Nach 33 Jahren... am 19.05.2020 war es nun soweit


Verfasst am: 15.11.2020 12:38
Française
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Hallo Matthias,

heart.png lichen Glückwunsch zu grandiosen 180 Tagen in der Rauchfreiheit

island.png balloons.png penguin.gif

Nun bist du auf deiner Trauminsel angekommen, aber es war kein leichter Weg und hier ein kleiner Ausschnitt aus der wunderschönen Geschichte s. u.

Ob ich mich wieder auf diese Reise machen würde? Jeder Zeit!
Sie war viel anstrengender als ich erwartet hatte. Hat mich viel mehr Mühe gekostet als ich es mir nur vorstellen konnte. Hat mehr Tränen und Verzweiflung gebracht als mir lieb war.
Aber was ich dafür gewonnen habe ist immens.
Vor mir liegt eine Zukunft in Freiheit. Mit einem Wohlgefühl welches ich mir noch nicht einmal vorstellen konnte. Und mit der Chance sehr alt zu werden. Und jetzt weiß ich auch wie sich ein schwerer Geldbeutel anfühlt.


Du bist diesen Weg STARK und STUR geradeaus gegangen und heute dürfen wir mit dir anstoßen auf die Trauminsel

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Wir gehen gemeinsam rauchfrei weiter....Tanzende_Pinguine.png

Ich rauche heute nicht weil es mir genauso gefällt
Elli

Verfasst am: 15.11.2020 12:10
Bolando
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Hallo Matthias,
180 Tage - das halbe Jahr. Ich gratuliere. Ich hoffe dass es dir gut geht - so gut, dass du dich deshalb hier etwas zurückgezogen hast. Ist ok. Keiner muss länger bleiben als er das möchte. Aber vlt. liest du noch gelegentlich mit. Alles Gute für dich. Schönen Tag und genieße das gute Wetter icon_biggrin.gif
Verfasst am: 14.11.2020 23:17
Petra_NMS
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"Tarantino" schrieb:

Kapitel 7:
Eine glückliche Landung.

180 Tage nach dem wir losgefahren waren, landeten wir in unserer neuen Welt.
Der Ort kam uns wie eine „Trauminsel“ vor. Die Farben waren bunter als alle welche wir kannten. Die Luft lieblicher als an jedem anderen Ort. Das Essen schmeckte besser als je zuvor. (Was ein allgemeines Phänomen war, und sich bei uns allen deutlich abzeichnete. Wir sahen nicht nur lebendiger aus, wir waren auch fülliger geworden).
Wir waren überglücklich diesen Ort erreicht zu haben.
Wir haben dort noch viele anderen getroffen, welche vor dem Tyrannen geflohen waren.
Sie bereiteten uns ein großen Willkommen, und halfen uns mit Rat und Tat.
Ein wenig bedauerten wir all die, welche sich entschieden hatten umzukehren. Doch Freude war das vorherrschende Gefühl.
Und ich dachte mir: „Schön! Jetzt hast du es geschafft“.


Lieber Markus,

Da bist Du nun island.png fireworksblue.png

- wirklich schön hier, hatte fast vergessen, dass auch ich dort bereits gelandet war. Jeder rauchfreie Tag ist ein Geschenk sweetpea.gif valrose.gif

Eine neue Leichtigkeit des Seins Tanzende_Pinguine.png

Ich kann nur jede*m empfehlen, diese Reise zu beginnen. Heute komme ich in Deiner Hütte vorbei, damit wir

auf Deine 180 Tage anstoßen können congratchamp.gif

LG Petra
Verfasst am: 26.10.2020 18:36
SilkeG
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Wow Matthias, so eine tolle Geschichte heart.png

Vielen Dank dafür und herzlichen Glückwunsch zu

160 Tagen Rauchfreiheit

Das ist großartig!
congratchamp.gif

Alles Gute weiterhin wünscht
Silke
die HEUTE nicht raucht und die nächsten Tage auch stur ist....
Verfasst am: 26.10.2020 16:47
Française
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Vielen Dank für diese wunderbare Geschichte cat.png

Und natürlich auch meinen
heart.png lichen Glückwunsch zu den 160 Tagen auf deinem Zähler
fireworks.pngcongratchamp.gifballonsheart.png

Liebe Grüße und einen schönen rauchfreien Abend

Ich rauche heute nicht weil es mir genauso gefällt!
Elli
Verfasst am: 26.10.2020 16:20
Tarantino
Themenersteller
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Diese schöne Geschichte aus den Tiefen des Forums beschreibt meinen/unseren Weg sehr gut wie ich finde.
Sie wurde von einem Markus der sich leider gelöscht hat in 2015 niedergeschrieben, dank eines Zitats von Daufi
https://www.rauchfrei-info.de/community/forum/?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=3512
konnte die tolle Geschichte erhalten werden


…Conquest of Paradies.

