Hallo, liebe Gemeinschaft,
auch beim Gewicht führen viele Wege nach Rom, denn das berühmte "One fits all!" gibt es dabei genauso wenig wie beim Nicht-mehr-Rauchen. Ich kann nur noch einmal wiederholen, dass Mediziner von einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von 3 - 5 kg ausgehen, sobald keine Zigaretten mehr im Spiel sind. Was auch nur natürlich ist, da die hungerdämpfende Wirkung des Nikotins fehlt und die Nahrung zu ca. 300 kcal täglich besser ausgenutzt wird. In einer groben Überschlagsrechnung ergibt sich daraus ca. 1 kg pro Monat, falls nicht gleichzeitig mit Diät und Sportprogramm konsequent gegen gesteuert wird.
Bei mir waren es etliche Kilos mehr, da ich ein unsportlicher Spazierstock mit Hang zum guten Essen bin - na und? Wer mich nicht leiden mag, darf weggucken... "I am not fat, I am only easy to be seen!" Mittlerweile ist das Nicht-mehr-Rauchen für mich dermaßen selbstverständlich geworden, dass auch mein Gewicht wieder schrittweise zurückgeht. Von den 15 kg, die ich im ersten Jahr zugelegt habe, ist seit dem Frühjahr ein gutes Drittel wieder verschwunden - völlig ohne Diät oder sonstiges "Sonderprogramm", auf Jojo-Effekte kann ich verzichten.
Durch das Nicht-mehr-Rauchen ist inzwischen eine so große Freude am giftfreien Leben entstanden, dass der Griff zu Salat und Gemüse statt zu hochkalorischen Naschereien selbstverständlich geworden ist - die Kilos purzeln dann wieder von alleine.
Das Schlimmste, was einem passieren kann, ist, sich von der Fremdeinschätzung durch andere so abhängig zu machen, dass der schlanken Linie wegen weiter geraucht wird. Übernehmen "diese anderen" dann eines Tages auch Euren Lungenkrebs? Sicherlich nicht. Wer ahnt, dass eine Gewichtszunahme zum Rückfall in schlechte Gewohnheiten führen könnte, sollte sich zusätzliche Unterstützung suchen. Als erste Maßnahme würde ich ein Gespräch mit dem Hausarzt oder auch einen Anruf bei der Hotline der BZgA empfehlen, denn einen größeren Schritt in Richtung Gesundheit als ein entschiedenes "Nein, danke!" zur Kippe kann ich mir nicht vorstellen.
Last but not least: Der Sieg über die Nikotinsucht hat für jeden ungeahnt positive Konsequenzen, denn wovor sollte man Angst haben, wenn sogar dieser abgrundtief gefährlich erscheinende Sprung souverän und erfolgreich geglückt ist? Es braucht nur den Mut zum fröhlichen Weiterwandern, dann wandern auch die Kilos wieder von dannen...
Liebe Grüße und allen einen schönen Sonntag, Brigitte
Hey Mikka und Wolfgang, das hört sich doch nach vollkommener Zufriedenheit bei Gangolf an, besser geht es nicht!
Mir geht es so ähnlich wie Mikka, mir ging das Mehr sehr an die Nieren (aber erst nach 16 Monaten und um die 20kg) und ich hab mich dann auch den blauen Ws verschworen und bin 14 wieder los.
Baue darauf, dass nach noch einem Jahr vieles wieder im Lot ist.
Dem:evil: gefällt das Abnehmen scheinbar gar nicht, denn er lässt sich endlich spürbar weniger sehen :drachezumdampfablassen:
Soll mir recht sein.
Klopf Euch Tapferen auf die Schulter! Weiter so!
Huhu an alle,
Auch ich hatte nach drei Monaten Rauchstopp 7 kg zugenommen. Meine Sucht wurde durch eine andere Sucht ersetzt. So wollte ich nicht weitermachen....
