heute in meinen zweiten rauchfreien Tag. Die Entzugsymptome sind zwar da, aber nicht so stark wie beim ersten Entzug.
Nach meinen Rückfall habe ich meinen Freunden auch erzählt, dass ich den nächsten Wochen erstmal, wenn überhaupt, nur wenig Alkohol trinken werde. Danach werde ich evt. auch schrittweise mal mehr trinken.
Nochmals vielen Dank für deine Tipps.
Denn alles immer wieder von vorne durchzumachen ist echt ermüdend.

Gruß Nikolai
Verfasst am: 26.09.2018 09:49
Rauchfrei-Lotse
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Rauchfrei seit: 531 Tagen
Beiträge: 1207
Hallo Rils,

ja, das mit dem Alkohol kennen viele. Alkohol ist der kleine Bruder vom Niko. Und wenn die beiden sich verbinden, kann man schwach werden.
Das du erst einmal weniger oder gar nichts trinken willst, ist eine gute Idee.

DU schaffst das.

GGLG Manu