Kapitel 1: Im Land eines unbarmherzigen Tyrannen.

Der Zeitpunkt an dem ich die Erzählung meiner Geschichte beginnen lasse möchte, liegt etwa zwei Jahre zurück.
Ich lebte zu jener Zeit in einem Land, welches von einem brutalen und unbarmherzigen Tyrannen regiert wurde.
Ich war in diesem Land nicht geboren, doch wie ich dorthin gelange erzähle ich gleich erst.

Es war ein sehr merkwürdiger Herrscher. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu seinem „Volk“ verlangte er dass die Menschen in Papier gehüllte Kräuter verbrannten, und diesen Rauch inhalierten.
Nun ist man versucht zu sagen, so schrecklich hört es sich doch nicht an. Aber das heimtückische war, diese Kräuter machten süchtig. Nach kurzer Zeit kam man nicht mehr ohne aus.
Und der Erwerb dieser „Kräuterröhrchen“ war auch noch sehr teuer.
Alles Geld, welches dafür ausgegeben wurde, floss in die Schatzkammern des Tyrannen, und machte ihn sehr, sehr reich. Doch darum ging es ihm noch nicht einmal. Dies war nur der Nebeneffekt. Was er wirklich wollte war Kontrolle. Er wollte die Menschen kontrollieren und über sie bestimmen. Sie sollten ihren freien Willen an ihn abgeben.

Hinzu kam dann auch noch das dieses „Ritual“ die Gesundheit ruiniert, und viele, viele Menschen in dem Land des Tyrannen früh starben.
Und was das Ganze noch merkwürdiger machte, ist die Tatsache, dass niemals auch nur ein Mensch in diesem Land geboren wurde.
Alle Bewohner dieses Landes sind „rekrutiert“ worden.
Der vernünftige Mensch mag jetzt einwerfen, dass ja niemand gezwungen sei dieses Ritual zu vollziehen, und somit nie unter die Tyrannei des Herrschers geraten könnte. Doch war der Tyrann zu allem Übel auch noch recht klug, und ein Kenner der menschlichen Natur.
Er schickte gut ausgebildete „Werber“ aus, welche dafür sorgten, dass sein Volk immer wieder Zuwachs bekam.
Und wie dies funktionierte erzähle ich im nächsten Kapitel an meinem eigenen Beispiel.

Kapitel 2: Der kluge, kluge Werber.

Da niemand im Land des Tyrannen geboren wurde, wurde seine „Untertanen“ also angeworben.
Dies geschah auf vielfältige Weise.
Bei mir war es so.
Wir hatten unser alljährliches großes Fest im Dorf. Dort trafen sich Jung und Alt, Mann und Frau, Mädchen und Jungen, um am längsten Tag des Jahres zusammen zu feiern, zu essen und zu trinken.
Es war das Jahr in dem ich, und einige Freunde meines Alters, ein reges Interesse an der Tochter des Müllers gefunden hatten. Um es ganz klar zu sagen: Wir hechelten ihr hinterher wie der Hund des Schmiedes, der Wurst des Metzgers.
Jedoch war sie ein wenig älter, und hatte nur Augen für den Sohn des Schmiedes. Dieser war von Statur her eher ein Bär, als ein Mensch, von seinem Geist her allerdings auch.
Dennoch versuchten meine Freunde und ich, die Aufmerksamkeit der Müllerstochter zu erlangen.
Einige der älteren Jungs des Dorfes haben uns bei unseren (heute kann ich ja zugeben, doch sehr ungelenken) Versuchen beobachtet. Einer kam zu mir und meinte, dass ein Zigarette etwas cooles wäre, und ich damit sicher Eindruck machen würde. Erst wollte ich natürlich nicht. Weiß doch jeder wie schlimm rauchen ist. Doch meinten einige Jungs – welche jetzt dazu gekommen waren – ob ich den vielleicht feige wäre? He! Alles! Aber feige! Ich? Nie! Ich nahm eine zündet sie an, der erste Zug.
Buah – wie übel. Davon soll man süchtig werden? Nie im Leben! Und hat die Müllerstochter nicht gerade bewundernd zu mir geschaut…?
Das Ende des Liedes war, das ich bald in das Land des Tyrannen umgesiedelt bin. Und die schöne Müllerstochter bekam den Sohn des Buchhändlers, der auch nur einmal in seinem Leben mutig war. Nämlich als er sie ansprach, und ihr seine Gefühle gestand.
Das die älteren Jungs schon seit längerem im Dienst des Tyrannen standen, wurde mir erst viel später, und damit zu spät, klar.

Kapitel 3:
Auch in der Tyrannei kann man sich einrichten.

So siedelte ich um, und empfand das Leben erst als recht angenehm.
Wie immer wenn man etwas gemeinsam tut, entsteht Gemeinschaft.
Und dies war gar nicht so schlecht. Man traff sich, rauchte eine zusammen (so wurde das Ritual genannt), unterhielt sich. Und da man mit der Zeit immer mehr rauchte kam es auch zu immer mehr Treffen. Es fühlt sich nicht schlecht an, in einer Gemeinschaft eingebettet zu sein. Und sei es eine Gemeinschaft von Drogenkonsumenten.
Natürlich gab es auch unzufriedene Stimmen, und auch Kritik am Tyrannen. Aber wo gibt es diese nicht? Selbst im freisten Land wird es Menschen geben welche dies zu bemängeln haben.
Alles in allem verging die Zeit nicht ganz unangenehm. Doch immer mehr störten mich die Begleitumstände. Meine Gesundheit verschlechterte sich. Nicht sofort, Und auch nicht schnell. Aber so dass ich irgendwann nicht umhin kam mir einzugestehen das ich auf diesem Weg einem frühen Ende entgegen ging. Der Gestank, die Unsummen an Geld, die gelben Finger und die verlorene Zeit sei auch noch hier erwähnt.
Und irgendwann kam was kommen musste, einige lieben Freunde starben weit vor ihrem natürlichen Ende an den Folgen des Rituals.
Und so entschied ich mich: Jetzt ist Schluss!

Kapitel 4:
Résistance.

Aber wie anfangen?
Eins war mir klar. Alleine geht es nicht.
Ich brauchte Verbündete.
Und so hörte ich mich um.
Wie in jeder Tyrannei gibt es Menschen welche sich gegen sie auflehnen. Doch sie findet man nicht zur Mittagszeit auf dem Marktplatz. Eher gegen Mitternacht in zwielichtigen Spelunken.
Und so trieb ich mich in Gegenden herum in welche ich normalerweise nicht gegangen wäre, und zu Zeit in denen jeder anständige Mensch besser zu Bette liegt. Doch ich hörte hier mal ein Wort, dort fing ich einen Satz auf. Namen vielen. Natürlich nichts Genaues. Aber genug um Vermutungen anzustellend, und diesen nach zu gehen.
Und so kam es das ich eines Nachts vor einer Tür stand, klopft und das Passwort: „rauchfrei-info“ flüsterte. Die Tür schwang auf, und ich stand in einem Raum mit vielen Gleichgesinnten. Ich hätte nie gedacht das es so viele Menschen gäbe welche aus der Tyrannei flüchten wollten.
Dort erzählte man uns das es durchaus möglich ist zu fliehen. Die Tyrannei hinter sich zu lassen, und die Freiheit gewinnen könnte. Es wäre nicht unbedingt einfach, aber machbar.
Denn diejenigen welche uns das erzählten waren diesen Weg selbst schon gegangen, und boten sich uns als „Lotsen“ an.
Und gerne glaubten wir ihren Worten.
Sie sagten uns dass wir uns auf diese Flucht/Reise vorbereiten sollten. Und rüsten und wappnen sollen, und wer aufbrechen wollen, solle in einer Woche um Mitternacht im Hafen der Stadt sein.
So machte ich mich auf um meine letzten Dinge in diesem Land zu erledigen, und dann in die Freiheit aufzubrechen.

Kapitel 5:
Auf in eine neue Welt!

So kam es das ich kurz vor Mitternacht – eine Woche nach dem Treffen – im Hafen stand. Meine sieben Sachen dabei. Mit viel Vorfreude und noch viel mehr Angst.
Das Schiff auf welches wir stiegen war recht unauffällig. Nicht sehr groß, nicht sehr neu.
Da wir es selbst segeln mussten – aus Gründen der Geheimhaltung konnte man keine Mannschaft anheuern – fand ich es nur Recht. Viele waren gekommen. Und es herrschte eine eigentümliche Stimmung. Es gab viel Vorfreude. Es gab auch jede Menge Angst. Einige erschraken bei dem Gedanken dieses Land nie wieder zu betreten. Doch wir machten uns gegenseitig Mut, und die Lotsen erzählten uns von dem Leben was auf uns warten täte.
Bevor wir das Schiff betraten warfen wir alle unsere Utensilien für das Ritual ins Meer. Allein das tat schon gut.
Als wir dann alle an Bord waren, das Gepäck verstaut, legte das Schiff ab, und wir fuhren in die Morgendämmerung hinein einer ungewissen Zukunft entgegen.

