Raucherquote bei Erwachsenen

Ein knappes Drittel der Erwachsenen in Deutschland raucht

In Deutschland rauchen laut Epidemiologischer Suchtsurvey 2015 ca. 29 Prozent der Erwachsenen, das entspricht ungefähr 20 Millionen Menschen. Andere Untersuchungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen (für einen Überblick siehe zum Beispiel Jahrbuch Sucht 2017). Die Raucherquote macht bei Männern 31 und bei Frauen 26 Prozent aus.

Höhere Raucherquote bei Männern

In fast allen Altersgruppen rauchen mehr Männer als Frauen (Ausnahme: 25- bis 29-jährige Frauen). Über einen längeren Zeitraum betrachtet, nähern sich jedoch die Anteile der Raucherinnen und Raucher aneinander an. Folgende Grafik verdeutlicht diese Entwicklung. Sie beruht ebenfalls auf Daten des Epidemiologischem Suchtsurvey 2015.

 

Jeder fünfte Mann in Deutschland raucht täglich, weitere 10 Prozent rauchen immerhin gelegentlich. Bei den Frauen sind die entsprechenden Prozentanteile etwas geringer: Ca. 17 Prozent rauchen täglich, 8 Prozent gelegentlich, siehe folgende Abbildung:   

 

Viele Raucherinnen und Raucher interessieren sich für einen Rauchstopp und ein Großteil von ihnen geht ihn auch an, wie nachfolgende Abbildung zeigt. Über ein Drittel von ihnen (etwa 36 Prozent) hat in den vergangenen zwei Jahren versucht, mit dem Rauchen aufzuhören.

Sollten Sie ebenfalls zu den Menschen gehören, die einen Schlussstrich unter ihre Zeit als Raucher oder Raucherin machen wollen, erfahren Sie unter Aufhören, wie wir Ihnen dabei helfen können.


Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht regelmäßig Studien zum Substanzgebrauch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Informationen finden Sie unter Raucherquote bei Kindern und Jugendlichen

Tabakverbrauch

In Deutschland wurden im Jahr 2016  insgesamt 25,1 Milliarden Euro für Tabakwaren ausgegeben, etwa 1 Milliarde Euro weniger als im Jahr davor. Die Nettoeinnahmen aus der Tabaksteuer betrugen im Jahr 2016 14,2 Milliarden Euro, was einem Rückgang von mehr als 700 Millionen Euro  gegenüber dem Jahr 2015 entspricht. Die Kosten, die durch tabakbedingte Krankheiten und Todesfälle entstehen, werden auf bis zu 79 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Von dieser Summe sind ungefähr ein Drittel direkte Kosten für das Gesundheitswesen, etwa zwei Drittel stellen sogenannte „indirekte Kosten“ dar, wie beispielsweise Ausfälle bei der Produktion und Frühverrentungen.

 

 

Quellen

DHS (Hrsg.) (2017): Jahrbuch Sucht 2017. Pabst Science Publishers, Lengerich.  

Kraus, L., Piontek, D., Atzendorf, J., & Gomes de Matos, E. (2016). Zeitliche Entwicklungen im Substanz-konsum in der deutschen Allgemeinbevölkerung. Ein Rückblick auf zwei Dekaden. Sucht, 62 (5), 283-294     

Kröger CB, Gomes de Matos E, Piontek D & Wenig JR (2015) Ausstiegsversuche und Hilfsmittelnutzung unter Rauchern in Deutschland: Ergebnisse aus dem Epidemiologischen Suchtsurvey 2012.

Piontek, D., Atzendorf, J., Gomes de Matos, E. & Kraus, L. (2016). Kurzbericht Epidemiologischer Suchtsurvey 2015. Tabellenband: Tabakkonsum und Hinweise auf klinisch relevanten Tabakkonsum nach Geschlecht und Alter im Jahr 2015. München: IFT Institut für Therapieforschung. 

Tabakatlas Deutschland, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, 2.Auflage 2015, Heidelberg