Ich meldete mich bei den Konzern mit den zwei W...an. Nun habe ich neun Kilo minus und bin schon mal froh...
Es hat sehr viel mit Disziplin zu tun. Hoffé das ich beides weiterhin im Griff bekomme.
Manchmal denke ich " warum tu ich mir das an" Wie ihr alle wisst, hat mein Papa Lungenkrebs, er hat sehr gesund und ohne Zigaretten gelebt...
Aber auch ich möchte gesund leben.
Euch allen einen tollen Sonntag.
Mik
[quote="Sprudel"]
Oh, da traue und ich mich fast nicht, aber:
Minus 10 kg in 4 Monaten 8):P!
Ich esse ca. 1500/1750 Kalorien pro Tag und manchmal auch gerne mehr. Zeitgleich mit dem Rauchstopp kam leider auch das Cortison, aber entgegen meiner Befürchtung legten sich meine Fressanfälle schnell.
Allerdings mache ich viel Ausdauersport und etwas Krafttraining. Niko hat jetzt offenbar Angst vor mir. Jedenfalls lässt er sich kaum blicken, der Blödmann.
Liebe Grüße, Sprudel
[/quote]
Das ist das Geheimnis. Disziplin und Sport. Dann nimmt niemand zu...
Moin,
wieg genau so viel wie vorher. So um die 70kg. Liegt aber auch am Sport und etwas anderer Ernährung. Geht aber eher nach oben und Muskelaufbau.
Gruß Michael
Zwischen dem 11.10.14 und dem Tag im Februar 2016 an dem ich zum ersten Mal auf der Waage war habe ich mich fast um ein Drittel vergrößert, äh verbreitert. Da hatte ich sprichwörtlich zu viel von mir.
Von diesen überschüssigen 22kg sind immer noch 11,7kg da! Also noch kein Grund für großes Lob oder Überschwang.
Vielleicht sag ich mal Elementares dazu. Ich bin selbstständig, alleinerziehend und wirklich nicht mit viel Freizeit gesegnet. Zu mir passte das Rauchen als Stereotyp ungemein. Immer unter Strom, keine Zeit zum essen, alles schnellschnell....
Passt aber nicht gut zum kleinen Kind, tja, danke meine Süße....
Von daher gab es während des 'Entzugs' nur mich selbst als Schiedsrichter und ich habe etliche Augen zugedrückt.
Aber dann, nach über einem Jahr, kam das mit der neuen Jacke und statt 42/44 musste XXL her, es kam auch spürbares Herzpumpen wenn ich mit dem Fahrrad die Brücke hochmusste, und dann ist Schluss mit dem Augen verschließen.
Es war der gleiche Klickpunkt wie der Tag an dem ich beschloss die Angst vor Backen-, Mundboden- und Lungenkrebs
zuzulassen. Und dann musste was geändert werden.
Hab mir Tipps von Abnehmfirmen geholt, esse 1x täglich warm und sonst nur Obst und Gemüse, verschiebe Alkohol aufs Wochenende und hab mir eingestanden, dass ich früher 8-10x täglich 3-4 Minuten für Zigaretten nehmen konnte (bei der Arbeit) und das ich exakt diese Zeitfenster jetzt als Bewegungszeiten nehmen muss. Schnell mal Treppen nehmen, den Fetzen aufheben, kurz mal nach dem Wartezimmer sehen.... Das ist für mich machbarer als jeden Tag Sport zu treiben.
Seitdem mir bewusst ist dass ich was ändern MUSS, seitdem geht es für mich auch.
Bestimmt nicht für jeden kompatibel aber ganz ehrlich, wir sind alle aus dem gleichen Grund hier und ich unterstelle mal, dass sehr viele so wie ich auch stark daran gezweifelt haben dass sie selbst jemals und dann auch noch für immer aufhören könnten zu qualmen....
Eine so extreme Veränderung war der 2. Schritt tatsächlich nicht! Das ist nur eine Umstellung der Gewohnheit.....
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