Passivrauchen bei Erwachsenen

Passivrauchen ist das meist unfreiwillige Einatmen von Tabakrauch aus der Umgebungsluft.

Passivrauchen schädigt dauerhaft die Gesundheit und kann auch bei Nichtrauchenden vergleichbar schwere Erkrankungen wie bei Rauchenden selbst auslösen. Zu den Krankheiten, die durch Passivrauchen ausgelöst werden, gehören Lungenkrebs, koronare Herzkrankheiten sowie Schlaganfälle. Ein Zusammenhang zwischen Passivrauchen und chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sowie Asthma gilt als wahrscheinlich.

Das Risiko für eine passivrauchbedingte Erkrankung ist umso höher, je länger und intensiver jemand dem Tabakrauch ausgesetzt ist. Es gibt jedoch keine Grenze, unterhalb derer Passivrauchen unbedenklich wäre.

In geschlossenen Räumen ist Tabakrauch besonders gefährlich, weil er sehr flüchtig ist und sich schnell im Raum verteilt. So entstehen beispielsweise in den Innenräumen von Fahrzeugen sehr schnell hohe Schadstoffkonzentrationen. Lüften allein reicht nicht aus, um die Schadstoffe aus einem Raum zu entfernen, in dem zuvor geraucht wurde. Sie setzen sich fest in Teppichen und Möbeln, an Wänden und Vorhängen.

Passivrauchen führt zu:
  • Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung, Übelkeit und Kratzen im Hals
  • Kopfschmerzen, Husten, tränenden Augen und höherer Infektanfälligkeit
  • Lungenkrebs
  • Herzkreislauferkrankungen
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Asthma

Einer Studie aus dem Jahr 2005 zufolge sterben in Deutschland jährlich mehr als 3.300 Nichtraucherinnen und Nichtraucher an den Folgen des Passivrauchens.[1]

 

<b>Todesursache durch Passivrauchen</b> <b>Frauen <b>Männer <b>Zusammen</b>
Lungenkrebs 212 51 263
Koronare Herzerkrankung (KHK) 1.423 725 2.148
Schlaganfall 585 189 774
Chronisch-obstruktive-Lungenerkrankungen (COPD) 48 8 56
Plötzlicher Kindstod (SIDS) 25 35 60
<b><i>Gesamt</i></b> <b><i>2.293</i></b> <b><i>1.008</i></b> <b><i>3.301</i></b>
Einen effektiven Schutz vor den Gefahren des Passivrauchs bieten
nur komplett rauchfreie Innenräume.

Quellen

[1]Passivrauchen – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, 2005, Abb. 21

Quellen

Downloads

Passivrauchen - ein unterschätztes Gesundheitsrisiko
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, 2005

Passivrauchen - eine Gesundheitsgefahr
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln

Ihr Kind raucht mit
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln