Die Erholungszigarette

Viele Menschen erholen sich mit einer Zigarette vom Alltag. Sie klinken sich für ein paar Minuten aus und „entspannen sich“. Einige berichten, dass sie rauchen, um „runterzukommen“.

In einer Studie[1]  konnte gezeigt werden, dass der scheinbar entspannende Effekt des Rauchens vor allem dadurch zustande kommt, dass der Tabakkonsum Entzugssymptomen entgegenwirkt. Das Absinken des Nikotinlevels verursacht Stress, der durch das Rauchen wieder abgebaut wird. Der Rückgang der Entzugserscheinung wird vom Körper als Erholung fehlinterpretiert. Zudem wirken Pausen ohnehin entspannend, auch ohne Zigarette.

Nach einem Rauchstopp sollten Sie sich rauchfreie Alternativen suchen. Öffnen Sie ein Fenster und atmen Sie bewusst für einige Minuten ein und aus. Oder planen Sie etwas Schönes für den Abend. Sorgen Sie für solche Entspannungsinseln im Alltag und vermeiden Sie Orte, an denen Sie früher „automatisch“ geraucht haben.

Quellen

[1]Parrott, Andy C. Does cigarette smoking cause stress?. American Psychologist. Vol 54(10), Oct 1999, 817-820. http://psycnet.apa.org/psycinfo/1999-11644-002