Kapitel 6:
Eine bewegte Überfahrt.

Wie ich schon bemerkte, waren wir viele. Direkt zu Anfang fragte ich mich wieso so viele auf einmal auf dem Schiff sein sollten. Schon einige Stunden später wurde mir klar warum.
Das Fehlen des Rituals macht sich bemerkbar. Es setzte der Entzug ein.
Und dies war kein wirklich schöner Anblick. Viele wankten wie betrunken übers Deck. Einigen musste man die Anweisungen für ihre Arbeit auf dem Schiff mehrmals wiederholen, damit sie nicht vergessen wurden. Einige kamen einfach nicht von der Reling weg. Wieder andere waren nicht aus den Kojen zu bringen. Einige wenige waren nicht zu bremsen.
Man sah die merkwürdigsten Szenen. Es kam vor das zwei oder mehrere in Streit miteinander gerieten und sich dabei ewige Feindschaft schworen, nur um sich wenige Augenblicke später weinen in den Armen zu liegen und sich ihrer immerwährenden Zuneigung zu versichern.
Es wurde in den ersten Tagen viel gelacht, und viel geweint. Und die Lotsen hatten alle Hände voll zu tun um Schiff am laufen zu behalten.
Nach einigen Tagen wurde es besser. Die Gemüter beruhigten sich. Und eine etwas größere Entspanntheit trat ein. Nicht jeder wurde vom Entzug gleich hart getroffen. Einige hatte sogar das Glück kaum etwas zu bemerken. Was wurden sie beneidet.

Leider muss ich auch erwähnen dass einige verloren gingen.
Vielen schwand der Mut, die Zuversicht und der Glaube daran es schaffen zu können. Andere wurden wieder von Werbern eingefangen. (Woher sie kamen haben wir nie heraus bekommen).
Andere sagten dass es noch nicht der rechte Zeitpunkt sei.
Sie machten sich auf den Weg zurück. Fuhren mit anderen Schiffen, welche in Richtung des Landes des Tyrannen fuhren, wieder zurück.
Andere stahlen sich in aller Heimlichkeit fort von uns.
Jedes Fehlen empfanden wir sehr schmerzlich.
Doch der Glaube an die Richtigkeit unserer Reise ging nie verloren.

Nach 50 Tagen Fahrt, machten wir an einer kleinen Insel halt, um unsere Vorräte zu ergänzen.
Diese Insel nannte man „Blümchenwiese“. Warum weiß ich zwar nicht so genau, aber da sie sehr angenehm und lieblich war, denke ich dass ihr Name daher rührte.
Als unsere Vorratskammern gefüllt waren, machten wir uns auf den Weg zur Fahrt über den großen Ozean, um ins Land der Freiheit zu gelangen.

Kapitel 7:
Eine glückliche Landung.

180 Tage nach dem wir losgefahren waren, landeten wir in unserer neuen Welt.
Der Ort kam uns wie eine „Trauminsel“ vor. Die Farben waren bunter als alle welche wir kannten. Die Luft lieblicher als an jedem anderen Ort. Das Essen schmeckte besser als je zuvor. (Was ein allgemeines Phänomen war, und sich bei uns allen deutlich abzeichnete. Wir sahen nicht nur lebendiger aus, wir waren auch fülliger geworden).
Wir waren überglücklich diesen Ort erreicht zu haben.
Wir haben dort noch viele anderen getroffen, welche vor dem Tyrannen geflohen waren.
Sie bereiteten uns ein großen Willkommen, und halfen uns mit Rat und Tat.
Ein wenig bedauerten wir all die, welche sich entschieden hatten umzukehren. Doch Freude war das vorherrschende Gefühl.
Und ich dachte mir: „Schön! Jetzt hast du es geschafft“.

Kapitel 8:
Weiter.

