Wasserpfeife: Im Winter steigt das Risiko

17.11.2017  - Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass das Rauchen von Wasserpfeifen keinesfalls harmlos ist. Im Gegenteil: Viele Stoffe, die über die Schläuche einer „Shisha“ (anderer Begriff für Wasserpfeife) in den Organismus gelangen, sind eindeutig gesundheitsschädlich. Was viele nicht wissen: Beim Rauchen von Wasserpfeifen besteht auch die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung.

In geschlossenen Räumen nimmt die Vergiftungsgefahr zu

Dieses Risiko dürfte in den anstehenden Herbst-und Wintermonaten sogar noch ansteigen. Denn dann zieht es die Wasserpfeifenraucher und -raucherinnen von den Terrassen und Parks ins Warme: in geschlossene Räume. Genau dort steigt aber die Gefahr einer – mitunter lebensbedrohlichen – Kohlenmonoxidvergiftung: Beim Verbrennen von Wasserpfeifenkohle entsteht Kohlenmonoxid und das kann in geschlossenen Räumen deutlich schlechter abziehen. Auf diese Weise können sich hohe und damit gesundheitsschädliche Konzentrationen des Gases ergeben. Wenn dann noch viele schnelle Züge an der Wasserpfeife hintereinander genommen werden, also quasi „ohne Absetzen“ geraucht wird – dann wird aus einem gemütlichen Beisammensein schnell ein medizinischer Notfall.

Kohlenmonoxid: geruchslos und giftig

In letzter Zeit wird vermehrt über solche Kohlenmonoxidvergiftungen berichtet, die durch das Rauchen von Wasserpfeifen verursacht wurden. So gab kürzlich das Universitätsklinikum Düsseldorf bekannt, dass dort im laufenden Jahr bereits 40 Kohlenmonoxidvergiftungen behandelt wurden, die auf eine – offensichtlich unsachgemäße – Verwendung von Wasserpfeifen zurückgehen. Die Patientinnen und Patienten erhalten dann oftmals eine ganz spezielle Behandlung: in einer sogenannten „Druckkammer“. Dort wird ihnen mithilfe von Überdruck hundertprozentiger Sauerstoff verabreicht, der wiederum das giftige Kohlenmonoxid aus dem Körper verdrängen soll.

Eine Kohlenmonoxidvergiftung kann lebensbedrohlich sein: Denn Kohlenmonoxid ist sehr giftig – und wird oftmals zunächst gar nicht bemerkt. Denn das Gas ist geruchslos. Erste Hinweise auf eine Kohlenmonoxidvergiftung wie Schwindel oder Übelkeit werden oft nicht als Vergiftungserscheinung eingeordnet bzw. mit dem giftigen Gas in Verbindung gebracht. Wenn viel Kohlenmonoxid eingeatmet wird, können Bewusstlosigkeit und Erstickung die Folge sein.

Im Falle des Falles: schnell handeln

Bei Anzeichen einer Kohlendioxidvergiftung ist schnelles Handeln gefordert: Sofort Fenster aufmachen und den Raum verlassen, außerdem die Feuerwehr rufen. Das empfiehlt das Universitätsklinikum Düsseldorf in einer Pressemeldung. Besser natürlich noch: erst gar keine Wasserpfeife rauchen oder aber besonders vorsichtig sein, wenn man in geschlossenen Räumen raucht. Zuletzt noch: Auch das „normale“ Wasserpfeifenrauchen – ohne Kohlenmonoxidvergiftung – ist mit einem Gesundheitsrisiko verbunden. Weitere Informationen gibt es hier...

Quelle: Pressemeldung des Universitätsklinikums Düsseldorf