10) Wenn Sie rauchen, schaden Sie Ihren Kindern, Ihrer Familie, Ihren Freunden.

Die Fakten:

  • Wissenschaftliche Studien bringen das sogenannte Passivrauchen – das meist unfreiwillige Einatmen des Tabakrauchs aus der Raumluft – mit einer Reihe von Gesundheitsschäden in Verbindung, darunter chronische Lungenerkrankungen, Herzinfarkte und Krebs.
  • Der Zigarettenrauch, der beim Passivrauchen eingeatmet wird, setzt sich aus zwei unterschiedlichen Arten von Tabakrauch zusammen: dem Hauptstromrauch und dem Nebenstromrauch. Als Hauptstromrauch wird der Tabakrauch bezeichnet, der von Raucherinnen und Rauchern nach dem Inhalieren wieder ausgeatmet wird. Hinzu kommt der Nebenstromrauch, der durch das Glimmen der Zigarette produziert wird. Neben- und Hauptstromrauch enthalten zwar die gleichen giftigen Inhaltsstoffe, wie Benzol, Cadmium und Formaldehyd. Allerdings unterscheiden sie sich hinsichtlich des Mengenverhältnisses der verschiedenen gas- und partikelförmigen Substanzen. Der Nebenstromrauch enthält unverdünnt einige der schädlichen Substanzen in höherer Konzentration, weil er bei einer niedrigeren Temperatur durch einen zum Teil unvollständigen Verbrennungsprozesses entsteht.
  • Tabakrauch ist damit der gefährlichste vermeidbare Schadstoff, der in Innenräumen auftritt. Besonders auf engem Raum, wie etwa im Inneren eines Wagens, entwickeln sich schnell hohe Schadstoffkonzentrationen.
  • Das Risiko für eine passivrauchbedingte Erkrankung ist umso höher, je länger und intensiver jemand dem Tabakrauch ausgesetzt ist. Es gibt jedoch keine Grenze, unterhalb derer Passivrauchen unbedenklich wäre.
  • An den Folgen des Passivrauchens sterben in Deutschland jährlich mehr als 3.300 Nichtraucherinnen und Nichtraucher, die meisten davon an einer Koronaren Herzerkrankung (KHK).

Quellen

Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.): Passivrauchen – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko Heidelberg, 2005; darin: Passivrauchbedingte Mortalität in Deutschland nach Todesursache; Bearbeitung: Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster, Hygiene-Institut der Universität Heidelberg, 2005.

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