Liebe Ute,
bist sehr aktiv im Forum, das gefällt mir: viele Menschen = viele Erfahrungen = viele Tipps für deinen eigenen Ausstieg.
Zu deiner Frage: DBT = dialektisch-behaviorale Therapie (eine Art Verhaltenstherapie). Von Marsha Linehan entwickelt. Google mal bei Interesse.
Wesentliche Punkte der DBT sind für mich:
[u]Achtsamkeit.[/u] Für mich: alles annehmen, wie es eben ist und in den Bauch atmen.
[u]Skills[/u]: Werkzeuge, um z.B. Gefühle nicht zu unterdrücken, sondern zuzulassen, dennoch gesund mit Ihnen umgehen (gestern war ich z.B. kurz zornig und bin dann geradelt, Radeln ist ein wichtiges skill für mich).
Außerdem aus sonstiger Verhaltenstherapie: Im Chat vor kurzem gab es vom Moderator den Tipp, die [color=blue]Liste angenehmer Ereignisse[/color] zu googeln und sich eine gute für einen selber zusammenzustellen. Das mache ich zur Zeit für mich. Ist sehr hilfreich , um auf eine gute tägliche Genussbilanz zu kommen.
Ja, Ute, ich finde auch, dass das gemeinsame Merkmal deiner Rückfälle Verlustangst ist. Das ist ganz normal und natürlich. Und es wäre ja auch schlimm, wenn du Mann oder Sohn verlieren würdest. Die gute Nachricht: Mit der Angst suchtfrei umzugehen ist lernbar. Davon bin ich überzeugt, weil es bei vielen und auch bei mir eingetreten ist.
Mein wichtigstes Werkzeug bei Angst: Füße auf den Boden, mit den Sohlen guten Bodenkontakt halten und dann bewusst atmen. Atemübungen mache ich auch dann wenn es mir gut geht, damit ich sie einsetzen kann, wenn ich vor lauter Angst fast "hirnlos" bin, also panisch. Dann muss ich meinen Verstand einschalten und mich fragen: und was mache ich jetzt mit mir? Aktivitäten sind gut, möglichst solche, die viele Sinne beanspruchen, Sporteln an der frischen Luft ist das beste Beispiel dafür. Oder Hausarbeit. [color=red]Bist du schon am Aufgabenglas erstellen? Gut sichtbar, wie du geschrieben hast? [/color]Eine wichtige "Aktivität" ist für mich auch das Dösen auf dem Sofa, um runter zu kommen, zu entspannen, kraft zu tanken...; am besten mit festgelegter Uhrzeit (bis um 14: 00 Uhr, dann geht's hoch per Allerwertestentritt und auf die Beine...);
Zu deinem Gewicht: ich hatte und habe das auch, Ute, dieses "und jetzt esse ich erst mal ganz viel, dann geht es mir wieder besser". Ich habe mich viele Jahre in Ruhe gelassen mit meinem sehr hohen Gewicht, weil ich nicht anders konnte. Dann habe ich das RAuchen aufgehört und jetzt ist bei mir ein gesünderes Gewicht angesagt. Werde dir mal berichten. Mein Tipp zum Gewicht: schau zu, dass du dein Gewicht hältst, du hast ja erzählt, dass deine Süßi-Lust erstaunlicherweise wegging. Aber setzte klare Prioritäten: hier heißt es: erst rauchfrei, dann bauchfrei.
Ich schicke dir jetzt erst mal einen tollen Weichspülerduft für die Hausarbeit, denn ja, ich liebe Düfte. Und du?
Was machen deine Vorbereitungen? Wie geht es dir emotional? HAb einen guten Wochenanfang
Herzlichst
Andrea