Eine Weile glaubte ich tatsächlich es geschafft zu haben. Angekommen zu sein.
Doch etwas gab keine Ruhe. Eine kleine Stimmte in meinem Kopf fragte mich ob dies denn schon alles sei. Ob ich es mir so vorgestellt hätte, oder ob ich noch mehr wolle.
Eine geraume Weile konnte ich diese Stimme überhören. Doch sie wurde lauter, und ich hörte mich wieder etwas um.
So erfuhr ich, dass ich nicht der Einige sei, dem es so ergeht. Es hätte schon viele vor mir gegeben welche ein weiter wollten. Ihren Weg fortsetzend, wohin das Abenteuer einen führt.
So kam es das ich wieder mein Bündel schnürte, und mich auf den Weg machte.
Doch war es nicht leicht. Nur wenige konnten mir auf meinem Weg Auskunft geben. Es gab keine festen Weg. Trampelpfade waren schon eine Bequemlichkeit.
Ich kam durch viele Landstriche von denen ich nur einen mal mit Namen nennen möchte. Den „Dschungel der Gefühle“. Und wenn ich ihn durchquert habt, wisst ihr auch genau warum er so heißt.

Nach einiger Zeit kam ich über eine Hügelkette, und ein grünes, einladendes Tal lag vor mir.
Sofort gefiel mir der Ort. Ich wusste, ich war angekommen. Hier sollte mein neues Leben stattfinden. Dies war meine neue Welt.

Kapitel 9:
Angekommen.

Ich bin jetzt schon eine Weile in meinem Tal.
Gut es ist nicht „mein Tal“, aber ich nenne es so.
Einige andere haben sich auch jetzt schon hier angesiedelt, und wir kommen sehr gut mit einander aus.
Ich habe mir ein kleines Häuschen (na gut, woanders wäre es eine Hütte) mit Garten errichtet, und fühle mich rundum wohl.
Manchmal weht der Wind einen leichten Geruch aus einem jetzt sehr fernen Land her, und ich erinnere mich, dass mein Leben mal anders war.
Doch ist dies wie das Jucken einer alten Narbe, oder das verblassende Bild eine Alptraums im Licht des frühen sonnigen Morgens. Es vergeht schnell wieder.

Ob ich mich wieder auf diese Reise machen würde? Jeder Zeit!
Sie war viel anstrengender als ich erwartet hatte. Hat mich viel mehr Mühe gekostet als ich es mir nur vorstellen konnte. Hat mehr Tränen und Verzweiflung gebracht als mir lieb war.
Aber was ich dafür gewonnen habe ist immens.
Vor mir liegt eine Zukunft in Freiheit. Mit einem Wohlgefühl welches ich mir noch nicht einmal vorstellen konnte. Und mit der Chance sehr alt zu werden. Und jetzt weiß ich auch wie sich ein schwerer Geldbeutel anfühlt.


Ich hoffe diese Geschichte hat ein wenig amüsiert und ermutigt.

Ich wünsche viel Erfolg auf dem Weg in die Rauchfreiheit.

Mit vielen lieben Grüßen

Markus


Verfasst am: 26.10.2020 15:57
Tarantino
Themenersteller
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Rauchfrei seit: 249 Tagen
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Hallo Christine, Paul, Ramona, Christian, Petra, Niemant, Bolando, Uli, Baum, Pumphut (Jürgen), Maria, Armin, Marlies
Hallo Community,

Es ist viel Zeit seit meinem letzten Eintrag hier vergangen. Nach wie vor gucke ich mehrmals täglich ins Forum und lese eure Beiträge. Bin leider sehr passiv geworden was das Schreiben anbelangt dafür möchte ich mich entschuldigen insbesondere bei Christine und Paul.
Hier ist doch einiges passiert und geschehen! Meine Rauchfrei-Geschichte soll jedenfalls fortgesetzt werden trotz aller Umstände auf welche ich zu einem späteren Zeitpunkt noch eingehen möchte und werde.
Vermutlich werde ich nach und nach eben „häppchenweise“ erzählen und berichten. Von meinen Schwierigkeiten, meinen Erfahrungen, von positiven Veränderungen und Momenten die gefühlt und subjektiv alles abverlangten, eben von meinem persönlichen NMR-Weg.
Erstmals also nur ganz kurz, bin noch immer rauchfrei, habe heute an meinem 161 Tag über 4000 Zigaretten nicht geraucht und bereits mehr als 1400 Euro gespart.
Ich versuche, euch alle auch noch persönlich in euren Wohnzimmern zu besuchen sobald die Kraft und der Antrieb mitspielt.
Ganz wichtig ist mir vorab, nochmal ein Dankeschön an diese tolle Community auszusprechen. Ohne das geniale Forum wäre ich nicht da wo ich aktuell stehe!!!! Ganz besonderen Dank an meine Wegbegleiter (ganz besonderen Dank an Ramona, Christian, Petra, Niemant, Bolando, Uli, Baum, Pumphut (Jürgen), Maria, Armin, Marlies, Gabi (hoffentlich habe ich jetzt niemanden vergessen)), an die vielen aktiven Schreiber durch die letztlich alles am Leben bleibt und an die fantastische Arbeit der Rauchfrei-Lotsen. Was habe ich das Forum durchgeackert in diesen 161 Tagen, Geschichten und Erfahrungen ohne Ende gelesen. Auch die Geschichten der Lotsen, so einiges konnte ich für meinen persönlichen Weg gebrauchen und mitnehmen.
Ja, und ein mörderisches, riesiges Dankeschön an Christine und Paul. Ihr habt mir unglaublich viel mit auf dem Weg gegeben (Christine, dein ausführlicher Post, DER WAHNSINN)! Ich weiß sehr wohl, was da auch an Gedanken und Zeit Verwendung findet und fand. Zeit und Gedanken die ihr für andere aufbringt und investiert. Eure Empathie, eure Art, eure Hilfe ist wertvoll!!! Sehr wertvoll!!! Ich weiß das wirklich ganz, ganz enorm zu schätzen wie ihr seid und was ihr tut! Deshalb meinen größten Respekt und meine Wertschätzung für euch Perlen der Evolution. So, jetzt aber genug gelobt icon_wink.gif
Liebe Grüße
Matthias

Verfasst am: 27.09.2020 09:59
Baum68
Dabei seit: 23.05.2019
Rauchfrei seit: 631 Tagen
Beiträge: 610
Matthias
wo bist du?
Meld dich doch mal
Wir müssen doch weiter zusammen die Oberpfalz rauchfrei machen
penguin.gif
Verfasst am: 20.09.2020 21:12
Paul2.1.
Dabei seit: 12.06.2019
Rauchfrei seit: 914 Tagen
Beiträge: 942
Guten Abend Mathias,

so lange schon hast Du Dich nicht bemerkbar gemacht.
Ich wünsche Dir sehr, dass es Dir gut geht
wie auch immer Du Deinem Anliegen nachgegangen bist.

Wenn Du magst kannst Du ja mal kurz schreiben wo Du gerade so stehst?

LG von Paul
Verfasst am: 17.09.2020 20:54
Adamul
Dabei seit: 28.10.2019
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Beiträge: 1390
Hallo Matthias!
champballoongift.png Heute schnapst du im Quadrat.
Denn 11 x 11 = 121
Meine herzlichen Glückwünsche zu dieser Jeckenzahl.
congratchamp.gifcongratchamp.gif
Viele Grüße
Uli
Verfasst am: 17.09.2020 20:35
kine
Dabei seit: 03.05.2020
Rauchfrei seit: 270 Tagen
Beiträge: 37
Hallo Mathias
121 Tage Glückwunsch, habe mir heute mal wieder die Zei genommen
hier zu schreiben und entsprechend an Deine Qual vom Anfang des Nichtrauchens
gedacht, die meiner so ähnlich war. Ich hoffe Dir geht es gut und Du bist weiterhin
dabei.
Verfasst am: 07.09.2020 13:16
Petra_NMS
Dabei seit: 03.01.2020
Rauchfrei seit: 387 Tagen
Beiträge: 1774
Lieber Matthias,
111 Tage - ein Grund für ein Feuerwerk fireworks.png
fireworksblue.png fireworks.png

Es ist so still geworden hier . . . Geht es Dir gut?

Rauchfreie Grüße sendet Petra
Verfasst am: 30.08.2020 15:03
Yasoschun
Dabei seit: 20.02.2020
Rauchfrei seit: 327 Tagen
Beiträge: 279
Hey Matthias,

jetzt bin ich drei Tage zu spät um zur Keksdose zu gratulieren.
Nichts desto trotz hoffe ich das noch ein paar Kekse für mich übrig sind icon_smile.gif

Na dafür gratulieren ich zu tollen 2472 rauchfreien Stunden balloons2.png

Immer weiter so und schneller als du denkst bist du beim Griechen, wo es all die leckeren Sachen gibt
Ich hoffe du lädst mich dann ein.

