Anderen beim Rauchstopp helfen (II)

25.12.2019  - Ihr Partner/Ihre Partnerin oder eine andere Ihnen nahestehende Person möchte mit dem Rauchen aufhören? Bei diesem Vorhaben können Sie eine wichtige Rolle spielen. Natürlich liegt die Verantwortung für den Erfolg des Rauchstopp bei dem (Noch-) Raucher bzw. der Raucherin selbst.

Erfahrungen zeigen jedoch, dass Ihr Verhalten häufig einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Tabakentwöhnung liefern kann. In den News der vergangenen Woche sind wir auf das Thema bereits eingegangen und haben allen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, Mut gemacht, in ihrem Umfeld um Unterstützung zu bitten. Heute wollen wir all jenen ein paar allgemeine Hinweise geben, die anderen Menschen beim Rauchstopp helfen möchten.

Tipps für die Unterstützung beim Rauchstopp
Zunächst einmal: Freuen Sie sich mit dem/der anderen über die Entscheidung, rauchfrei zu werden und über das Vertrauen Ihnen gegenüber, wenn ihnen darüber berichtet wird.

In vielen Menschen „tobt“ in der Phase ihrer Tabakentwöhnung ein Konflikt zwischen der inneren Stimme, die den Rauchstopp unbedingt möchte und einer Gegenstimme, die am liebsten an alten Rauchgewohnheiten festhalten will und einer Zukunft ohne Zigarette nur wenig abgewinnen kann. Eventuell kommt noch eine zweifelnde Stimme hinzu, die den Rauchstopp für „unerreichbar“ hält, aber auch eine, die eher zuversichtlich ist, dass der Plan gelingen kann. Unser Tipp: Es hilft dem oder der anderen, wenn Sie die Stimmen unterstützen, die den Rauchstopp als machbar und sinnvoll erachten. Vermitteln Sie Zuversicht – zum Beispiel indem Sie daran erinnern, was dem oder der anderen im Leben schon so alles gelungen ist.

Gerade in den ersten Tagen und Wochen der Tabakentwöhnung hilft zudem häufig Ablenkung: Am besten eignen sich dafür Aktivitäten, die möglichst wenig mit dem Rauchen vereinbar sind (zum Beispiel Sport oder ein Kinobesuch). Bieten Sie sich als Begleiter/Begleiterin bei solchen Aktivitäten an: Zusammen machen die meisten Dinge mehr Spaß und die Ablenkung gelingt besser.

Eine Tabakentwöhnung ist oft kein gerader Weg, der direkt in eine rauchfreie Zukunft führt. Immer wieder kann es Umwege und Hindernisse geben, wie zum Beispiel anhaltende Zweifel oder ein starkes Rauchverlangen – zu einem Zeitpunkt, an dem „das Gröbste eigentlich schon geschafft“ sein sollte. Oder es passieren Ausrutscher oder es kommt sogar zum Rückfall. Reagieren Sie in solchen Fällen nicht mit Vorwürfen, bleiben Sie zuversichtlich. Zuletzt: Jede Raucherin und jeder Raucher ist anders. Fragen Sie ihn oder sie ruhig, welche Form von Unterstützung gewünscht wird.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei!