Akupunktur

Die „Leitlinie Rauchen und Tabakabhängigkeit“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) [1] kommt zu dem Schluss, dass eine Akupunkturbehandlung „keinen spezifischen Effekt auf eine langfristige Abstinenz“ hat. Mit anderen Worten: Es ist aktuell wissenschaftlich nicht belegt, dass Akupunktur bei einem Rauchstopp helfen kann. Möglicherweise beruht die Wirkung einer Akupunktur im Rahmen einer Tabakentwöhnung im Einzelfall vor allem darauf, dass eine Wirksamkeit dieser Maßnahme von den Behandelten erwartet wird.

Allerdings konnte auch kein „Schadenspotential“ von Akupunkturbehandlungen nachgewiesen werden, so dass in der Leitlinie auch nicht von ihnen abgeraten wird („keine Empfehlung zur Nicht-Anwendung“).

Grundsätzlich gilt: Welche Methode wie hilfreich ist, kann von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein. Im Allgemeinen ist es sinnvoll, den Rauchstopp mit mehreren „Pfeilern“ abzustützen. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, sich „behandeln“ zu lassen, sondern selber aktiv zu werden: Setzen Sie sich zum Beispiel mit Ihren Rauchmustern auseinander und schaffen Sie genussvolle Alternativen zum Rauchen. Mehr Informationen und Tipps dazu finden Sie in der Rubrik Tipps für Ihren Rauchstopp.

Quellen

[1] S3-Leitlinie „Rauchen und Tabakabhängigkeit: Screening, Diagnostik und Behandlung” Langversion AWMF-Register Nr. 076-006 (Gültig bis 31.12.2025)