Viele Grüße vom Yaso
Verfasst am: 27.08.2020 18:27
Bolando
Dabei seit: 14.09.2018
Rauchfrei seit: 1060 Tagen
Beiträge: 1531
Hallo Matthias,
100 Tage, das ist doch etwas! Darauf darfst du stolz sein. Das kannst du feiern. Ich gratuliere dir herzlich dazu. Und nun weiter mit Schwung und Begeisterung icon_lol.gif Alles Gute für dich.
Viele Grüße icon_biggrin.gif
Verfasst am: 27.08.2020 08:03
Ramonalinka
Dabei seit: 07.08.2016
Rauchfrei seit: 114 Tagen
Beiträge: 220
fireworks.pngfireworksblue.png
Hej Guten Morgen Matthias,
und das Wichtigste herzliche Glückwünsche zu 100 Tagen. Freiheit.
Hab lange nichts von dir gehört. Bist du noch bei uns? Ich hoffe, die 3-Monats-Krise ist rauchfrei überstanden.
Meine ehrlich gesagt nicht so ganz. Der eine einzige Zug geistert mir wohl in 20 Jahren noch durch den Kopf und nervt.icon_rolleyes.gif Auf jeden Fall möchte ich mit dir anstoßencongratchamp.gif Prost , auf das wir weiterhin stur und sauber bleiben.
Heute rauchen wir nicht.
In diesem Sinne wünsch ich dir einen schönen rauchfreien Jubeltag.
Liebe Grüße
Mona und ihrDrache_zum_Dampf_ablassen.gif

Verfasst am: 17.08.2020 21:33
Baum68
Dabei seit: 23.05.2019
Rauchfrei seit: 631 Tagen
Beiträge: 610
Hallo Matthias
Hab von deiner 3 Monats Krise gelesen. Ich hoffe sie ist schnell vorbei
Ich gehöre ja schon auch schon irgendwie zu den alten Hasen. Oder muss man da 4 stellig seinicon_eek.gif
Egal wichtig ist wie man sich fühlt. Der eine ist mit 100 Tagen über das schlimmste hinaus der andere mit 1000
Auch bei mir kommen desöfteren Momente wo ich mir denke da hättest früher eine geraucht. Aber das geht auch wieder vorbei
Mehr kämpfe ich mit der Leere wo immer die auch her kommt. Corona macht es nicht einfacher. Meine Hobbys Reisen, Konzerte usw geht halt grad nicht. Das ewige Home Office kommt erschwerend hinzu

Vor ein paar Tagen hat eine Freundin gesagt wie schön sie es findet dass ich nicht mehr rauche
Sie hat 5 Jahre vor mir aufgehört. Das sie mir das gesagt hat hat mir viel bedeutet und mir auch klar gemacht was ich geschafft habe. Wir waren unterwegs und ich hätte bestimmt paar mal gesagt, warte mal ich rauch mal schnell eine

Das war jetzt aber ein Roman. So viel wollte ich gar nicht schreibenicon_biggrin.gif
Lg baum
Verfasst am: 10.08.2020 23:10
Paul2.1.
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Beiträge: 942
Hallo Tarantino,

ich will noch mal versuchen Dir zu schreiben, zur Zeit bin ich abends so müde, dass ich an der Tastatur einschlafen könnte.
Du fragtest mich nach meiner 3-Monats-Phase?
Ich weiß nicht was hilfreicher wäre zu sagen "im Nachhinein wars gar nicht so schlimm" oder so wie ich mich damals gefühlt habe?
In der Zeit um die "Keksdose" herum hatte ich mich sehr auf diesen Meilenstein gefreut, die Hundert geknackt zu haben yeah!!!
Ich dachte ich wäre über den Berg, das Gröbste ist überstanden ... doch kurz nach der 100 schien sich das Nichts in mir auszubreiten (kennst Du die unendliche Geschichte ? ) kein Loch im Boden das sich öffnete und in das all meine Euphorie verschwand, sondern eine Leere die kein Gefühl durchlässt.
Heute glaube ich es ist wie bei Prüfungen auf die wir hinarbeiten, mit unglaublichen Einsatz und Energie fokussieren wir uns auf ein Ziel und wenn es erreicht ist sind wir so erschöpft, dass wir uns nicht mal darüber freuen können.

Diese Phase hat für mich fast zu lange gedauert, ich hätte beinahe alles hingeschmissen.
Aber ich bin eben auch vertraut mit der dunklen Seite und weiß sehr gut, dass ich da wieder herauskommen kann
aus eigener Kraft. Nicht so schnell wie ich das gerne hätte aber mit kleinen Schritten; so wie man durch einen lichtlosen, unbekannten Raum geht.

Meine Sichtweise auf das Nicht-mehr-rauchen habe ich etwas geändert;
ich habe diesbezüglich kein "Ziel" sondern ein "Anliegen"
ein Ziel könnte ich erreichen, z.B. 100 Tage rauchfrei oder 1000
ein Anliegen ist etwas an dem ich kontinuierlich weiterarbeite, denn ich bin ein Raucher der nicht raucht und ich möchte das es so bleibt.
Ich habe auch sehr früh aufgehört nur "heute" oder "die nächste" nicht zu rauchen, ich wollte nie wieder rauchen.
Mir hat das "nie wieder" keine Angst gemacht sondern war mir eine Stütze, weil ich nicht immer wieder aufs Neue eine Entscheidung treffen musste.

