Drei Wünsche auf einmal: rauchfrei, schlank und beweglich

13.06.2018  - Alles neu macht der Mai: Nach diesem Motto gehen derzeit viele Menschen eine Veränderung in ihrem Leben an. Mehr Bewegung, bessere Ernährung und natürlich: mit dem Rauchen aufhören. Alles sinnvolle Vorhaben, schließlich handelt es sich dabei um die klassischen Lebensstilfaktoren, die unsere Gesundheit massiv beeinflussen. Wer nicht raucht, sich gesund ernährt und regelmäßig Sport macht, beugt damit Krankheiten vor. Doch kann man sich auch überfordern, wenn zu viele – gut gemeinte – Gesundheitsprojekte gleichzeitig angegangen werden?

Eins nach dem anderen

Rauchen ist in Industrieländern wie Deutschland das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Der Rauchstopp sollte schon aus diesem Grund ganz oben auf der Liste der persönlichen Gesundheitsprojekte stehen. Wer aufhört zu rauchen, schafft damit gute Voraussetzungen für ein gesundes und längeres Leben. Was aber, wenn auch der Gürtel zwackt und man gerne ein paar Kilos los werden möchte? Und außerdem das schlechte Gewissen nagt, weil man sich in den Wintermonaten zu wenig bewegt hat? Empfiehlt es sich in diesen Fällen, mehrere Ziele gleichzeitig anzusteuern? Oder besteht die Gefahr, dass man sich überfordert, wenn man zu viel auf einmal möchte?

Unsere Empfehlung dazu lautet: Konzentrieren Sie sich auf das Ziel, das Ihnen derzeit am wichtigsten ist, zum Beispiel auf den Rauchstopp. Setzen Sie Ihre Energie vor allem hierfür ein – insbesondere, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen Ihr Vorhaben jede Menge Selbstkontrolle abverlangt und einige Umstellungen in Ihrem Leben erfordert. Denn Erfahrungen zeigen, dass solche Lebensveränderungen gerade in der Anfangszeit auch anstrengend sein können.

Das Gehirn ist ein Gewohnheitstier

Hinzu kommt, dass unser Gehirn alte Gewohnheiten „liebt“. Der Grund: Sie erfordern weniger Energie, weil sie routiniert ablaufen. Und genau darauf zielt das Gehirn ab: Es will Energie für spontane Anforderungen sparen, insbesondere (Not-)Situationen, in denen es um unser Überleben geht. Ein sinnvolles Programm unseres Hirns also, allerdings eines, das – ebenfalls sinnvolle – Veränderungen in unserem Leben erschwert. Für Menschen mit einem Gesundheitsziel vor Augen heißt das: Bleiben Sie bei einem Projekt, bis sich das neue Verhalten automatisiert hat.

Gesundheit mit Genuss verbinden

Wir haben aber noch eine zweite Empfehlung für Sie: Zunächst einmal ein Gesundheitsziel anzusteuern, muss nicht bedeuten, dass Sie Ihre anderen Ziele gänzlich außer acht lassen. Sie können (und sollten) sich also auch gerne in der Phase der Tabakentwöhnung gesund ernähren. Achten Sie dabei auf ausgewogene und vor allem genussvolle Mahlzeiten und stürzen Sie sich nicht etwa in eine Ernährungsumstellung, die für Sie entbehrungsreich ist. Ähnlich sieht es beim Thema Sport aus: Bewegung ist wichtig und kann sogar die Entzugserscheinungen nach einem Rauchstopp mildern. Aber auch hier sollten Sie Aktivitäten wählen, die für Sie keine zu große Überwindung kosten, sondern am besten ebenfalls mit Genuss verbunden sind – zum Beispiel ein langer Spaziergang mit Freunden oder Übungen, die Sie auch zwischendurch im Büro machen können.

Noch mehr Tipps, wie Sie Ihr persönliches Gesundheitsprojekt in die Tat umsetzen und vor allem dranbleiben, finden Sie im Forum. Tauschen Sie sich auch mit anderen Userinnen und Usern aus, jeden Dienstag im rauchfrei-Chat.