Tabakwerbung

Tabakwerbung beeinflusst das Rauchverhalten - deshalb unterliegt sie in Europa eindeutigen Regeln

Werbung für Tabakprodukte unterliegt in Deutschland genauen Regeln. Bereits seit 1975 ist das Bewerben von Tabakprodukten im Hörfunk und Fernsehen verboten. Im Januar 2007 wurde die deutsche Gesetzgebung an die Tabakwerberichtlinie der EU (2003/33/EG) von 2003 angepasst. Diese Richtlinie sieht eine einheitliche Regelung von Tabakwerbung und -sponsoring für alle EU-Mitgliedsländer vor. So ist seit Anfang 2007 Werbung für Tabakprodukte auch in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen und im Internet verboten. Ausgenommen sind Veröffentlichungen, die für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Tabakindustrie gedacht sowie Printmedien, die nicht für den EU-Markt bestimmt sind. Weiterhin erlaubt ist die Tabakwerbung im Kino, auf Plakaten und auf Gegenständen wie Feuerzeugen oder Aschenbechern. Das Sponsoring von Veranstaltungen, die auf mehrere EU-Mitgliedsstaaten ausgerichtet sind oder eine sonstige grenzüberschreitende Wirkung haben (z.B. die Formel 1) ist ebenfalls verboten. Bei diesen Veranstaltungen dürfen auch keine kostenfreien Tabakerzeugnisse verteilt werden.

Studien belegen, dass Zigarettenwerbung insbesondere bei Jugendlichen das Risiko erhöht, mit dem Rauchen zu beginnen.

Auch interessant

Links

Das deutsche Tabakgesetz: Inhaltsverzeichnis mit Links
Bundesministerium der Justiz, 2009

Die Tabakwerberichtlinie der EU 2003
Europäische Union, 2011

Downloads

Das deutsche Tabakgesetz
Bundesministerium der Justiz, 2009

Quellen

https://www.ift-nord.de/downloads/BMJOpen2013_3_e00297.pdf