So mein Lieber, ich wollte Dich nicht erschrecken sondern Dir sagen, dass es auch dann möglich ist rauchfrei zu bleiben wenn die Perspektive grau und trüb erscheint.
Wir haben über 3 Jahrzehnte geraucht, eine Angewohnheit die sich uns fälschlicherweise als unverzichtbares Grundbedürfnis eingeprägt hat, wie essen, trinken und atmen; aber so ist es eben nicht.
Ich kann ganz gut ohne Zigaretten leben.

Mein nächstes Anliegen ist es ein Nichtraucher zu werden, ich glaube zwar, dass ich dafür noch dreißig Jahre brauchen werde, dann bin ich 82 also absolut realistisch Riesengrinser.gif
und einen Versuch ist es allemal wert. Oder?

LG Paul
Verfasst am: 10.08.2020 22:07
Bordeauxlover
Dabei seit: 24.01.2020
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Beiträge: 1271
Lieber Matthias,

herzlichen Dank für Deine Glückwünsche zu meinen 200 Tagen Rauchfreiheit und Deinen Besuch. Von der 3-Monatskrise habe ich eigentlich gar nix mitbekommen. Meinen letzten schlimmen Schmachter hatte ich so etwa nach 9 Wochen, also irgendwo zwischen Tag 60 und 65. Danach kamen bislang eigentlich nur noch gelegentliche absurde Anwandlungen derart, nach 150 Tagen könnte man ja zur Belohnung mal eine rauchen, um zu gucken wie das so ist. Das ist natürlich gefährlicher Blödsinn. Komm gut durch die Hitze - natürlich rauchfrei! Du packst das!

Liebe Grüße
Arminicon_wink.gif
Verfasst am: 09.08.2020 12:12
Lesirma
Dabei seit: 10.12.2019
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Hallo Matthias,
danke für deinen Besuch. Ich finde es super, wie du durchhälst. Ja, es gibt immer wieder einmal eine Krise, egal wie lange man schon nicht mehr raucht. Ich hatte sie diese Woche und das nach mehr als einem halben Jahr. Es waren einfach die Ereignisse in meinem Leben und ich war so oft so aufgedreht und dann stellte sich plötzlich die Frage nach einer Zigarette, um mich irgendwie ruhig zu stellen. Durchzuhalten und stur zu sein, ist manchmal schwer. Aber ich rauche nicht mehr und sollte ich tatsächlich nach der Zigarette greifen (neulich drehte sich jemand in einer Kneipe eine und das war mir nicht egal), dann höre ich den nächsten Tag erneut auf. Ich hoffe, dass es nicht so weit kommt.
Heute rauchen wir auf jeden Fall nicht. Das wäre ja der glatte Wahnsinn.icon_biggrin.gif
Ganz liebe Grüße
Lesirma
Verfasst am: 08.08.2020 22:04
May-BY
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Beiträge: 1024
Servus Matthias,
vielen Dank für deinen Besuch bei mir im WZ.
Freut mich, dass du schon bei 81 rauchfreien
Tagen bist und noch dazu Verstärkung aus der
Oberpfalz. Ich wohne 5 km von der Landkreisgrenze
Neumarkt entfernt. LKR. RGB.
Wie geht es dir? Hast das Rauchverlangen
einigermaßen im Griff?
Ab und an schauen die depperten icon_evil.gifNikotinteufelchen.png
auch noch vorbei. Ganz ist es bei mir auch noch
ned vorbei. Manchmal such ich in Gedanken meine
Kippen, bis es mir einfällt, hab ja aufgehört.
Irgendwie merkt man einfach, der ganze Tag
war mit Zigaretten ausgefüllt. Aufstehen, Bad,
Kippe, eine nein, bis der Kaffee fertig war 3,dann noch
2 zum Kaffee, und über den Tag verteilt bin ich
locker auf 30-40 Stk. gekommen. Jeden Tag ohne
Pause, 35 Jahre lang. Vollkommen gestört.
Vielleicht die ersten zehn Jahre halbe bis eine
Packung und dann stetige Steigerung.
Da kann man keine Wunder erwarten.
Jetzt hab ich dich zugetextet.
Wir werden nicht rauchen penguin.gifheart.pngpenguin.gif
Die Devise heißt Durchhalten, stur gerade aus.
Wir schaffen das!
Ich wünsch dir ein schönes Wochenende
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Liebe Grüße Maria